Jenseits von Afrika

Lesezeit: 3 Minuten

Jenseits von Afrika (1985)
Originaltitel: Out of Africa

Regie: Sydney Pollack
Drehbuch: Kurt Luedtke
Produktion: Sydney Pollack, Kim Jorgensen, Anna Cataldi
Musik: John Barry
Kamera: David Watkin
Darsteller: Meryl Streep, Malick Bowens, Klaus Maria Brandauer, Robert Redford, Michael Kitchen, Joseph Thiaka, u.v.a.
Dauer: 161 Minuten
Romanvorlage: „Jenseits von Afrika“ von Tania oder Karen Blixen

Inhaltsangabe:

Die Dänin Karen Dinesen (Meryl Streep) heiratet Baron Bror Blixen-Finecke (Klaus Maria Brandauer) und geht mit ihm nach Afrika, um eine Kaffee-Plantage aufzubauen. Die Ehe war eher zweckmäßig, er gab ihr den Namen und Titel und sie hatte das Geld.

Doch die Ehe steht unter keinem guten Stern. Der Baron glänzt mehr durch Abwesendheit und Untreue und sie stürzt sich in die Arbeit. Während dessen lernt sie den Safari-Jäger Denys Finch Hatton (Robert Redford) kennen. Sie ist anfangs noch an ihr Treuegelöbnis gebunden, dennoch übt er durch seine freie und unkomplizierte Art eine gewisse Anziehung auf sie aus.

Als sie nach einer schweren Erkrankung aus Dänemark zurückkehrt und ihren Mann bittet, von der Farm wegzuziehen, konzentriert sie sich voll und ganz auf die Arbeit und lernt näher Denys kennen. Sie verlieben sich ineinander und verleben eine schöne gemeinsame Zeit.

Doch auch diese Liebe steht unter keinem guten Stern, denn er kommt und geht, wann es ihm beliebt und verletzt Karen damit zusehends. Immer mehr und mehr gerät die Beziehung in eine Krise, bis sie auch mit der Farm am Ende ist.

Mein Fazit:

Dies ist ein Film, der durch seine wunderschönen Bilder und die tragische Liebesgeschichte glänzt. Nicht umsonst ist er mit sieben Oscars ausgezeichnet worden, und das sogar zurecht.

Meryl Streep spielt glänzend die Rolle der Dänin Karen Blixen, die in Kenia auch Tanya genannt wird. Sie hat die Sehnsucht nach einem Heim, einem liebevollen Ehemann und dem Gefühl, etwas Großartiges tun zu müssen. Obwohl sie ihren Mann nicht liebt, heiratet sie ihn in dem Glauben, das er all das erfüllen kann. Doch sie wird enttäuscht. Dennoch kämpft sie weiter um ihr Leben, um Unabhängigkeit, die Menschen auf der Farm und letztendlich um die Liebe. Denys Finch Hatton, grandios gespielt von Robert Redford, ist ein Safari-Jäger, lebt mit Haut und Haar in der Natur, respektiert die Menschen und die Tiere. Er kann selten länger als ein paar Tage an einem Fleck sein und ist gelegentlich undurchsichtig und geheimnisvoll. Er liebt Karen und versucht auf seine Art, sie glücklich zu machen. Aber was sie braucht, kann er ihr nicht geben.

Dieses Paar steht im Mittelpunkt der Geschichte. Beide haben ihr Rollen toll gespielt, natürlich, scheinbar selbstverständlich und überzeugend. Es gab keine Minute, wo ich ihre Glaubwürdigkeit anzweifeln konnte. Aber auch alle anderen Darsteller, Klaus Maria Brandauer als ihr Ehemann oder auch die afrikanischen Einwohner, allesamt toll.

Sydney Pollack hat einige atemberaubende Bilder vom wilden Afrika gemacht. Es zeigte sich von seiner wilden, aber auch schönen und eindrucksvollen Seite. Und dann im Vordergrund die Liebesgeschichte macht den Film zu einem wahren Film-Erlebnis. Nur gelegentlich hatte es ein paar klitzekleine Längen. Aber das merkt man kaum.

Insgesamt gesehen ist mir der Film 90% wert und ich würde ihn jederzeit wiedersehen.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 04.04.2010.

Veröffentlicht am 21.12.16!

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