Der Turm

Der Turm (2012)

 

Regie: Christian Schwochow
Drehbuch: Thomas Kirchner
Produktion: Matthias Adler, Benjamin Benedict, Nico Hofmann
Musik: Keine Angabe
Kamera: Frank Lamm
Darsteller: Nadja Uhl, Jan Josef Liefers, Claudia Michelsen, Sergej Moya, Peter Prager, Sebastian Urzendowsky, u.v.a.
Dauer: 180 Minuten
Romanvorlage: „Der Turm“ von Uwe Tellkamp

Inhaltsangabe:

Dresden, 80er-Jahre! Die Familie Richard Hoffmann ist gut situiert. Richard Hoffmann (Jan Josef Liefers) ist ein angesehener Chirurg und hat den Posten des Klinikchefs in Aussicht. Frau Anne (Claudia Michelsen) ist Hausfrau und hat alle Freiheiten der Welt, während Sohn Christian (Sebastian Urzendowsky) auf einem Internat versucht, den Ansprüchen des Vaters gerecht zu werden.

Richard Hoffmann ist jedoch durch die Stasi erpressbar. Seit Jahren pflegt er ein Doppelleben, pflegt eine Zweit-Familie inclusive Tochter. Und als er jung war, hat er in seinem jugendlichen Leichtsinn Dinge unterschrieben, der er nun bereut.

Die Stasi nimmt Kontakt zu ihm auf und bittet ihn um ein paar „Gefallen“. Richard jedoch bekommt Skrupel und weigert sich … Die Konsequenzen folgen schon bald auf dem Fuß …

Mein Fazit:

Den Roman von Uwe Tellkamp habe ich nicht gelesen. Es soll knapp tausend Seiten stark sein. Ich gehe mal davon aus, das der Roman wesentlich mehr in die Tiefe geht und die unhaltbaren Zustände der Stasi und dem Zerfall der damaligen DDR offensichtlicher sind.

In der Verfilmung muss man schon sehr auf die Zwischentöne achten und auf die Dialoge. Es dauert schon eine Weile, ehe man begreift, was dort passiert. Die Erkenntnisse sind dann dafür um so erschüttender, trauriger und machen dem Zuschauer deutlich, in welcher Atmosphäre die Menschen einst gelebt haben.

Die Schauspieler haben eine solide Leistung abgegeben, die Kulisse und die Atmosphäre ist authentisch und für eine deutsche Produktion empfinde ich den Zweiteiler durchaus beachtlich. Zumindest ist er sehenswert und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

Von mir bekommt er 80%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 14.10.2012!

Veröffentlicht am 17.07.17!

3 Gedanken zu „Der Turm

  1. Liebe Elke,

    ich komme ja aus Dresden, kenne sogar die Schauplätze und bin ja auch noch DDR Kind. Das Buch, was hier in der Stadt einen ziemlichen Hype auslöste und ewig lange Vorbestellerlisten in der Bibo hatte, habe ich dennoch nie gelesen, es war mir auch immer zu dick. Den Film habe ich aber gesehen, fand ihn soweit nicht schlecht und würde deinen 80 % zustimmen.

    Liebe Grüße von Conny

    • Guten Morgen liebe Conny,

      das Buch dazu habe ich nicht gelesen. Ich empfand mich als Exot, als der Film in alle Munde war und überall tönte, man hätte das Buch gelesen.

      Es ist ziemlich dick, aber das sollte ja gerade Dich eigentlich nicht abschrecken 🙂

      Liebe Grüße, Elke.

      • Liebe Elke,

        die Dicke schreckt mich nicht wirklich ab. Aber ich mag im Grunde keine DDR und Stasi Geschichten und bin froh, dass diese ganze Zeit vorbei ist. Mich 1000 Seiten lang nochmal damit zu beschäftigen habe ich einfach keine Lust. Mit dem bekannten Film „Das Leben der anderen“ konnte ich auch nicht viel anfangen.

        Liebe Grüße von Conny

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