Hüter der Erinnerung – The Giver

usaHüter der Erinnerung – The Giver (2014)
Originaltitel: The Giver

B00O2UN51ARegie: Phillip Noyce
Drehbuch: Robert B. Weide, Michael Mitnick
Produktion: Jeff Bridges, Genevieve Hofmeyr, Scooter Braun
Musik: Marco Beltrami
Kamera: Ross Emery
Darsteller: Jeff Bridges, Meryl Streep, Brenton Thwaites, Alexander Skarsgård, Odeya Rush, Katie Holmes, u.v.a.
Dauer: 97 Minuten
Romanvorlage: „Hüter der Erinnerung“ von Lois Lowry

Inhaltsangabe:

Jonas (Brenton Thwaites) ist 16 Jahre alt und lebt in einer perfekten Welt. Es gibt kein Hunger, keine Naturkatastrophen, kein Krieg, kein Neid und sein Leben scheint schon seit der Geburt vorbestimmt. Damit keine Emotionen und Erinnerungen aufkommen, müssen die Menschen jeden Tag eine Injektion erhalten. Drohnen überwachen ihn auf Schritt und Tritt. Zur Geburt gibt es ein Kuscheltier und mit neun Jahren ein Fahrrad. Alle Menschen haben das Gleiche, damit keine Mißgunst aufkommt. Die Berufswahl entscheidet der Ältestenrat, vertreten durch die Vorsitzende (Meryl Streep).

Nun erfährt er, zu welcher Tätigkeit er in der Gemeinschaft berufen wird: Es soll Hüter der Erinnerung werden. Der Ausbilder ist ein alter Hüter (Jeff Bridges), der am Rande der Gemeinschaft in einer riesigen Bibliothek lebt. Er berät den Ältestenrat bei schwierigen Entscheidungen.

Jonas ist verwirrt, denn von dem Hüter hatte er bislang noch nichts erfahren. Und was er da erfährt, lässt ihn allmählich daran zweifeln, ob die Welt, in der er lebt, wirklich so perfekt ist, wie sie ihm erscheint …

Mein Fazit:

Der Film stammt aus 2014, und doch ist er -das muss ich zu meiner Schande gestehen- gänzlich an mir vorbei gegangen. Die literarische Vorlage stammt aus dem Jahre 1993, also praktisch der zaghafte Beginn der Dystopie-Ära, noch lange vor den Tributen von Panem. Und mich hat der Film an verschiedenen Stellen sehr bewegt!

Wie kann man sich so eine Welt vorstellen, wo einem alles genommen wird? Praktisch nichts entscheiden die Menschen selbst. Die Menschen bekommen alle das gleiche Essen, das gleiche Haus, ja, leben sogar fast in den gleichen Familien. Um diese Gleichheit zu unterstreichen, wird der Film in Schwarzweiß ausgestrahlt! Wie die Kinder zur Welt kommen und dann „aussortiert“ werden, davon will ich mal gar nicht erst reden – das jagte mir schon einen Schauer über den Rücken.

Die ganze Bandbreite an Emotionen muss Jonas beim Hüter der Erinnerung noch lernen. Und das hat der junge Schauspieler wirklich gut hinbekommen! Er entdeckt die Liebe zu Fiona und zu seinem Zieh-Bruder Gabriel, die erschreckende Kälte zu seinen Zieh-Eltern (Alexander Skarsgård und Katie Holmes) und die fast schon gleichgültig wirkende Vorsitzende des Ältestenrat Meryl Streep, die allerdings nicht sehr viel Auftritte hatte. Jeff Bridges hingegen fand ich hinreißend, wie er den Eigenbrödler mimt, sich um Jonas bemüht, aber auch gleichzeitig Sorge vor den Konsequenzen hat. Denn die ganze Bandbreite an Emotionen ist kaum zu ertragen, wenn man noch so jung und unerfahren ist. Dabei wird dem Jungen Stück für Stück offenbahrt, was ihm eigentlich Zeit seines Lebens entgangen ist. Und während er die Emotionen erkennt und verarbeitet, wird die Welt in seinen Augen bunt!

Der Film berührt und stößt zum Nachdenken an, einzig das Ende finde ich irgendwie nicht so ganz klar. Gibt es vielleicht doch noch eine Fortsetzung? Zur Buchvorlage auf jeden Fall und das Buch ist diese Woche bereits bei mir eingezogen. Ich werde es sicher bald lesen, denn die Geschichte interessiert mich sehr.

Für einen unterhaltsamen TV-Abend kann ich diesem Film gerne 90% geben.

Veröffentlicht am 03.09.16!

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Ein Gedanke zu „Hüter der Erinnerung – The Giver

  1. Huhu Elke, 🙂

    so unterschiedlich sind die Geschmäcker. Ich konnte dem Film leider gar nichts abgewinnen. Vor allem Jeff Bridges fand ich schlecht. Im Original hat er nur vor sich hin genuschelt.
    Freut mich aber, dass du dich gut unterhalten hast!

    Liebe Grüße von Conny 🙂

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