Gone, Baby, Gone – Kein Kinderspiel

Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel (2007) Crime, Drama, Mystery | 1h 54min | 29 November 2007 (Germany) 7.6
Director: Ben AffleckWriters: Ben Affleck, Aaron StockardStars: Morgan Freeman, Ed Harris, Casey AffleckSummary: When 4 year old Amanda McCready disappears from her home and the police make little headway in solving the case, the girl's aunt Beatrice McCready hires two private detectives Patrick Kenzie and Angie Gennaro. The detectives freely admit that they have little experience with this type of case, but the family wants them for two reasons - they're not cops and they know the tough Boston neighborhood in which they all live. As the case progresses, Kenzie and Gennaro face drug dealers, gangs and pedophiles. When they are about to solve their case, they are faced with a moral dilemma that could tear them apart. Written by garykmcd

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Romanvorlage: „Gone, Baby, Gone“ von Dennis Lehane

Inhaltsangabe:

In Boston verschwindet ein vierjähriges Mädchen. Der Fall erregt Aufsehen und der Mutter, drogenabhängig und eine kaputte Existenz, scheint es fast egal zu sein.

Es springt die Tante ein und beauftragt den Privatdetektiven Patrick Kenzie (Casey Affleck) und Freundin Angie Gennaro (Michelle Monaghan), das Kind zu finden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten scheint er jedoch eine richtige Spur zu haben.

Kenzie’s Vorteil: Er ist in Boston aufgewachsen und kennt viele Leute in der Drogen-Szene, allen voran einen gewissen Cheese, dem offensichtlich viel Geld abhanden gekommen ist, was der Mutter des verschwundenen Mädchens in die Hände gefallen ist. Nun soll eine illegale Lösegeld-Übergabe erfolgen, doch diese geht gründlich schief.

Und nur langsam dämmert es Kenzie, das hinter der Angelegenheit etwas ganz anderes steckt …

Mein Fazit:

Ben Affleck’s erste Regie-Arbeit und ich bin restlos begeistert.

Die Atmosphäre wird von erster Minute an gut aufgefangen, es wird keine sauber Vorstadt-Siedlung gezeigt mit gepflegten Rasen und bunten Häusern. Nein, die vorherrschende Szene ist düster, heruntergekommen und furchteinflößend. Und da fragt man sich, wie sich da der junge – scheinbar unerfahrene – Privatdetektiv Kenzie eine normale Existenz aufbauen konnte.

Der Film bietet alle Spannungs-Elemente und hat einige unerwartete Wendungen. Bis zum Schluss ist dem Zuschauer nicht klar, was eigentlich wirklich passiert und rätselt mit. Mit intensiven Bildern, genau pointierten Dialogen und genügend Raum für die eigene Fantasie erzählt der Regisseur einen Alptraum, was ein Eltern-Paar nur erleben kann.

Alle Figuren waren glaubhaft, allen voran Casey Affleck. Michelle Monaghan wirkte gelegentlich etwas fehl am Platz und Morgan Freeman als Polizeichef bzw. Ed Harris als Polizist sind absolut authentisch.

Ein Film, der absolut sehenswert ist. Ich bewerte ihn mit 95%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 24.04.2012.

Veröffentlicht am 09.04.16!

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