Georg Haderer: Schäfers Qualen

Georg Haderer: Schäfers Qualen

erschienen 2009
Verlag: Haymon Verlag
Seitenanzahl: 272 Seiten
ISBN-10: 385218598X
ISBN-13: 978-3852185989
Dies ist der 1. Teil der Polizeimajor Johannes Schäfer-Reihe*.

Inhaltsangabe:

Johannes Schäfer ist knapp über 40 und hat es ziemlich schnell und mit unkonventionellen Mitteln zum Major bei der Kriminalpolizei Wien gebracht. Seine Erfolgsquote ist stark. Das ist auch der Grund, weshalb er von seinem Vorgesetzten ins malerische und berühmte Kitzbühel geschickt wird.

Dort passieren seltsame Morde. Einer wird auf dem Gipfel ans Kreuz geschlagen, ein anderer Mann bei lebendigem Leibe einbetoniert. Ein dritter Mord sieht wie ein Selbstmord aus. Für Schäfer ist ziemlich schnell klar, das es zwischen diesen Männern eine Verbindung gibt. Doch die unerfahrenen Beamten vor Ort tun sich nicht nur mit den Morden, sondern auch mit der ständigen Abwesendheit Schäfers schwer.

Aber nicht nur die Morde liegen Schäfer quer im Magen. Offensichtlich macht ihm auch seine eigene Vergangenheit zu schaffen, denn er stammt aus diesem Ort und hat nicht immer die allerbesten Erinnerungen daran.

Mein Fazit:

Dies ist der Debüt-Roman von Georg Haderer und der Autor hat uns in der Leserunde begleitet.

Der Roman hebt sich durch einige Punkte positiv hervor. Zum einen hat der Autor einen ziemlich verschrobenen, aber dennoch sympathischen Charakter mit Johannes Schäfer geschaffen. Er hat seine Stärken und Schwächen und das macht ihn authentisch wie auch glaubwürdig. Ich konnte mich sehr gut mit ihm identifizieren.

Zum anderen ist die Handlung klassisch und sehr spannend aufgebaut. Die Dialoge sind fetzig und haben Tempo und zeugen von einer gewissen Glaubwürdigkeit. Und die Landschafts-Beschreibungen von Kitzbühel beweisen mir, das der Autor diesen Ort selbst gut kennt. Auch die Einflechtung von kleine Anekdoten zum Ort oder Personen ist durchaus gelungen und löst die Situation etwas.

Allerdings gibt es zwischendurch auch Passagen mit viel zu langen Sätzen. Diese sind teilweise so unglücklich ausgedrückt, das ich sie zwei- oder dreimal lesen musste, um das alles zu verstehen. Und was bei Krimis häufig der Fall ist, so sind in diesem Roman auch viel zu viele Personen involviert, die irgendwie eine Rolle spielen (könnten). Das ansich macht es ja spannend, wer denn nun der Mörder ist. Es kann aber auch zuweilen sehr verwirrend sein.

Für ein Erstlings-Werk muss ich jedoch rundum sagen: Sehr gelungen und bekommt daher 4 von 5 Sternchen.

Anmerkung: Die Rezension stammt aus September 2009.

Veröffentlicht am 10.08.17!

* Der Link führt zur Serie auf BücherTreff. Ich werde diese Reihe voraussichtlich nicht weiterlesen!

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