LR: „Die Festung am Rhein“ von und mit Maria W. Peter – Abschnitt 1

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Dieses Thema enthält 17 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Elke vor 1 Monat.

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  • #11735 Antwort

    Elke
    Keymaster

    „Die Festung am Rhein“ von und mit Maria W. Peter – Abschnitt 1 – Seite 1-97 – Kapitel 1 bis einschl. Kapitel 7

    Inhaltsangabe von amazon.de: Coblenz, 1822: Hoch über der Stadt entsteht die preußische Feste Ehrenbreitstein. Als geheime Baupläne von dort verschwinden, wird Franziskas Bruder wegen Landesverrats verhaftet. Er soll die Pläne an die Franzosen verkauft haben – immerhin war ihr gemeinsamer Vater ein Offizier Napoleons. Um seine Unschuld zu beweisen, ist Franziska auf die Hilfe des strengen Leutnants Rudolph Harten angewiesen. Bei der Suche nach dem wahren Verräter kommen sich die beiden näher, als es sich für einen Preußen und eine Halbfranzösin gehört …

    Beiträge dazu bitte hier!

    #11815 Antwort

    Elke
    Keymaster

    Guten Morgen Ihr Lieben,

    heute geht es los! Was freue ich mich. Der Tolino liegt hier schon neben mir auf dem Schreibtisch und wird gleich an meine Lese-Ecke deponiert (Sofa). Heute vormittag komme ich noch nicht zum Lesen, da ich mindestens zwei Artikel noch schreiben muss.

    Ich wünsche allen viel Spaß dabei 🙂

    Liebe Grüße, Elke.

    #11829 Antwort

    Maria W. Peter

    Okay, ich schaue dann gelegentlich mal so rein, um Fragen zu beantworten…

    #11830 Antwort

    Elke
    Keymaster

    Hallo Maria,

    ich werde gleich mit dem Lesen beginnen. Der kleine Prinz ist heute wieder fieberfrei und so fuhren wir zu meinen Eltern, um Geburtstag nachzufeiern. Das hatte sich im Laufe des Vormittags entschieden. Wenn wir nicht gefahren wären, hätte ich wahrscheinlich schon das halbe Buch durch *kleiner Scherz*

    Morgen früh kommen kann meine ersten Eindrücke 🙂 Und Conny ist morgen ja auch mit von der Partie!

    Liebe Grüße und einen schönen Abend, Elke 🙂

    #11831 Antwort

    Maria W. Peter

    Gut, ich schau dann morgen wieder vorbei.
    Viel Spaß…
    (und schön, dass es dem Kleinen wieder besser geht)

    Maria

    #11832 Antwort

    Giselas Bücher

    Ein Hallo in die Runde

    Der erste Abschnitt fängt schon mit einem spannenden Prolog an. Ein Mann auf dem Schlachtfeld, der mit seinem Pferd zwischen Verwundeten und Verletzen reitet. Man weiß nicht sofort um wen es sich handelt, aber es wird einem schnell klar.

    Gleich im ersten Kapitel geht es spannend weiter. Christian verschweigt etwas. Er muss wegen Landesverrat ins Gefängnis.
    Von Christian konnte ich mir bis jetzt kein Bild machen. Irgendwie bleibt er für mich etwas blass.
    Franziska ist mir jedoch auf Anhieb sympathisch. War eigentlich von Euch schon jemand bei der Feste Ehrenbreitstein? Also, ich möchte unbedingt mal nach Coblenz und mir die Feste ansehen.
    Den Schreibstil finde ich klasse. Obwohl es in der 3. Person geschrieben ist, konnte ich mich von Anfang an gut in die Protagonisten hineinversetzen. Er passt sehr gut zu Handlung im Jahr 1822. Mir gefällt auch der Wechsel von 1815 zu 1822. Immer wieder gibt es Passagen von Waterloo.
    Ich bin ja gespannt, wie Euch der stramme Rudolph gefällt. Ein Preuße durch und durch. Die Maria erwähnt das Preußische auch ziemlich oft.
    Man vergisst gerne, dass das Verhältnis zu den Franzosen damals ziemlich gespalten war.
    Ich wünsche Euch auf alle Fälle viel Spaß mit der Geschichte. Bin schon sehr gespannt auf Eure Meinungen. Bis morgen 🙂

    Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag Abend.
    Liebe Grüße,
    Gisela

    #11839 Antwort

    Elke
    Keymaster

    Guten Morgen,

    ich habe gestern abend ein bisschen lesen können, aber nicht den gesamten Abschnitt. Die Müdigkeit überrollte mich dann doch plötzlich.

    Waterloo, ja , da habe ich schon von gelesen, von dieser Schlacht, wo sich die einstigen Verbündeten Napoleons sich plötzlich gegen ihn stellten und ihn daraufhin besiegten. Es wurde aber auch Zeit. In diesem Krieg kam der mysteriöse Reiter um, wir vermuten, es ist Franziskas und Christians Vater. Aber ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich der Vater der beiden ist!

    Franziska und Christian haben beide biblische Namen, vor allem Franziska gefällt mir sehr. So heißt unsere Tochter, die jetzt bei der Oma oben über uns wacht 🙂 Franzi ist mir schon jetzt sehr sympathisch, wie sehr sie für ihren Bruder einsteht. Sie sind von der verarmten Mutter nach Coblenz geschickt worden, damit der Onkel sich ihrer irgendwie annimmt. Tja, auch wenn Blut immer dicker als Wasser ist, es ist nicht immer von Vorteil.

    Wenn ich es richtig gelesen habe, wird die Festung auf eine Ruine aufgebaut, ist das richtig? Rudolf und Franziska haben sich ja schon kennen gelernt, eine erfrischende erste Begegnung.

    Als Kind war ich schon mal mit meinen Eltern auf Urlaub in Coblenz, aber es ist bestimmt schon 35 Jahre her und ich weiß nur noch von den vielen Weinbergen. Ich weiß auch nicht mehr, ob wir die Festung besucht haben – bestimmt, aber ich kann es nicht genau sagen.

    Heute mittag werde ich weiterlesen. Darauf freue ich mich.

    Liebe Grüße, Elke.

    #11840 Antwort

    Maria W. Peter

    Guten Morgen, Elke und Gisela,

    ja, das stimmt. Die ehemalige kurfürstluche Festung Ehrenbreitstein wurde 1801 von den Franzosen gesprengt und war jahrelang nur noch eine Ruine.
    Als dann das Rheinland 1814 an Preußen fiel, wollte man Coblenz als Festungsstadt wieder aufbauen.
    Dazu wurde unter anderem auch auf dem Ehrenbreutstein eine neue Feste errichtet, ganz modern, ein Vorteigeprojekt sozusagen. 1817 wurde dazu der Grundstein gelegt, weshalb wir dieses Jahr das 200-jährige Jubiläum dort feiern.

    Soviel zum Hintergrund….

    #11862 Antwort

    Elke
    Keymaster

    Halli hallo,

    nun bin ich mit diesem Abschnitt durch.

    Bis jetzt gefällt es mir sehr gut. Auch wenn dort dramatische Dinge passieren. Christian wird der Spionage und des Verrats verdächtig, dabei haben viele Menschen (auch zivile Personen) Zugang zur Baustelle.

    Franziska versucht ihrem Bruder zu helfen und ist unerschütterlich von seiner Unschuld überzeugt. Weil ihr Onkel nicht intervenieren will, zieht sie vor lauter Gram und Hass zu ihrer Freundin Therese in eine Gaststube. Dort lernt sie einen schottischen Maler kennen, der ihr sehr wohl getan ist. Er ist noch sehr undurchsichtig, was führt er im Schilde? Oder ist es einfach sein freundliches Wesen?

    Rudolf und Franziska sind sich zwei mal begegnet und das war nicht gerade von Herzlichkeit geprägt. Rudolf selbst steht ebenfalls unter Verdacht, durch Unfähigkeit und Nachlässigkeit die Spionage begünstigt zu haben und das will er nicht auf sich sitzen lassen. Somit haben Franziska und er gemeinsam, dass sie diese Tat aufdecken wollen. In der Schlacht von Waterloo wurde er schwer verletzt und er hat offensichtlich einen wichtigen Auftrag/ Befehl verpatzt, weshalb er bei seinem Vorgesetzten nicht gerade hoch in der Gunst steht. Ich bin gespannt, was da noch so zu Tage kommt 🙂

    Franziska will um jeden Preis ihrem Bruder helfen und glaubt nun, die Lösung gefunden zu haben. von Rülow’s Haushalt sucht ein Hausmädchen und sie könnte dort versuchen, Nachforschungen anzustellen und somit ihren Bruder womöglich von der drohenden Strafe befreien.

    Wow, so vielschichtig ist die Geschichte und die Sprache, die damalige Atmosphäre und die Menschen, das wurde bislang wirklich gut eingefangen. Wenn ich lese, habe ich das Gefühl, in der damaligen Zeit drin zu sein 🙂

    Maria, war es sehr schwierig, die ganzen militärischen Dinge zu recherchieren? Gab es diesen von Rülow wirklich? Oder eine andere Person, der General vielleicht?

    @conny und Beate, wie weit seid Ihr denn so?

    Liebe Grüße, Elke.

    #11864 Antwort

    Maria W. Peter

    Hallo Elke,

    ja, ich habe einige historische Figuren eingebaut, die sich auch am Ende des Buches in einer Liste (mit genauen Daten und dem Lebenslauf) befinden. Darunter zählt auch der General von Thielemann und andere militärische Persönlichkeiten, die mit dem Festungsbau zu tun hatten (z.B. Schnitzler, Aster usw.) sowie rudolphs Förderer von Gneisenau.

    Und ja, es war durchaus eine Herausforderung all diese Details so haarklein zu recherchieren und rekonstruieren. Dabei dachte ich, durch fünzehn Jahre Erfahrung mit Historischen Romanen und insbesondere „Die Küste der Freiheit“ sei ich einiges an Kummer und recherchechaos gewöhnt.

    Gerade die bauhistorischen Details haben mich fast um den Verstand gebracht. Wann genau wo und welcher Bauabschnitt wie fertig war. Wie hoch war die Mauer in Süfteil der stadt Coblenz im Sommer des Jahres 1822? Welche Teile der Feste Ehrenbreitstein waren bereits fertiggestellt. Welche Wände davon waren verputzt und welche nicht?

    Nur, um einige Beispiele zu nennen…

    Aber es freut mich, wenn sich die Arbeit gelohnt hat und eine authentische, dichte Atmosphäre entstanden ist.

    Maria

    #11866 Antwort

    Conny

    Huhu alle miteinander,

    ich habe den ersten Abschnitt jetzt auch geschafft, der zweite folgt aber dann erst morgen. Zum Inhalt habt ihr ja schon alles Wesentliche aufgeführt.
    Mir gefällt das Buch bisher auch sehr gut, die Atmosphäre ist toll und Franziska fand ich auf Anhieb sympathisch und auch sehr mutig. Gleich zwei Mal musste sie sich von Rudolph retten lassen :)…Noch sind die beiden sich ja nicht so grün, aber das ändert sich sicher noch 🙂
    Ich musste mich aber erst ein wenig einlesen, denn in deutscher Geschichte bin ich nicht so bewandert (war nicht unbedingt mein Lieblingsfach in der Schule bzw. hatten wir da nur DDR-Geschichte ;). Ich wusste das gar nicht, dass die Ecke vorher zu Frankreich gehörte und erst 1814 an Preußen fiel.
    Mit den Dialekten (schottisch und rheinländisch) hatte ich auch noch meine Schwierigkeiten. Aber ansonsten liest sich alles sehr flüssig und wird jetzt auch immer spannender. Ich bin schon neugierig, was Franziska als Hausmädchen so erlebt!
    Hut ab vor dir Maria vor der ganzen Recherche! Die ellenlange Dankesliste zeugt von vieeeel Arbeit :).
    @Elke Franziska und Christian sind biblische Namen? War mir jetzt nicht so bewusst…
    Übrigens bin ich im Juni eine Woche in Koblenze und werde unter anderem die Festung besuchen 🙂 Freu mich schon!

    Liebe Grüße von Conny und viel Spaß allen beim Weiterlesen!

    #11867 Antwort

    Elke
    Keymaster

    Hallo Conny,

    ich muss mich entschuldigen. Nicht beide Namen sind biblischen Ursprungs, nur Christian. Bei Franziska dachte ich es wegen den Franziskaner-Mönchen, na ja, ich dachte, da gäbe es einen Zusammenhang. Und wieder was gelernt 🙂

    Hier sind die Erläuterungen: Franziska und Christian

    Liebe Grüße, Elke.

    #11874 Antwort

    Maria W. Peter

    Liebe Conny,

    ja das Rheinische ist schon so eine eigene Sprache. Ich habe es extra stark abgeschwächt, damit es halbwegs verständlich ist. Dennoch hast du mit dem Stichwort Dialekten einen ganz wesentlichen Punkt angeführt.

    Viele der geselschaftlichen Konflikte zwischen Rheinländern und Preußen, aber auch zwischen Menschen verschiedener europäischer Länder hatte gerade dari auch eine gewisse Ursache (oder wurde verstärkt): Man verstand sich einfach nicht, und das buchstäblich.

    Jemand aus Berlin oder Königsberg, der an den Rhein versetzt wurde, hatte da eben mit Schwierigkeiten der Kommunikation zu kämpfen. Das war damals wesentlich stärker ausgeprägt als heute, wo fast jeder zumindest ein wenig Hochdeutsch kann (alleine durch das Fernsehen). Früher sprach man viel mehr Dialekt.

    Und Fremdsprachen, ja die waren damals wirklich fremd. Nur sehr gebildete Menschen lernten Fremdsprachen und dann sehr ofzt die alten Sprachen, Griechisch oder Latein.

    Das alles erschwerte die Verständigung unter den Menschen und führte dazu, dass man nicht so einfach „zusammenwachsen“ konnte, wie es heute uns teilweise wesentlich leichter möglich ist.

    Um das ein wenig zu illustrieren, auch, um die kulturelle Vielfalt der Menschen in der Rheinregion zu illustrieren und verständlich zu machen, habe ich diese Sprachen immer mal wieder tröpfchenweise einfließen lassen. (ein klein wenig Hilfe gibt es aber im Glossar…)

    Vielen Dank, Conny, für diesen wertvollen Impuls zur Runde.

    #11877 Antwort

    Elke
    Keymaster

    Hallo Maria und Conny,

    Dialekte gibt es bei im Norddeutschen nicht mehr so. Angeblich soll in Hannover das reinste Hochdeutsch gesprochen werden. Keine Ahnung, ein paar Sätze auf Plattdütsch kann ich aber auch. 🙂

    Das war sicherlich sehr verwirrend damals mit den Dialekten. Es gab ja auch noch nicht das vereinte deutsche Reich, wie wir es heute kennen. Ich glaube, jedes Fürstentum hatte sogar sein eigenes Geld etc.

    Mir ist der Begriff Pfennig einmal aufgefallen. Gab es denn wirklich schon Pfennig bei den Preußen?

    Liebe Grüße, Elke.

    #11879 Antwort

    Maria W. Peter

    Es gab damals im Rheinland eine Doppelwährung.

    Einmal die alten Französischen Francs, die immer noch gültig und im Umlauf waren.
    Dann auch die preußischen T(h)aler.

    Und, ja, Pfennige sind eine sehr alte Untereinheit.

    Ich meine, selbst bei Grimms Märchen kommen sie vor…

    Auch in Preußen jener Zeit kannte man T(h)aler, Groschen und Pfennige.

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