Inception

Inception (2010)

 

Regie: Christopher Nolan
Drehbuch: Christopher Nolan
Produktion: Zakaria Alaoui, Chris Brigham, Jordan Goldberg
Musik: Hans Zimmer
Kamera: Wally Pfister
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Ken Watanabe, Joseph Gordon-Levitt, Marion Cotillard, Ellen Page, Tom Hardy, u.v.a.
Dauer: 148 Minuten

Inhaltsangabe:

Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) ist ein Meisterdieb: Er bestiehlt im Auftrag seiner Klienten die intimsten oder wichtigsten Geschäftsgeheimnisse aus den Träumen seiner Opfer. Meistens kommt ihm Mal (Marion Cotillard) in die Quere und zerstört seinen Auftrag. Mal ist seine verstorbene Frau und er steht im Verdacht, sie getötet zu haben. Daher befindet er sich eigentlich auf der Flucht und kann seine geliebten Kinder James und Philippa nicht sehen.

Saito (Ken Watanabe) bietet Cobb jedoch einen letzten lukrativen Auftrag an. Dadurch könnte er zu seinen Kindern zurück und ein beschauliches Leben führen. Aber der Auftrag bietet Gefahren, denn er soll kein Geheimnis stehlen, sondern eine simple Information in das Unterbewußtsein seines Opfers pflanzen.

Mit einem ausgefuchsten Team und der jungen Architektur-Studentin Ariadne (Ellen Page) beginnen sie sich auf diesen Auftrag vorzubereiten. Adiadne schleicht sich einmal in Cobbs Träumen und erfährt von Mal, und wie sehr ihn diese Erscheinung in den Träumen belastet. Das ist der Knackpunkt, dies könnte die ganze Mission gefährden …

Mein Fazit:

Verwirrung, Verwirrspiel und nichts scheint so, wie es sein soll. Ein Film, der nachhaltig im Gedächtnis bleibt und auch einige kleine Wahrheiten enthält. Der Regisseur und Autor Christopher Nolan hat sich mit diesem Film selbst ein Maßstab gesetzt und er wird in Zukunft immer mit diesem Film gemessen werden. Und ich kann mir nur schwer vorstellen, das es so schnell übertroffen werden kann.

Leonardo DiCaprio steht im Mittelpunkt dieses Films. Er stellt den Dom Cobb dar, der zwar mit aller Präzision seine Aufträge vorbereitet, aber dabei kommt ihm immer wieder seine Frau Mal in die Quere. Er leidet unter Schuldgefühlen, weil er ihren Tod mit verschuldet hat und sobald sie in irgendeiner Form auftaucht (oder seine Kinder), ist er irritiert und verliert den Faden. Das kann für ihn und das Team verheerende Konsequenzen haben.

Die Thematik ist neu, aber ausgezeichnet beleuchtet, wie ich finde. Vieles von dem, was über die Träume gesprochen wurde, kann ich als Viel-Träumerin nachvollziehen und bestätigen. In dem Film wird nicht groß darauf eingegangen, wie man in den Traum eines anderen gelangen kann, sondern eher, was passiert, wenn man in einem fremden Traum drin ist. Welche Orte, Situationen und eigene Projektionen darin auftauchen und das Geschehen komplett verändern. Spannendes Thema, kann ich wirklich nur sagen. Und dabei ist der Phantasie im Grunde kein Grenzen gesetzt. Da klappt ein Teil der Stadt über das andere ein oder Bomben explodieren, wobei man selbst völlig unversehrt bleibt. Das sind nur zwei Beispiele!

Die Umsetzung der Geschichte empfinde ich mehr als nur gelungen, sowohl visuell wie auch akustisch. Die Musik ist perfekt auf die Szenen abgestimmt und steigern unbewußt die Spannung ungemein. Und unterstreichen zudem das Verwirrspiel, das bis zum Schluss nicht klar hergibt, wo es hinführt. Am Ende kommt zwar ein kleiner Aha-Effekt, aber es lässt auch Raum für Spekulationen und Interpretationen. Somit ist man auch nachhaltig mit dem Film beschäftigt.

Für mich ein klarer Kino-Sommerhit 2010 und erhält von mir 100%, auf der ganzen Linie.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 15.08.2010!

Veröffentlicht am 15.12.17!

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