The Libertine – Sex, Drugs & Rococo

The Libertine (2004) Biography, Drama, History | 1h 54min | 18 November 2005 (UK) 6.3
Director: Laurence DunmoreWriters: Stephen JeffreysStars: Johnny Depp, Samantha Morton, John MalkovichSummary: In 1660, with the return of Charles II to the English throne, theater, the visual arts, science and sexual promiscuity flourish. Thirteen years later, in the midst of political and economical problems, Charles II orders the return of his friend John Wilmot, aka the second Earl of Rochester, from exile back to London. John is a morally-corrupt drunkard and a debauched, cynical poet. When the King asks John to prepare a play for the French ambassador so as to please him, John meets the aspiring actress Elizabeth Barry in the playhouse and decides to make her into a great star. He falls in love with her and she becomes his mistress. During the presentation to the King and the French ambassador, John falls into disgrace with the court. When he is thirty-three years old and dying of syphilis and alcoholism, he converts to being a religious man. Written by Claudio Carvalho, Rio de Janeiro, Brazil

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Inhaltsangabe:

London, Mitte des 17. Jahrhundert: König Charles II (John Malkovich) ist politisch in einer Zwickmühle. Um den französischen Kollegen milde zu stimmen, holt er den Zyniker und Trunkenbold Graf von Rochester (Johnny Depp) an den Hof. Dieser soll ihm mit seiner Poesie ein Stück schreiben.

Graf John von Rochester ist zwar verheiratet, lässt aber keinen Weiberrock ungelüftet. Sein ständiger Begleiter, der Wein, lässt seine Zunge zynisch zu allem die Wahrheit verbreiten, was bei den wenigsten auf Gegenliebe stößt. Ein Stück kann er derzeit nicht schreiben und besucht so mit seinen befreundeten Spiel-Partners das Theater.

Dort sieht er auf der Bühne Lizzi Barry (Samantha Morton) spielen. Sofort ist er von ihr angetan und unterrichtet sie in der Schauspielkunst, um ihr zu dem verhelfen, was sie will – zur glänzenden Karriere als Theater-Schauspielerin. Während er eine leidenschaftliche Affäre mit ihr unterhält, schreibt er das gewünschte Stück für den König.

Doch die Uraufführung geht gründlich -und im wahrsten Sinne des Wortes- in die Hose. John Rochester flüchtet ins Landesinnere. Aber er hat nicht nur mit dem König ein Problem. Auch die Syphillis peinigt ihn. Sein Leben nimmt einen verhängnisvollen Lauf …

Mein Fazit:

Johnny Depp bleibt sich selbst treu. Seine Liebe zu außergewöhnlichen Rollen hat er auch wieder in diesem Film bewiesen. So stellt er in „The Libertine“ einen zynischen Trunkenbold dar, der den Frauen und der Poesie verfallen ist und dem eigentlich alles andere vollkommen egal ist. Und so redet er auch -frei nach Schnauze- mit dem König, der einzig sein begnadetes Talent zu schätzen weiß und die Beliebtheit vom Volk.

Der Film gehört nicht in die Mainstream-Kategorie und ist demnach auch nicht jeder Manns Geschmack. Meinen Geschmack hat er auch nicht getroffen. Die vulgäre Aussprache und die eigentlich eher dahinplätschernde Geschichte hat mich einige Momente überlegen lassen, den Film abzustellen. Erst, als Johnny Depp’s Können wirklich zur Geltung kam, wollte ich auch weitersehen.

Die Dialoge sind tiefgründig und auch gelegentlich schwer zu versehen (zumindest war mein Eindruck so). Die Kulisse und die Ausstattung sind zwar glaubwürdig, aber fast schon spärlich gehalten, so das das Augenmerk auf die Personen zu richten sind. Und diese haben alle ihre glaubwürdige Leistung abgeliefert. Aber nichts ist in irgendeiner Weise harmonisch, nur einmal hat der Film mich wirklich berührt und das war am Schluss, als Rocherster seiner Geliebten gestand, was er für sie empfand (und ihre Reaktion darauf).

Alles in allem muss ich jedoch sagen, das ich mir diesen Film wohl kein weiteres Mal ansehen werde. Aufgrund der außergewöhnlichen Geschichte und der begnadeten Schauspielkunst von Johnny Depp gebe ich ihm 80%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 29.09.2009.

Veröffentlicht am 11.01.17!

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