Ein Moment fürs Leben

Ein Moment fürs Leben (2018)

 

Regie: Jophi Ries
Drehbuch: Caroline Hecht, Sabine Glöckner
Produktion: Andreas Bareiß, Sven Burgemeister, James Flynn
Musik: Sebastian Fillenberg
Kamera: Ralf Noack
Darsteller: Julia Maria Köhler, Anatole Taubman, Steve Windolf, Wayne Carpendale, Beatrice Richter, Hanns Zischler, u.v.a.
Dauer: 90 Minuten
Romanvorlage: „Ein Moment fürs Leben“ von Cecelia Ahern

Inhaltsangabe:

Für Lucy Silchester (Julia Maria Köhler) läuft es gerade nicht rund. Ihr Freund Blake Lester (Wayne Carpendale) verlässt sie, um eine kulinarische Reise fürs Fernsehen zu machen. Den Job als Dolmetscherin kann sie auch nicht halten und ein Umzug in eine bezahlbare Wohnung steht bevor. Um vor ihren Freunden und der Familie nicht als Versagerin dar zu stehen, beginnt sie zu lügen, zum Teil auch durch Blakes Intervention.

Eines Tages bekommt sie Briefe, immer unterschrieben von „Dein Leben“. Ihr Leben stellt sich ihr als Cosmo (Anatole Taubman) vor und bringt sie gehörig durcheinander. Denn Cosmo legt stets ein Finger in die Wunde, damit sie daran erinnert wird, wo die Wahrheit tatsächlich liegt.

Doch das Durcheinander hält an, ehe sie tatsächlich erkennt, wo die Wahrheit liegt und sie für sich einsteht!

Mein Fazit:

Das Buch zu diesem Film habe ich noch nicht gelesen. Aber ich kann jetzt schon sagen, dass der Film ganz eindeutig die Handschrift von Cecelia Ahern trägt. Denn sie hat einen Hang zu skurrilen Figuren.

Die skurrile Figur ist in diesem Fall Cosmo. Plötzlich taucht er auf, just zu dem Zeitpunkt, wo es eigentlich fast nicht schlimmer kommen kann für Lucy. Um doch noch irgendwo dazu zu gehören oder beachtet zu werden, lügt Lucy das Blaue vom Himmel runter. Ihre Freunde, Familie, ja, eigentlich auch sich selbst! Er führt ihr vor Augen, wo die Wahrheit tatsächlich liegt, aber leider muss sie letztendlich allein darauf kommen, denn bei einem Streit schickt sie Cosmo fort. Und doch ist er auch immer noch da, denn er sendet gewisse Signale, wie sie ihr Leben wirklich in Griff kriegen kann.

Dies ist eine deutsche Produktion, die in Irland spielt. Und auch hier muss ich gestehen, dass die Atmosphäre, die der Film sicher ausstrahlen sollte, nicht wirklich eingefangen werden konnte. Und da die Geschichte keinen großen Spannungsbogen hat und vieles vorhersehbar ist, kann ich nicht wirklich sagen, dass der Film von großer Bedeutung ist. Leichte Unterhaltung, zwischendurch kleine Längen, eine für mich nicht sehr sympathische Hauptfigur und eine viel zu kurz gekommene Liebesgeschichte können den Kern der Geschichte nicht aufwiegen. Einzig die musikalische Untermalung finde ich gelungen und peppte das Werk (leider) nur geringfügig auf. Schade, der Stoff bietet eigentlich viel mehr, aber mir ist er nur 70% wert.

Veröffentlicht am 04.02.18!

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