Abbitte

Abbitte (2007)
Originaltitel: Atonement

Regie: Joe Wright
Drehbuch: Christopher Hampton
Produktion: Eric Fellner, Paul Webster, Liza Chasin
Musik: Dario Marianelli
Kamera: Seamus McGarvey
Darsteller: Brenda Blethyn, Romola Garai, Keira Knightley, James McAvoy, Vanessa Redgrave, Saoirse Ronan, u.v.a.
Dauer: 123 Minuten
Romanvorlage: „Abbitte“ von Ian McEwan

Inhaltsangabe:

England 1935: Junge Leute langweilen sich auf dem Land. Allen voran Cecilia Tallis (Keira Knightley) und ihre Geschwister, die von Verwandten Besuch haben, auch von Lola (Juno Temple). Die 13jährige Briony (Saoirse Ronan) hat eine rege Phantasie und schreibt Theaterstücke und Geschichten.

An einem verhängnisvollen nachmittag sieht sie, wie ihre Schwester Cecilia mit dem Gärtner Robbie (James McAvoy) scheinbar flirtet. Später sieht sie die beiden beim Sex. In ihrer Unschuld versteht sie allerdings nicht, was es wirklich bedeutet, das sie ein Liebespaar sind und sich tief miteinander verbunden fühlen. Briony glaubt jedoch, das Robbie ein Triebtäter ist.

Als Briony später bei der Suche nach Kindern sieht, wie Lola scheinbar vergewaltigt wird, bezichtigt sie Robbie der Vergewaltigung, obwohl sie jemand anderes gesehen hat und verändert somit das Leben aller Beteiligten für immer und unwiderruflich.

Mein Fazit:

Ich habe mit einer großen Erwartung den Film gesehen und ich gestehe, sie wurden zum größten Teil nicht enttäuscht. Für mich persönlich war Keira Knightley eine sehr große Überraschung. Sie hat mich mit ihrer Darbietung komplett überzeugt. Die Rolle paßte zu ihr. Auch James McAvoy hat als Robbie Turner glaubhaft seine Rolle ausgefüllt und als Paar konnte man von der ersten Minute an das Knistern spüren.

Durch eine falsche Beschuldigung verändert sich das Leben zweier Menschen, nämlich das von Cecilia und Robbie. Robbie kann die Polizei nicht von seiner Unschuld überzeugen und hat die Wahl zwischen Gefängnis oder Armee (und später Kriegsdienst in Nordfrankreich). Damit nimmt sein Leben eine komplett andere Wendung als er eigentlich vorhatte. Er wollte nämlich noch das Gymnasium absolvieren und danach Medizin studieren. Cecilias Vater wollte ihm das ermöglichen. Cecilia ist wütend auf ihre kleine Schwester und sagt sich von der Familie los. Sie macht eine Ausbildung zur Krankenschwester und arbeitet in London. Einmal kann sie Robbie sehen und beteuert ihm ihre Liebe und das sie auf ihn warten würde.

Vor diesem Hintergrund nimmt das Schicksal dieser zwei Menschen ihren Lauf, das eigentlich ganz anders ausgehen sollte. Briony, inzwischen selbst erwachsen, plagt sich mit der Schuld herum. Und dann kommt der Schock am Ende – und das verrate ich nicht! Selbst sehen, denn es ist auch für mich unerwartet gewesen.

Mich hat der Film sehr berührt. Es gab Stellen, die meines Erachtens nicht notwendig waren, um zu verdeutlichen, wie verkorkst das Leben nach dieser Lüge waren. Aber der Film wirkt authentisch und glaubhaft. Die Kulisse und die blutigen Schauplätze des Krieges unterstreichen das und man möchte am liebsten wegsehen.

Für die interessante Geschichte und einer starken Keira Knightley gibt es von mir 90%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 05.02.2009.

Veröffentlicht am 14.12.16!

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2 Gedanken zu „Abbitte

  1. Huhu Elke,

    irgendwie konnte ich mit dem Film nie viel anfangen, leider. Von mir hätte er höchstens 65 Prozent bekommen.
    Aber grad ist mir in deiner Darstellerriege Saoirse Ronan ins Auge gesprungen. Die find ich toll, ich wusste gar nicht, dass sie hier mitspielt. Man lernt nie aus 🙂

    Liebe Grüße von Conny ♥

  2. Hallo Conny, vielen Dank für Deinen Kommentar! Ich fand ihn sehr ansprechend, das Schauspiel war schon toll. Ich hoffe, ich kann bald das Buch zu lesen 🙂 Liebe Grüße, Elke.

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