Staying Alive

Staying Alive (1983)

 

Regie: Sylvester Stallone
Drehbuch: Sylvester Stallone, Norman Wexler
Produktion: Sylvester Stallone, Bill Oakes, Robert Stigwood
Musik: Bee Gees
Kamera: Nick McLean
Darsteller: John Travolta, Cynthia Rhodes, Finola Hughes, Steve Inwood, Julie Bovasso, Charles Ward, u.v.a.
Dauer: 93 Minuten
Dies ist der 2. Teil der Tony Manero-Reihe.

Inhaltsangabe:

Tony Manero (John Travolta) hat ein kleines Zimmer in Manhattan bezogen und tingelt von Casting zu Casting, um am Broadway Tänzer zu werden. Bislang hatte er kein Glück, da er sich schlecht an Vorgaben halten kann und buchstäblich immer aus der Reihe tanzt. Um sich fit zu halten, arbeitet er in einem Tanzstudio. Privat ist er mit Jackie (Cynthia Rhodes) liiert, doch so wirklich ernst nimmt er auch diese Beziehung nicht.

Eines Tages trifft er auf die Profi-Tänzerin Laura (Finola Hughes). Sie fasziniert ihn sofort und sie tanzen beide beim gleichen Casting vor. Dieses Mal hält er sich an die Vorgaben und er bekommt tatsächlich eine Rolle. Mit Laura verbringt er anschließend ein paar schöne Stunden.

Doch Laura ist es mit Tony nicht ernst und Jackie hat irgendwann auch keine Lust mehr, sich ständig von ihm versetzen zu lassen. Es geht ihm allmählich auf, wo es wirklich im Leben drauf ankommt und kann sogar die Hauptrolle des Musicals aufsich ziehen. Sehr zum Mißfallen der Haupttänzerin Laura …

Mein Fazit:

Dieser Film ist Kult. Die unvergleichliche Musik von den Bee Gees, der arrogante -fast hüpfende- Gang John Travoltas und eine atemberaubende Tanz-Show. Ich war höchst erstaunt, als ich sah, das Silvester Stallone nicht nur das Drehbuch geschrieben hatte, sondern auch noch Regie führte und die Produktion übernahm. Und da fallen einem schon die Gemeinsamkeiten zu „Rocky“ auf, dessen Drehbuch ebenfalls von Silvester Stallone stammt.

Rocky und Tony haben einiges gemeinsam, z. B. die Rolle des Underdog. Tony hat keine Ausbildung als Tänzer erhalten. Er ist nur von seiner Leidenschaft und seinen Träumen getrieben und er will es auf Biegen und Brechen schaffen, am Broadway als Tänzer Fuß zu fassen. Angebote auf flüchtige Affären lehnt er inzwischen ab, es könnte seiner Karriere schaden. Nur mit Jacki, ebenfalls Tänzerin, fühlt er sich stark verbunden. Allerdings nimmt er diese Freundschaft nicht immer ernst, was sie häufig sehr verletzt.

Gestern abend lief eine Dokumentation über John Travolta und dessen Schauspiel-Karriere, die lange keinen geraden Verlauf nahm. Sein schauspielerisches Können wurde lange unterschätzt und nur auf sein Sex-Appeal und seine Tanzleistung reduziert. Lange hat John Travolta darunter gelitten. Und bei den Interviews in der Dokumentation offenbarte sich dem Zuschauer ein sehr sensibler, zuweilen unsicherer und überhaupt nicht abgehobener Mann. Privat ist er in keinster Weise mit seinen Rollen zu vergleichen, was ich sehr bemerkenswert finde. Im Nachhinein erscheint mir die schauspielerische Leistung in einem völlig anderen Licht.

Er mimt den arroganten langbeinigen Kerl, der vom Tanzen träumt und dem ansonsten alles egal ist. Das hat er wirklich gut hingekriegt. Sein unwiderstehliches Lächeln, das unvergleichliche Grübchen am Kinn, sein sehnsuchtsvoller Blick – Silvester Stallone hat alles aus diesem Kerl heraus geholt und ich konnte mich mal wieder für eine Weile berieseln lassen. Für diesen Kultfilm gibt es von mir 85% und für die tollen Tanzszenen ist er immer wieder sehenswert.

Veröffentlicht am 20.03.17!

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