The Place beyond the Pines

The Place beyond the Pines (2012)

 

Regie: Derek Cianfrance
Drehbuch: Derek Cianfrance, Ben Coccio, Darius Marder
Produktion: Matt Berenson, Lynette Howell, Sidney Kimmel
Musik: Mike Patton
Kamera: Sean Bobbitt
Darsteller: Ryan Gosling, Bradley Cooper, Rose Byrne, Eva Mendes, Ray Liotta, Dane DeHaan, u.v.a.
Dauer: 140 Minuten

Inhaltsangabe:

Luke (Ryan Gosling) ist Schausteller und reist mit seiner Motorrad-Nummer von Stadt zu Stadt. Als er eines Abends Romina (Eva Mendes) wiedersieht, erfährt er, dass er Vater eines kleinen Jungen ist. Er beschließt, für sein Kind da zu sein, doch er findet keinen Job. So begeht er mit einem Kumpel Banküberfälle. Doch er wird immer waghalsiger und als sein Kumpel ihm die weitere Komplizenschaft verweigert, macht Luke dumme Fehler und wird von der Polizei gejagt.

Avery Cross (Bradley Cooper) ist derjenige, der Luke schließlich in einem Haus stellt. Es kommt zum Schusswechsel, inzufolge dessen Luke stirbt. Avery wird als Held gefeiert, obwohl er sich überhaupt nicht so fühlt. Seine Kollegen ziehen ihn in ihre korrupten Handlungen mit rein, doch sein Versuch, diese Missstände aufzudecken, wird von hohen Stellen abgewiesen. Schließlich kann er mit der Staatsanwaltschaft einen Deal aushandeln, der sich trotz tugendhafter Motive schmutzig anfühlt!

15 Jahre später holt dieser Vorfall alle Beteiligten noch mal ein …

Mein Fazit:

Was für ein interessanter Film!

Dort werden tragische Geschichten aus dem Leben erzählt. Zwei Väter, nämlich Luke und Avery, versuchen auf ihre Weise, das Richtige zu tun. Doch was ist das Richtige? Was kann für ihre Söhne ein gutes Vorbild sein? Der Vater, der kein Geld hat und Banküberfälle begeht, um seinem Kind was bieten zu können? Oder der Vater, der seine Kollegen verpfeifft, weil sie korrupt sind und er in das Milleu nicht mit reingezogen werden möchte.

Luke und Avery wollen beide nur das Gleiche und doch scheitern sie auf in irgendeine Weise. Früher oder später holt die Vergangenheit sie ein und setzt das tragische Schicksal um, was für sie vorgesehen ist. Die Protagonisten wirken dabei glaubhaft und authentisch, die Szenen sind atmosphärisch umgesetzt und irgendwie kann man beiden nicht wirklich böse sein – es gibt eben mehr als nur schwarz und weiß! Eva Mendes wirkt in ihrer Rolle genauso wenig divenhaft wie Ryan Gosling oder Bradley Cooper als Good Guy.

Die Geschichte ist großartig umgesetzt und regt zum Nachdenken an. Mich hat der Film nicht so schnell losgelassen. Alles in allem ein packendes Drama, das von mir 90% bekommt.

Veröffentlicht am 18.04.17!

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