Die Insel der besonderen Kinder

Die Insel der besonderen Kinder (2016)
Originaltitel: Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children

Regie: Tim Burton
Drehbuch: Jane Goldman
Produktion: Peter Chernin, Katterli Frauenfelder, Derek Frey
Musik: Michael Higham, Matthew Margeson, Danny Elfman
Kamera: Bruno Delbonnel
Darsteller: Eva Green, Samuel L. Jackson, Asa Butterfield, Ella Purnell, Chris O’Dowd, Terence Stamp, u.v.a.
Dauer: 127 Minuten
Romanvorlage: „Die Insel der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs

Inhaltsangabe:

Jacob Portman (Asa Butterfield) muss bestürzt mit ansehen, wie sein Großvater Abraham Portman (Terence Stamp) im Wald hinter dem Haus auf brutale Weise angegriffen wird. Die Augen aus den Höhlen sind entfernt und ehe Abe stirbt, sagt er merkwürdige Dinge, die Jacob noch nicht versteht. Er weiß jedoch, dass es mit den Gutenacht-Geschichten zusammen hängt, die sein Opa ihm früher erzählt hatte. Die Geschichten sind fantastisch, zu fantastisch, als dass sie wahr sein könnten.

Zum Geburtstag erhält Jacob ein Päckchen mit einem Buch von seinem Großvater, darin ist eine Postkarte von einer gewissen Miss Peregrine. Mithilfe seiner Psychiaterin kann Jacob seine Eltern davon überzeugen, auf diese Insel vor der walisischen Küste zu reisen, um dem Geheimnis der fantastischen Gutenacht-Geschichten seines Großvaters auf die Spur zu kommen. Und tatsächlich, sein Vater Franklin (Chris O’Dowd) reist mit ihm auf diese Insel, die schon gleich von Anfang eine urige Aura besitzt.

Das Haus mit dem Kinderheim von Miss Peregrine gibt es tatsächlich noch, allerdings zerfallen. Es wurde im 2. Weltkrieg zerbombt und dabei seien alle Bewohner darin ums Leben gekommen. Doch dann spürt Jacob plötzlich, dass er nicht mehr allein ist. Die besonderen Kinder gibt es doch und Jacob stürzt sich in ein riesiges Abenteuer.

Mein Fazit:

Es ist erst ein paar Wochen her, dass ich die Geschichte um Jacob Portman und Emma Bloom gebannt und fasziniert hörte. Daher ist es noch recht frisch im Gedächtnis und gespannt gönnten wir uns die DVD.

Tim Burton ist ja bekannt für seine skurilen Figuren und Farben. Und wahrlich, er konnte sich an diesem Film austoben. Leider zu Lasten der Geschichte! Die erste Stunde des Films hielt sich noch grob an die Buch-Vorlage, einiges erkannte ich wieder. Aber gruselig wurde es schon am Anfang, als Jacobs Großvater verstarb. Er hatte nämlich keine Augen mehr. Die Augen spielen im weiteren Verlauf eine große Rolle, aber sie stimmt nicht mehr Vorlage überein. Womöglich wollte man es nicht ganz so gruselig machen, das gebe ich zu. Aber die Augen? Die zweite Stunde des Films kann man dann getrost „frei nach …“ betiteln. Da fand man fast nichts mehr von der Vorlage wieder außer die Figuren. Im Buch so liebevoll gezeichnet, kam auf Zelluloid gebannt die Magie der Figuren einfach nicht richtig rüber. Ich glaube, da war auch der eine oder andere Logik-Fehler drin.

Eva Green als Miss Peregrine hingegen ist einfach klasse. Sie hat die Rolle sehr gut ausgefüllt. So ähnlich habe ich sie mir beim Hörbuch auch vorgestellt. Auch Bronwyn, Millard, Hugh und all die anderen Kinder, die im Heim für besondere Kinder leben, sind gut besetzt und dargestellt. Allerdings kam der starke Zusammenhalt der Kinder nicht wirklich gut rüber, da war es im Buch einfach besser.

Nun, über das Ende möchte ich jetzt nichts schreiben, aber das war für mich sehr verwirrend. Ist es ein offenes Ende? Gibt es eine Fortsetzung? So wirklich klar wird es nicht.

Am Anfang stark, im Laufe des Films rückt es jedoch immer mehr von der Vorlage ab. Schade, dabei wollte ich genau die Geschichte sehen. Tim Burton jedoch konnte sich austoben und seine eigenen skurilen Figuren einbringen. Für mich ist es aber eher enttäuschend, daher vergebe ich 65%.

Veröffentlicht am 20.02.17!

 

 

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7 Gedanken zu „Die Insel der besonderen Kinder

    • Hallo Lenchen, ja, wer kennt das nicht? To-Do-Liste ist bei mir ewig lang 🙂 Vielleicht findest Du ja bald die Zeit, den Film zu sehen oder das Buch zu lesen! Liebe Grüße, Elke.

  1. So wie ich gelesen habe, werden am Ende schon Sachen aus dem 2. Band mit reingemixt (Jahrmarktszene). Die kennst du ja noch nicht. Darüber sind auch die meisten nicht sonderlich glücklich 🙁
    Ich kann mit Tim Burtons Filmen allgemein auch nicht viel anfangen, deshalb wollte ich mir den Film momentan nicht anschauen. Da freue ich mich lieber auf Teil 3 der Trilogie als Buch, der hoffentlich bald in der Bibo eintrudelt.

    Lg von Conny 🙂

    • Hallo Conny, stimmt, in der zweiten Stunde kommt der Jahrmarkt. Und ich hatte so etwas ähnliches schon vermutet. Den zweiten Teil der Reihe wollte ich im März hören.
      Nicht alle Tim Burton-Filme sind schlecht, aber ich kann den skurilen Figuren nicht so viel abgewinnen! Liebe Grüße, Elke 🙂

  2. Liebe Elke,

    nun habe ich mir den Film doch noch angeschaut und stimme deiner Rezi voll zu. Die Zeit auf Cairnholm fand ich gut dargestellt trotz kleinerer Änderungen. Auch das Zurückdrehen der Zeit mit der umkehrenden Bombe fand ich gut gemacht. Aber die ca. letzten 30 Minuten auf dem Jahrmarkt gehen gar nicht. Mit der Ankunft in England bleibt vom Buch so gut wie nichts mehr übrig, was doch wirklich schade war. Logiklöcher gabs auch noch, denn wie gelangte Jacob wieder in seine Zeit? Das geht ja eigentlich nur mit einer Ymbrine. Interessant fand ich aber die Extras, wo auch der Autor zu Wort kommt, aber warum er den Film so abgesegnet hat, bleibt ein Rätsel.
    Liebe Grüße von Conny und dir ein nettes Wochenende 🙂

    • Guten Morgen liebe Conny,

      da bin ich beruhigt, dass auch Dir der Film nicht so gut gefällt.

      Inzwischen habe ich ja alle drei Teile gehört und kann den Film noch weniger empfehlen. Es ist einfach nur traurig, was man aus diesem wunderbaren Stoff gemacht hat!

      Liebe Grüße, Elke.

      • Liebe Elke,

        Das stimmt. Das letzte Drittel fand ich total verhunzt und teils auch richtig lächerlich. Nun ja, erfreuen wir uns an den Büchern und vergessen den Film einfach 😉
        Liebe Grüße von Conny

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