Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (1988)
Originaltitel: The unbearable lightness of being

Regie: Philip Kaufman
Drehbuch: Jean-Claude Carrière, Philip Kaufman
Produktion: Saul Zaentz, Bertil Ohlsson, Paul Zaentz
Musik: Mark Adler
Kamera: Sven Nykvist
Darsteller: Daniel Day-Lewis, Juliette Binoche, Lena Olin, Derek de Lint, Donald Moffat, Stellan Skarsgård, u.v.a.
Dauer: 171 Minuten
Romanvorlage: „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ von Milan Kundera

Inhaltsangabe:

In diesem Film, der im Prag Ende der 60er Jahre spielt, dreht es sich hauptsächlich um eine Dreiecks-Geschichte und um den Prager Aufstand 1968, der von den Russen brutal nieder gestreckt wurde.

Im Mittelpunkt dieser Dreiecks-Geschichte steht der junge Arzt Tomas (Daniel Day-Lewis). Er ist attraktiv, unbesonnen und ein Weiberheld. Einer schönen Frau kann er einfach nicht widerstehen. Am meisten jedoch hat es ihm die exzentrische Künstlerin Sabina (Lena Olin) angetan. Sabina kann sich genauso wenig festlegen und genießt mit Tomas eine unbändige Leidenschaft. Ihr Lieblingsspiel ist „wegrennen“.

Zufällig lernt Tomas die junge und etwas naive Tereza (Juliette Binoche) kennen. Er stellt sie Sabina vor und Sabina verhilft ihr zu einem guten Job. Tomas und Tereza heiraten. Dennoch kann er nicht von anderen Frauen lassen, erst Recht nicht von Sabina. Tereza spürt die Untreue und leidet darunter.

Als die Russen schließlich in Prag einmaschieren, um den drohenden Aufstand niederzustrecken, flieht Sabina in die Schweiz. Und Tomas und Tereza folgen ihr bald nach Genf. So sehr sich Tereza auch bemüht, sie kommt mit der Untreue ihres Mann immer weniger zurecht. Schließlich verläßt sie ihn und geht nach Prag zurück. Und Sabina will nach Amerika gehen, da sie wieder einmal das Gefühl hat, wegrennen zu müssen. Wie wird Tomas sich entscheiden? Wie wird sein Leben ohne diese Frauen weiter gehen?

Mein Fazit:

Leider hat mein Freund den Film nicht gaanz aufgenommen, ein paar Minuten fehlen, sehr zu meiner Enttäuschung. Somit kann ich auf das Ende des Films gar nicht eingehen, weil ich es einfach nicht weiß.

Aber dennoch hat dieser Film mich sehr beeindruckt. Eine noch sehr junge Juliette Binoche strahlte mir entgegen und es war einfach entzückend, ihr erfrischendes Gesich zu sehen. Sie hat die Rolle der Tereza sehr gut gemeistert und ihre Position behauptet. Aber die Hauptrollen spielen im Grunde Daniel Day-Lewis und Lena Olin! Ein Paar, das sich im Wesen ähnelt, dennoch scheuen sie vor einer festen Bindung zurück. Das Paar konnte die Magie und die Leidenschaft glaubhaft wie auch wunderschön rüberbringen. Ich habe ihnen gern beim Sex zugesehen *smile*

Was ich sehr gut fand, war, als die Szenen mit dem Einmarsch der Russen in Prag kamen. Sie waren bewußt in schwarz-weiß-Bildern gehalten und erschienen eher dokumentarisch als filmerisch. Der Clou: Tomas und Tereza waren stets zu sehen, sind also nachträglich eingearbeitet worden. Und man sieht es dem Film nicht an. Für 1988 eine unglaubliche Arbeit, sensationell!

Alles in allem ist es eine ziemlich tiefgründige Geschichte, die mit sehr viel Fingerspitzengefühl und Sensibilität dargestellt wird. Und die Komik kommt bei weitem nicht zu kurz! Ein sehr anspruchsvoller Film, der nicht für jeden geeignet ist!

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 03.04.2008.

Veröffentlicht am 01.12.17!

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