Sieben Leben

Sieben Leben (2008)
Originaltitel: Seven Pounds

Regie: Gabriele Muccino
Drehbuch: Grant Nieporte
Produktion: Todd Black, Jason Blumenthal, James Lassiter
Musik: Angelo Milli
Kamera: Philippe Le Sourd
Darsteller: Will Smith, Rosario Dawson, Woody Harrelson, Michael Ealy, Barry Pepper, Elpidia Carrillo, u.v.a.
Dauer: 123 Minuten

Inhaltsangabe:

Ben Thomas (Will Smith) gibt sich als Beamter der Finanz-Behörde aus, um an sensible Informationen zu kommen. So findet er auch Emily Posa (Rosario Dawson), die ein Herzleiden hat und wohl nicht mehr lange leben wird.

Ben Thomas findet aber auch andere Menschen, die Hilfe benötigen. Doch er prüft sie auf seine eigene Art und Weise, ob sie diese Hilfe tatsächlich auch verdient haben. Und so ist er stets anderen Menschen zu Diensten, auch nur eine winzige kleine Gegenleistung zu erwarten.

Ben Thomas scheint einen Plan zu verfolgen und nur sein bester Freund Dan (Barry Pepper) scheint diesen zu kennen. Selbst Ben’s Bruder (Michael Ealy) kennt diesen Plan nicht, er möchte nur irgendwann seine Marke von der Finanzbehörde wiederhaben.

Als Emily Posa dem Tode nahe scheint und auf ein Spenderherz wartet, ist Bens Zeitpunkt gekommen, wo er von allen Beteiligten das Leben für immer verändern wird. Doch auch bis dahin weiß niemand, warum er es eigentlich tut.

Mein Fazit:

Will Smith mal ganz ruhig. Ist schon komisch, den Action-Star in einer solch sensiblen und auch schwierigen Rolle zu sehen. Wo er mich in „Das Streben nach Glück“ nicht ganz so überzeugen konnte, in diesem Film konnte er es. So sehr, das ich hinterher nicht wußte, wie ich es verarbeiten sollte. Will Smith hat mich überzeugt mit seiner Ausdruckskraft, mit seiner Leinwand-Präsens.

In einigen Szenen musste er vollkommenes Glück und unendliche Schuldgefühle gleichzeitig darstellen, was er meines Erachtens nach professionell und mit Bravour absolvierte. Er hat den Film mit seiner Darstellung getragen. Obwohl man durch kurze Szenen-Einspielungen ahnt, weshalb er sieben Menschen selbstlos seine Hilfe anbietet, ist man doch gebannt von der Geschichte, die unheilvoll und doch konsequent ihren Lauf nimmt. Diese Aufgabe seiner Selbst bringt den Zuschauer in Bestürzung und Bewunderung zugleich und es lässt einen auch nach dem Ende des Films nicht los.

Ein absoluter Geheim-Tipp, den sich echte Cineasten nicht entgehen lassen sollten. Eindringlich, sensibel und doch ergreifend, ein 100%iger Tipp von mir.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 07.12.2009.

Veröffentlicht am 14.07.17!

Einen Penny für Ihre Gedanken ...