Karen Marie Moning: Im Schatten dunkler Mächte

Karen Marie Moning: Im Schatten dunkler Mächte

Originaltitel: Faefever (2008)
Übersetzt von Ursula Walther
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Seitenanzahl: 432 Seiten
ISBN-10: 3548280838
ISBN-13: 978-3548280837
Dies ist der 3. Teil der Fever-Reihe.

Inhaltsangabe:

MacKayla Lane hat Mallucés Folter mit Barrons Hilfe überlebt und ihre Welt ist noch weniger so, wie sie vorher war.

Obwohl Jericho Barrons ihr das Leben gerettet hat, ist er geheimnisvoller denn je. Auch die kurze körperliche Nähe bei der Rettung hat ihn nicht näher an sie gebracht. Außerdem entdeckt sie, das er einen magischen Spiegel in seinem Arbeitszimmer hat, durch den er offenbar durch verschiedene Welten reisen kann.

V’lane erscheint ihr ebenso immer wieder und er schafft es tatsächlich, seine starke sexuelle Ausstrahlung soweit zurückzuhalten, um normale Gespräche zu ermöglichen. Mac weiß noch immer nicht genau, welches Spiel gespielt wird und sie will sich alle Optionen offen halten. Und so geht sie Bündnisse mit Barrons und V’lane ein, obwohl sie sich offensichtlich ganz und gar nicht ausstehen können.

Eine Begegnung mit dem mächtigsten Buch der dunklen Welt offenbart ihr, dass es in Wahrheit eine Bestie ist. Noch immer weiß sie nicht, wie es fassen kann, wenn sie in seiner Nähe immer unerträgliche Schmerzen leidet und in Ohnmacht fällt. Und irgendwie hat sie Angst, dass irgendeiner dieses Buch in die Hände bekommt. Die Folgen wären fatal.

Und dann ist da noch der Zirkel der Sidhe-Seherin, dessen Anführerin Rowena Mac abgrundtief verachtet. Mac soll eingeschüchtert werden und doch passiert genau das Gegenteil. Erst, als sie erfährt, was an Halloween passieren soll, begreift sie das wahre Ausmaß der Bedrohung. Aber sie kann nichts dagegen tun außer hoffen, dass alle Beteiligten ihr Bestes tun, die Mauern zwischen den Welten aufrecht zu erhalten. Sonst droht der Untergang der Welt, die sie kennt!

Mein Fazit:

Der dritte Teil der Fever-Reihe hat mir deutlich besser gefallen. Im Prolog hat die Autorin die vorherigen Bände kurz zusammengefasst, zum besseren Verständnis ist es jedoch ratsam, sie zu lesen. Denn vieles würde einem ohne Sinn erscheinen.

Mac arbeitet noch immer in Barrons Buchladen. Dort ist ihr neues Zuhause und dort ist sie am sichersten vor allen Gefahren. Die hungrigen Schatten lauern ebenso wie die Sidhe-Seherin (obwohl sie ja selbst eine ist) oder die anderen Feenwesen. Alle haben es auf das Buch abgesehen und nur Mac kann es mit ihren Fähigkeiten spüren. Daher ist sie in der Lage, sich mit V’lane zu verbünden. Sehr zum Missfallen Barrons. Über ihn weiß man ebenso wenig wie in den Vorgänger-Bänden. Er gibt sich geheimnisvoll und wirkt gleichzeitig anziehend auf sie (auch wenn sie es nicht zugeben will). Die Streitereien zwischen Barrons und V’lane sind köstlich, zwei eifersüchtige Gockel buhlen um Mac und sie weiß noch immer nicht genau, was Barrons eigentlich ist. Ein Vampir? Ein Feenprinz?

Es gibt in diesem Band einige Hintergrund-Informationen zu der ganzen Geschichte. Mac zapft mehrere Quellen an und erfährt zum Beispiel, dass das mächtige Buch beispielsweise Jahrhundertelang vom Zirkel der Sidhe-Seherin bewacht worden ist, ehe es auf mysteriöse Weise verschwand. Und sie erfährt auch, was es mit der Mauer auf sich hat und warum alle darum kämpfen, diese Mauern zu erhalten. Und dann erhält sie immer wieder Post von einem anonymen Absender. Es sind Seiten aus dem Tagebuch ihrer Schwester, welches sie schon in den früheren Bänden hektisch gesucht hatte. Die schmerzlichen Seiten bestärken sie in ihrem Ziel, Rache an dem Lord Master zu nehmen, der sie offenbar getötet hat. Die Dreistigkeit, dass er auch noch bei ihr anruft, lässt sie über sich hinaus wachsen.

Es gibt ein dramatisches Ende und ich möchte dem nicht vorgreifen. Aber es ist völlig offen, wie es weitergeht. Es war spannend und sehr informativ, zuweilen mit einem trockenen Humor gespickt. Einzig, dass es sich immer wieder nur um das eine Thema drehte -nämlich Sex- (auch wenn in der Richtung gar nichts passierte, war ein bisschen blöd. Warum da nicht wirklich was passierte, erklärt sich auch durch die Regeln der Feenwelt. Trotzdem fand ich diesen Band besser und gebe daher vier Sterne.

Veröffentlicht am 22.08.17!

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