The Libertine – Sex, Drugs & Rococo

Lesezeit: 2 Minuten

The Libertine – Sex, Drugs & Rococo (2004)
Originaltitel: The Libertine

Regie: Laurence Dunmore
Drehbuch: Stephen Jeffreys
Produktion: John Malkovich, Ralph Kamp, Mairi Bett
Musik: Michael Nyman
Kamera: Alexander Melman
Darsteller: Johnny Depp, Paul Ritter, John Malkovich, Francesca Annis, Johnny Depp, Samantha Morton, u.v.a.
Dauer: 114 Minuten

Inhaltsangabe:

London, Mitte des 17. Jahrhundert: König Charles II (John Malkovich) ist politisch in einer Zwickmühle. Um den französischen Kollegen milde zu stimmen, holt er den Zyniker und Trunkenbold Graf von Rochester (Johnny Depp) an den Hof. Dieser soll ihm mit seiner Poesie ein Stück schreiben.

Graf John von Rochester ist zwar verheiratet, lässt aber keinen Weiberrock ungelüftet. Sein ständiger Begleiter, der Wein, lässt seine Zunge zynisch zu allem die Wahrheit verbreiten, was bei den wenigsten auf Gegenliebe stößt. Ein Stück kann er derzeit nicht schreiben und besucht so mit seinen befreundeten Spiel-Partners das Theater.

Dort sieht er auf der Bühne Lizzi Barry (Samantha Morton) spielen. Sofort ist er von ihr angetan und unterrichtet sie in der Schauspielkunst, um ihr zu dem verhelfen, was sie will – zur glänzenden Karriere als Theater-Schauspielerin. Während er eine leidenschaftliche Affäre mit ihr unterhält, schreibt er das gewünschte Stück für den König.

Doch die Uraufführung geht gründlich -und im wahrsten Sinne des Wortes- in die Hose. John Rochester flüchtet ins Landesinnere. Aber er hat nicht nur mit dem König ein Problem. Auch die Syphillis peinigt ihn. Sein Leben nimmt einen verhängnisvollen Lauf …

Mein Fazit:

Johnny Depp bleibt sich selbst treu. Seine Liebe zu außergewöhnlichen Rollen hat er auch wieder in diesem Film bewiesen. So stellt er in „The Libertine“ einen zynischen Trunkenbold dar, der den Frauen und der Poesie verfallen ist und dem eigentlich alles andere vollkommen egal ist. Und so redet er auch -frei nach Schnauze- mit dem König, der einzig sein begnadetes Talent zu schätzen weiß und die Beliebtheit vom Volk.

Der Film gehört nicht in die Mainstream-Kategorie und ist demnach auch nicht jeder Manns Geschmack. Meinen Geschmack hat er auch nicht getroffen. Die vulgäre Aussprache und die eigentlich eher dahinplätschernde Geschichte hat mich einige Momente überlegen lassen, den Film abzustellen. Erst, als Johnny Depp’s Können wirklich zur Geltung kam, wollte ich auch weitersehen.

Die Dialoge sind tiefgründig und auch gelegentlich schwer zu versehen (zumindest war mein Eindruck so). Die Kulisse und die Ausstattung sind zwar glaubwürdig, aber fast schon spärlich gehalten, so das das Augenmerk auf die Personen zu richten sind. Und diese haben alle ihre glaubwürdige Leistung abgeliefert. Aber nichts ist in irgendeiner Weise harmonisch, nur einmal hat der Film mich wirklich berührt und das war am Schluss, als Rocherster seiner Geliebten gestand, was er für sie empfand (und ihre Reaktion darauf).

Alles in allem muss ich jedoch sagen, das ich mir diesen Film wohl kein weiteres Mal ansehen werde. Aufgrund der außergewöhnlichen Geschichte und der begnadeten Schauspielkunst von Johnny Depp gebe ich ihm 80%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 29.09.2009.

Veröffentlicht am 11.01.17!

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