Maurice

united_kingdomMaurice (1987)

 

B002GXERJ4Regie: James Ivory
Drehbuch: Kit Hesketh-Harvey, James Ivory
Produktion: Paul Bradley, Ismail Merchant
Musik: Richard Robbins
Kamera: Pierre Lhomme
Darsteller: James Wilby, Hugh Grant, Rupert Graves, Denholm Elliott, Patrick Godfrey, Helena Bonham Carter, u.v.a.
Dauer: 140 Minuten
Romanvorlage: „Maurice“ von Edward M. Forster

Inhaltsangabe:

England am Anfang des 20. Jahrhunderts: Maurice Hall (James Wilby) wächst vaterlos bei seiner Mutter und vielen Schwestern auf. Dennoch schafft er es auf die renomierte Universität von Cambridge. Dort lernt er gleich im ersten Semester Clive Durham (Hugh Grant) kennen. Er entwickelt romantische Gefühle für ihn und auch Clive ist nicht ganz abgeneigt. Aber die Romanze bleibt rein platonisch!

Die gesellschaftlichen Zwänge und das bestehende Gesetz zwingen Clive jedoch dazu, seine Einstellung und Gefühle für Maurice zu überdenken und verlässt ihn. Maurice beginnt an sich selbst zu zweifeln, ob er normal ist, ob es richtig ist, was er fühlt und was er denkt. Für ihn gibt es keine Frau im Leben, während Clive inzwischen verheiratet ist.

Als er den Jagdaufseher Alec Scudder (Rupert Graves) kennen lernt und auch seine ersten körperlichen Erfahrungen macht, ist für Maurice endgültig klar, wohin er gehört. Aber wird er seinen Weg finden?

Mein Fazit:

Feinfühlig und sehr sensibel gespielt!

James Ivory hatte sich wahrlich ein schwieriges Thema für seine Regie-Arbeit vorgenommen. So excellent ist auch seine Wahl der Darsteller, die die Charakterrollen spielen mussten. Zwar kann ich Hugh Grant nach wie vor nicht leiden, aber er hat seine Rolle als Clive Durham mit Bravour gemeistert. Aber auch James Wilby als Maurice muss sich nicht verstecken.

Das die Homosexualität zu jener Zeit ein Verbrechen war, wird deutlich, als ein Homosexueller erwischt wird mit einem jungen Kadetten. Ein gesellschaftlichter Skandal, die Familie des Mannes ist entehrt. Gott sei Dank leben wir nicht mehr in solchen Zeiten, wenngleich es heute auch noch hier und da verpönt ist.

Die Kulisse, die Kostüme und auch die Musik sind harmonisch aufeinander abgestimmt. Man kann sich diesen Film durchaus mehrmals ansehen.

Dies ist ein sehr feinfühliger Film, der zum Nachdenken anregt. Von mir bekommt er 95%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 06.07.2008.

Veröffentlicht am 06.08.16!

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