Florian C. Booktian: Auseinandergelebt

Florian C. Booktian: Auseinandergelebt

erschienen 2016
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Seitenanzahl: 314 Seiten
ISBN-10: 1541141970
ISBN-13: 978-1541141971

Inhaltsangabe:

Leon Jook ist seit dem plötzlichen Tod seiner Mutter völlig aus dem Tritt. Mit seinem besten Freund Otis hat er im großen Stil eine Schwarzbrennerei aufgezogen, doch es flog auf und Otis bekam eine Haftstrafe. Carina, Leons große Liebe, hat viele finanzielle Opfer gebracht, um sich und Leon irgendwie durchzubringen. Und dann scheint Leon den Kopf immer irgendwie in den Wolken zu haben.

Dann passiert das, was sich lange ankündigte: Carina setzt Leon die Pistole auf die Brust, denn sie macht ihm klar, dass sie so nicht mehr weitermachen kann. Er setzt alles daran, um ihr zu beweisen, dass er sie wirklich liebt. Doch kaum hat er die erste Prüfung bestanden, wird sein Leben auf den Kopf gestellt.

Am nächsten Morgen erscheint ihm Carina wie tod, zwei falsche Polizisten durchsuchen die Wohnung und machen alles zu Kleinholz und ein Kredithai wartet ebenso auf sein Geld wie die Bank, denn das Haus, in dem sie wohnen und welches Carina gehört, steht kurz vor der Zwangsversteigerung. Wie gut, das just an diesem Tag Otis aus dem Gefängnis entlassen wird und er als erstes seinen besten Freund aufsucht …

Mein Fazit:

Der Autor Florian C. Booktian hat mir das Buch angetragen. Ja, der Plott wirkte auf mich ansprechend, nur das Cover wollte irgendwie nicht so richtig dazu passen. Ich sagte dennoch zu, das Buch zu lesen und bedanke mich ganz herzlich für das Rezie-Exemplar.

Der Anfang ist dann auch ein bisschen anders, als ich erwartete – nach der Kurzbeschreibung. Es wurde traurig und ich fand es schon sehr berührend geschrieben. Die Stelle ist dem Autor sehr gut gelungen, auch wenn die Protagonisten für mich noch ein kleines bisschen wie Fremde blieben. Doch dann kommt ein Schnitt: Zehn Jahre später!

Leon scheint irgendwie das Pech ansich zu ziehen. Er gerät in ein geheimes Versteck für Wein, wird von zwielichtigen Jugendlichen überfallen und ausgeraubt und entkommt nur knapp einem Feuer. Und dann setzt ihm seine Freundin Carina die Pistole auf die Brust. Eine 24stündige Odyssee beginnt für Leon, in Begleitung seines Freundes Otis, der irgendwie auch nicht wirklich vernünftiger scheint. Doch die Vernachlässigung, die sich Leon in den letzten zehn Jahren geleistet hat, wird immer mehr und mehr offenbahr.

Bei dem lockeren Schreibstil ahnte ich, was noch auf mich zukommen würde. Eine Geschichte, die skuril und ziemlich verrückt klingt. Was in diesem kleinen Städtchen Endersbach nicht alles passieren kann und da gibt es sogar einen Leuchtturm, der später dann auch noch eine Rolle spielt! Man höre und staune. Der Autor schreibt im Nachwort, dass man sicher nicht alles ernst nehmen muss und die Unterhaltung im Vordergrund steht. Und das kann ich auch voll und ganz unterschreiben.

Drei Handlungsstränge kreuzen einander immer wieder und machen das Bild eines chaotischen Tages perfekt. Das eine oder andere kann man natürlich mit Stirnrunzeln betrachten, insgesamt ist dem Autor aber durchaus eine komplizierte Handlung gelungen, die insich schlüssig ist und Unterhaltung bietet. Und bis auf die Bösewichte werden einem die Figuren mit der Zeit auch recht sympathisch. Leon am meisten, denn er ist die Person mit der geringsten kriminellen Energie!

Kurzweilige, aber eine sehr amüsante Geschichte, das bietet das Buch und daher gibt es von mir vier Sterne.

Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

Veröffentlicht am 15.01.17!

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