Lucinda Riley: Die Sturmschwester

Lucinda Riley: Die Sturmschwester

Originaltitel: The Storm Sister (2015)
übersetzt von Sonja Hauser
Verlag: Goldmann Verlag
Seitenanzahl: 576 Seiten
ISBN-10: 3442313953
ISBN-13: 978-3442313952
Dies ist der 2. Teil der „Die Sieben Schwestern“-Reihe.

Inhaltsangabe:

Ally d’Apliese hat eigentlich Flöte studiert, doch seit jeher gehört ihr Herz dem Meer. Bei einer Segeltour lernt sie Theo Falys-King kennen und lieben. Just in dieser Zeit stirbt ihr geliebter Adoptivvater Pa Salt und sie kehrt nach Genf zu ihren fünf Schwestern zurück, um sich der schmerzvollen Tatsache zu stellen.

Viel Zeit zum Trauern bleibt nicht, dennoch nimmt sie Pa Salt’s Hinweis zu ihrer Herkunft auf. Er verweist sie an eine Biografie über den norwegischen Komponisten Jens Halvorsen, die in seiner Bibliothek steht. Sie lässt es übersetzen und kehrt zu Theo zurück.

Doch Theo verunglückt bei einer Regatta und Ally muss sich erneut der tiefen Trauer stellen. Da kommt ihr die Geschichte um Jens Halverson und der jungen Sängerin Anna Landvik zum Beginn des 20. Jahrhunderts ganz gelegen. Und schon bald macht sie sich auf den Weg nach Norwegen, um nach ihren Wurzeln zu forschen. Trotz der Trauer um Theo und Pa Salt trägt sie die Zukunft in sich und macht noch ganz andere überraschende Entdeckungen.

Mein Fazit:

Der zweite Teil dieser Reihe beginnt mit einer wunderbaren Liebesgeschichte. Theo und Ally eint die Liebe zum Meer und trotz der kurzen Zeit steht für beide fest, dass sie ein Leben lang zusammenbleiben wollen. Doch erst kommt ihnen Pa Salt’s Tod dazwischen. Und dann verunglückt Theo selbst, ohne das Ally es irgendwie hätte verhindern können. Oh, Gänsehaut pur! Die Autorin hat es so gefühlvoll und eindringlich, aber ohne Kitsch beschrieben, dass mir die Tränen kamen. Wie sehr habe ich mit Ally mitgelitten, die mir von Anfang an sehr sympathisch war. Ihre Trauer war greifbar und emotional voll bei mir angkommen.

Desweiteren geht es um die Geschichte von Anna Landvik, ein norwegisches Bauernmädchen im heiratsfähigen Alter, das nicht kochen, dafür aber unglaublich singen kann. Sie wird entdeckt und soll in Christiana im Theater für die Schauspielerin singen, ohne dass das Publikum davon erfährt. Sie lernt den Musiker Jens Halverson kennen und muss sich in einer dramatischen Situation entscheiden, wem sie ihr Herz gibt. Sie wußte es nicht besser, dennoch konnte ich ihre Entscheidung sehr gut nachvollziehen.

Ally lernt Anna und Jens durch die Biografie kennen und begibt sich mit tiefer Trauer im Herzen und Seele nach Norwegen, um doch noch ihre Wurzeln zu finden. Und wie schon bei Mia im ersten Teil gibt es sehr viele Zufälle und Begebenheiten, die zuweilen überraschend auftauchen, aber glaubhaft in die Geschichte passen.

Langer Rede, kurzer Sinn: Die Geschichte um Allys Wurzeln war mindestens genauso spannend wie beim ersten Teil. Liebe, falsche Entscheidungen, Schicksalsschläge … alles wunderbar verpackt. Die Figuren sind greifbar und authentisch. Es ist nicht immer alles heile Welt, das wird auch in diesem Buch spürbar. Und dann war da noch ein merkwürdiger Hinweis auf Pa Salt. Und wieder stelle ich die Frage: Ist er tatsächlich tot?

Begeisterte fünf Sterne von mir und ich freue mich schon auf den dritten Teil.

Veröffentlicht am 04.07.17!

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2 Gedanken zu „Lucinda Riley: Die Sturmschwester

  1. Liebe Elke,

    das ist zwar ein netter Familienroman und sehr Riley-typisch, aber mir war es teilweise zu vorhersehbar. So 100%ig begeistert bin ich daher nicht. Und die Geschichte in der Vergangenheit gefällt mir immer bedeutend besser, was sich in Teil 3 noch weiter fortsetzt. Daher gibt es bei mir auch hier nur 4 Sterne. 😉 Meine Rezi dazu findest du auf meinem Blog.

    Liebe Grüße von Conny 🙂

    • Hallo Conny,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Ja, da gebe ich Dir Recht, eine gewisse Vorhersehbarkeit hatte es. Aber mich störte es in diesem Falle überhaupt nicht. Lucinda Riley hat es einfach wunderbar geschrieben und ich bin total abgetaucht in die Geschichte. Auch Tage später noch habe ich an die Geschichte gedacht 🙂

      Liebe Grüße, Elke.

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