Der gute Hirte

Der gute Hirte (2006)
Originaltitel: The Good Shepherd

Regie: Robert De Niro
Drehbuch: Eric Roth
Produktion: Chris Brigham, Francis Ford Coppola, Robert De Niro
Musik: Bruce Fowler, Marcelo Zarvos
Kamera: Robert Richardson
Darsteller: Matt Damon, Angelina Jolie, Alec Baldwin, Tammy Blanchard, Billy Crudup, Robert De Niro, u.v.a.
Dauer: 167 Minuten

Inhaltsangabe:

Edward Wilson (Matt Damon) lebt allein in einem Haus, fährt jeden Tag in seinem grauen Anzug mit Hut zur Arbeit (nämlich der CIA) und ist stets verschwiegen, im wahrsten Sinne des Wortes. Er ist ständig mißtrauisch, sogar einem Kind gegenüber, das ihn höflich fragt, ob er fünf Dollar wechseln kann.

Eines Tages findet er hinter der Tür einen Umschlag mit Fotos und einem Tonband. Er nimmt es mit zur CIA und lässt es analysieren. Während dessern beginnt er über sein bisheriges Leben nachzudenken.

Edward Wilson wird während seines Studiums in Yale 1939 in eine geheime Bruderschaft aufgenommen, die zukünftige Staatsbedienstete rekrutiert, vornehmlich für den Geheimdienst. In einer Laune der Unbeherrschtheit schwängert er Clover Wilson (Angelina Jolie), obwohl er mit Laura (Tammy Blanchard) eigentlich ganz glücklich ist.

Gerade findet die Hochzeit statt, als er seinen ersten Einsatz-Befehl in England während des Krieges bekommt. Jahrelang arbeitet er dort und lernt so die Tricks kennen, wie aus Freunden Feinde werden und verlernt das Vertrauen in die Menschen. Sein Markenzeichen: Verschwiegenheit!

Nach seinem Einsatz in Europa kehrt er nach Hause zurück: Sein Sohn Edward Jr. (in groß: Eddie Redmayne) ist ihm völlig fremd und seine Frau liebt er nach wie vor nicht, aber er respektiert sie. Seine Arbeit als Agent in Zeiten des kalten Krieges beherrscht sein Leben und es greift immer mehr auf das Leben seiner Familie über.

Am Ende muss er einsehen, das er für sein Leben einen hohen Preis bezahlen muss und Entscheidungen trifft, die aus tiefstem Innern seines Glaubens an sein Land und seine Arbeit kommt.

Mein Fazit:

Dieser Film ist schwer einzuschätzen. Es gibt wenig Gewalt oder irgendwelche Szenen, die uns von James Bond und ähnliches bekannt sind. Es zeigt eher einen Mann, der starke innere Werte besitzt und Loyalität, Ehre, Verantwortung und Moral hat. Und dies drückt er fast nur in seiner Mimik aus, denn Edward Wilson ist ein schweigsamer Mann.

Clover hat er nur geheiratet, weil sie schwanger war. Im Grunde liebte er immer Laura und nur bei ihr hat er eine sanfte, offene und humorvorlle Seite gezeigt. Dieser krasse Unterschied wird nur zu deutlich, als er Laura nach Jahren wieder sieht und er offensichtlich aufblüht.

Bei diesem Film muss man aufpassen, was gesagt wird, wer mitargiert. Teilweise kommt der Zuschauer durch die vielen Namen und Personen durcheinander, aber das gibt sich dann wieder bei einer Schlüsselszene. Der Film hat meines Erachtens nach einige Längen, aber am Ende wird es dafür noch einmal dramatisch bis ergreifend, so das es wieder einiges wett macht.

Von Robert De Niro ist es eine tolle Regie-Arbeit, er hat sehr auf Echtheit und Glaubwürdigkeit gesetzt und das ist ihm mit Matt Damon und den anderen Darstellern durchaus gelungen.

Von mir bekommt er 90%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 18.04.2010.

Veröffentlicht am 15.11.17!

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