Sodbrennen

Sodbrennen (1986)
Originaltitel: Heartburn

Regie: Mike Nichols
Drehbuch: Nora Ephron
Produktion: Robert Greenhut, Mike Nichols, Joel Tuber
Musik: Carly Simon
Kamera: Néstor Almendros
Darsteller: Meryl Streep, Jack Nicholson, Jeff Daniels, Stockard Channing, Richard Masur, Catherine O’Hara, u.v.a.
Dauer: 108 Minuten
Romanvorlage: „Sodbrennen“ von Nora Ephron

Inhaltsangabe:

Rachel Samstat (Meryl Streep), Lektorin und Mark Forman (Jack Nicholson), Kolummnist, lernen sich auf einer Hochzeit kennen und verlieben sich sofort ineinander. Trotz ihrer beider Bedenken heiraten sie sehr schnell und beziehen ein Haus, das erheblich renovierungsbedürftig ist.

Rachel wird schnell schwanger und die Ankunft des Kindes scheint für das Paar das größte Glück zu sein. Doch die ersten Gewitterwolken ziehen auf, als sie während der zweiten Schwangerschaft feststellt, das Mark sie betrügt. Überstürzt reist sie zu ihrem Vater, um sich ihrer Gefühle sicher zu werden.

Sie fühlt sich hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe zu dem Mann und der verletzten Gefühle, die in ihr toben. Auch wenn Mark schwört, das alles vorbei ist, so bleiben ihr Zweifel …

Mein Fazit:

Meryl Streep und Jack Nicholson, zwei großartige Schauspieler in einem Film – und das auch noch in einem Drama, was eigentlich gar keine neue Geschichte ist. Der Film bringt auch nichts Neues – aus heutiger Sicht. Aber damals war es schon etwas Anderes.

Der Film wurde 1986 gedreht – zu der Zeit war es noch eher so, das die Frauen die Affären ihrer Ehemänner erduldeten, ja, in einiger Hinsicht sogar tolerierten – aus verschiedenen Gründen! Das eine Frau auf ihr Recht auf eheliche Treue bestand, war wohl nicht so geläufig. Und dieser Film zeigt bei einem völlig normalen amerikanischen Paar mit einem völlig normalen Lebenslauf, wie man damit umgehen kann. Es werden die Ängste, Verzweiflung, Wut und auch Trauer gezeigt, die mit einer solchen Krise einhergehen. Auch der Umgang mit den befreundeten Paaren wird gut gezeigt – während die Männer es fast als normal betrachten, tauschen sie Frauen einander ihre Gefühle aus und bilden so den krassen Gegensatz zu dem männlichen Pendant. Was ich noch sehr gut finde: Der Umgang mit Klatschmäulern – die keine freundschaftliche Loyalität kennen und die Nase so in den Wind halten, wie er gerade weht. Klasse!

Mich beeindruckte der Film schon sehr, zumal die beiden Superstars sehr gut miteinander harmonierten. Von mir bekommt der Film 85%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 08.07.2012!

Veröffentlicht am 05.06.17!

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