Rom

united_kingdom Rom (2005)
Originaltitel: Rome

B000RF121ERegie: Michael Apted, Allen Coulter, Alan Poul
Drehbuch: Alexandra Cunningham, David Frankel
Produktion: Eleanor Moran, Marco Valerio Pugini, William J. MacDonald
Musik: Jeff Beal
Kamera: Marco Pontecorvo
Darsteller: Kevin McKidd, Ray Stevenson, Lindsay Duncan, James Purefoy, Polly Walker, Kerry Condon, u.v.a.
Dauer: 0:50 Stunden pro Folge

Inhaltsangabe der Ersten Staffel:

52 Jahre vor Christus: Julius Cäsar (Ciarán Hinds) kämpft bereits seit acht Jahren gegen Gallien, ehe er mit seiner 13.ten Legion endlich erfolgreich ist. 8 Jahre, die er Rom den Rücken zugekehrt hatte. In der Zeit änderte sich das System: Der Adel regierte und die Bürger hungerten und wurden versklavt.

Pompejus, früherer Verbündeter und nun Erzrivale, hinterlässt Cäsar widerstandlos. Doch Cäsar hat Feinde. Einige Häuser fürchten den neuen Herrscher, denn er will Gutes dem Volk tun: Land verteilen, Sklaven befreien lassen und Arbeit schaffen. Dem Adel würde es ans Geld gehen und so entspinnen sich zwischen den Häusern in Rom Intrigen, Verrat, aber auch Leidenschaft und Freundschaft. Mit seinem Vertreter Marc Anton (James Purefoy) versucht er, den Senat auf seine Seite zu bekommen, was sich aber nicht nur als kostspielig erweist.

In dieser Zeit lernen sich die grundlegend verschiedenen Soldaten Lucius Vorenus (Kevin McKidd), echter Römer, und Titus Pullo (Ray Stevenson), einfacher Soldat kennen. Sie verbindet neben dem Ehrenkodex gegenüber dem römischen Staat auch eine tiefe Freundschaft, die über mehrere Jahre hält und alle Höhen und Tiefen erlebt.

Inhaltsangabe der Zweiten Staffel:

Julius Cäsar (Ciarán Hinds) ist tot, im Senat öffentlich ermordet. Doch damit ist die alte Regierungsform noch nicht wieder hergestellt. Cäsar hat seinen Neffen Octavius (jung: Max Pirkis) als seinen Nachfolger ernannt. Dieser war schon immer heimlicher Ratgeber Cäsars und nun will Ocativius trotz alle Widerstände die Macht ansich nehmen.

Während dessen werden Ränke geschmiedet zwischen den Häusern in Rom und plötzlich taucht auch noch Kleopatra auf. Sie will ihren Sohn Caesarion als Cäsars Sohn anerkennen lassen; Marc Antonius (James Purefoy) verwehrt es ihr jedoch.

In Rom selbst müssen Titus Pullo (Ray Stevenson) und Lucius Vorenus (Kevin McKidd) für Ordnung Sorgen. Lucius Vorenus hat nach dem Tod seiner Frau die Kinder verflucht und sucht sie nun voller Reue im ganzen Land. Titus Pullo findet in Irene (eine ehemalige Sklavin) ein zauberhafte Frau. Aber Eifersucht entreißt sie ihm wieder und sie stirbt im Kindbett. Die Freundschaft der zwei ungleichen Freunde wird aber noch auf eine ganz andere Probe gestellt.

Mein Fazit:

Was für eine tolle TV-Serie. Wir haben uns fast alle Folgen auf DVD reingezogen, nicht zuletzt angestachelt durch den Beginn der Ausstrahlung der zweiten Staffel. So macht Geschichte Spaß. Die auf Tatsachen beruhende politische Geschichte um Julius Cäsar, Mark Antonius, Pompejus, Kleopatra und viele in der Serie dargestellen Senatoren ist so etwas von spannend erzählt, das ich persönlich dafür plädiere, dies im Geschichtsunterricht einzubringen.

Allerdings muss man natürlich auch dazu sagen, das die Serie äußerst brutal ist. Abgeschlagene Köpfe werden aufgepfählt, der eheliche und außereheliche Beischlaf wird in jeder Folge mehr als freizügig dargestellt und die politischen Wirrungen und Entwirrungen sind so fein geflechtet in den Dialogen, das man höllisch aufpassen muss. Ich wette, würde ich noch einmal alle Folgen sehen, würde ich sogar noch das eine oder andere entdecken, was mir vorher entgangen ist. Insgesamt gesehen habe ich jedoch überhaupt keinen Zweifel, das es tatsächlich so war. Die römischen Geschichtsschreiber haben ja alles aufgezeichnet und so wird sicher das eine oder andere Körnchen Wahrheit am damaligen Lebensstil dran sein.

Mir imponierten neben den tollen Darstellern auch die Kostüme, Kulisse und die Musik. Es wirkte auf mich alles echt. ich hatte nicht ein einziges Mal das Gefühl, das die Gebäude nur Attrappe sind. Auch die Kostüme und die Frisuren der Adeligen sind einfach toll gemacht, ebenso die Atmosphäre, die wunderbar eingefangen wurde.

Bei den Darstellern haben mich am meisten Ciarán Hinds, James Purefoy und Polly Walker begeistert. Aber auch James Purefoy als Marc Antonius ist für mich eine starke Figur gewesen, die mich sehr beeindruckt hat. Aber im Grunde haben alle Darsteller eine tolle Leistung abgeliefert und ich hoffe, ich werde alle in anderen Rollen wiedersehen. James Purefoy ist in Hollywood nicht sehr bekannt, er hat in London mehr Theater gespielt. Man darf gespannt sein, was noch von ihm kommt. Polly Walker wurde sogar für die Rolle der Artia für den Golden Globe nominiert und das in meinen Augen zurecht. Sie hat die Rolle der Artia voll und ganz ausgefüllt. Sie entstammt aus der Familie von Julius Cäsar und war verwitwet. Aus Angst um ihre Sicherheit und um ihr Vermögen hat sie sich stets an den gehängt, der gerade an der Macht war.

Ich kann diese Serie 100%ig empfehlen; wir haben jede Folge tief in uns eingesogen und waren tief enttäuscht, wenn es schon wieder vorbei war. Die letzten zwei Folgen konnten wir nicht mehr abwarten und wir haben die DVD-Box der zweiten Staffel gekauft. Die Zeit verging wie im Fluge und es kam nicht der Hauch von Langeweile auf. Hoffentlich gibt es so etwas mal öfter, denn dann lernen wir noch etwas. Ach ja, die zwei Soldaten Lucius Vorenus und Titus Pullo hat es ebenfalls gegeben. Allerdings wird ihre Geschichte in Rom sicher mehr erfunden sein als auf Tatsachen beruhen.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 23.07.2009.

Veröffentlicht am 06.03.15!

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