Nora Roberts: Trau keinem Playboy

Nora Roberts: Trau keinem Playboy

Originaltitel: The Law Is A Lady (1984)
übersetzt von U. Kopsch-Langheim
Verlag: Cora Verlag GmbH & Co. KG
ISBN-10: 389941330X
ISBN-13: 978-3899413304

Inhaltsangabe:

Phil Kincaid ist erfolgreicher Hollywood-Regisseur und auf der Suche nach einer passenden Stadt für seinen nächsten Film. Diese findet in Friendly in New Mexico, als er wegen einem geringen Vergehen für eine Nacht hinter die schwedischen Gardinen muss – angeordnet vor der attraktiven Victoria Ashton, die nicht nur Sheriff ist, sondern auch noch als Friedensrichterin fungiert.

Phil ist von der natürlichen Schönheit und dem klugen Kopf des Sheriff fasziniert. Nur ein Kuss und schon sind die Würfel gefallen. Doch für beide ist klar, dass die gemeinsame Zeit begrent ist. Er geht nach Beendigung der Außenaufnamen nach Hollywood zurück und sie nach Albuquerque, wo sie eine durchaus erfolgreiche Anwaltskanzlei führt.

Wäre da nicht das merkwürdige Ziehen in der Herzgegend, was beide aufs Äußerste verwirrt …

Mein Fazit:

Über dieses Buch braucht man nicht groß zu schreiben. Es ist eine sehr seichte, aber unterhaltsame Geschichte um zwei Menschen, die sich zum ersten Mal sehen und deren Schicksal fortan besiegelt ist. Da ich für solche Geschichten immer wieder mal sehr zugänglich bin, versteht es sich von selbst, dass ich das dünne Buch innerhalb weniger Stunden ausgelesen habe und mich einfach in eine andere Welt enführen ließ.

Die Protagonisten sind so unterschiedlich und doch augenscheinlich wie füreinander geschaffen. Sie sind beide erfolgreich in ihrem Beruf, unabhängig und ziemlich schlagfertig. Während ich über Phil nicht sehr viel erfahren konnte, rückte Victoria mehr ins Licht. Sie trauert um ihren Vater, der nach einem Schlaganfall nie wieder zu Bewußtsein kam. Nach Wochen des Bangens ließ ihre Mutter die Maschinen abstellen, ohne eine Regung von Gefühl zu zeigen. Victoria, die ihren Vater über alle Maßen geliebt hatte, zerbrach fast daran und die schon abgekühlte Beziehung zur Mutter wurde noch schlechter. Erst, als sie Phil kennen lernte, schaffte sie es, ihren Vater auf dem Friedhof zu besuchen und er zeigte sich dabei von seiner sanften und verständnisvollen Seite. Sehr berührend!

Wer die Nora Roberts-Bücher kennt, weiß, dass es auch recht heiß werden kann. Wunderbar, das ist der Autorin im gesamten Kontext sehr gut gelungen und der selbstbewußte, ja fast schon arrogante, Phil Kincaid hätte auch mir  imponiert. Das Ende hingegen kam mir fast wie hektisch dahingekritzelt vor. Aber gut, was soll man da auch schon schreiben, wenn das Unvermeidliche fest steht? Die Dialoge sind witzig, die Figuren sympathisch und das rundet da seichte Lesevergnügen einfach ab.

Wunderbare und kurzweilige Unterhaltung pur, ohne nachdenken zu müssen. Fünf Sterne gibt es von mir!

Veröffentlicht am 21.03.17!

image_pdf

Einen Penny für Ihre Gedanken ...