Lois Lowry: Hüter der Erinnerung

Lesezeit: 2 Minuten

3423782250Lois Lowry: Hüter der Erinnerung

Originaltital: The Giver (1993)
übersetzt von Anne Braun
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Seitenanzahl: 256 Seiten
ISBN-10: 3423782250
ISBN-13: 978-3423782258
Dies ist der 1. Teil der The Giver-Reihe.
Hier ist der Film dazu rezensiert.

Inhaltsangabe:

Jonas steht kurz vor der 12. Zeremonie. Genau der Zeremonie, wo er erfahren wird, was sein späterer Beruf sein wird. Denn wie sein Leben ansonsten verlaufen wird, weiß er bereits. Alles hat seine Ordnung, es gibt keine Unwetter, keine Naturkatastrophen, kein Neid, keine Gefühle und keine Farben. Wer seine wahren Eltern sind, weiß er nicht, denn Kinder werden von Leihmüttern geboren. Jeder bekommt das gleiche Essen, die gleichen Häuser und auch die gleichen Fahrräder.

Jonas soll zum „Hüter der Erinnerung“ ausgebildet werden. Zuerst ist er verwirrt, denn diesen Beruf kann er für sich nicht vorstellen. Aber als er bei dem alten Mann in die Ausbildung geht und Gefühle sowie Erinnerungen erlebt, erkennt er, dass seine Welt doch nicht so perfekt ist.

Mein Fazit:

Ich habe ja zuerst den Film dazu gesehen und war von der dystopischen Welt doch recht fasziniert. Dann erfuhr ich, dass es eine Roman-Verfilmung ist und war nicht schlecht erstaunt, wann das Buch dazu erschienen ist. Dies ist also sozusagen die Mutter aller Dystopien (wenn man von George Orwell als Vater ausgeht).

Dem Leser präsentiert sich in einfacher Sprache eine seltsame Welt, die eigentlich an Langeweile kaum zu überbieten wäre, wäre da nicht Jonas, der hinter das Geheimnis dieser Welt kommt. Gefühle spielen in dieser Welt keine Rolle. Jonas kommt mit 12 Jahren in die Pubertät und hat daher seltsame Träume. Als er seiner Mutter davon erzählt, muss er fortan täglich eine Pille nehmen – die Pille, um die Gefühle zu unterdrücken! Sein Leben besteht aus gleichen Tagen, Wochen und Monaten. Jeder in der Gesellschaft hat eine gewisse Aufgabe, von dem Rat bestimmt, die die Menschen jahrelang mit Drohnen beobachten. Und in Zeremonien werden praktisch die Geburtstage gefeiert. Nur das niemand wirklich weiß, wann er geboren und von wem er gezeugt wurde.

Durch den Film war ich ja schon soweit informiert, aber es gibt da doch den einen oder anderen Unterschied. Zwischendurch, weil der Film noch so frisch im Gedächtnis war, gab es dann kleine Längen. Das Ende ist ähnlich wie im Film einfach nur verwirrend und lässt mich mit einigen Fragen zurück. Ansonsten kann man sich trotz der einfachen Sprache und Ausdrucksweise ein gutes Bild machen. Jonas erlebt ein Gefühls-Chaos und es ist nachvollziehbar, wie er sich fühlt und dass er auch durchaus Angst verspürt. Denn er darf mit niemanden darüber reden und doch hat er so viele Fragen.

Die Fortsetzung werde ich auf jeden Fall noch lesen, dieser Band bekommt vier Sterne!

Veröffentlicht am 19.10.16!

image_pdf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld.

*

Ich bin damit einverstanden.