Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street

Lesezeit: 3 Minuten

Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street (2007)
Originaltitel: Sweeney Todd – The Damon Barber of Fleet Street

Regie: Tim Burton
Drehbuch: John Logan
Produktion: Laurie MacDonald, Richard D. Zanuck, Katterli Frauenfelder
Musik: Stephen Sondheim
Kamera: Dariusz Wolski
Darsteller: Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Alan Rickman, Sacha Baron Cohen, Jamie Campbell Bower, Timothy Spall, u.v.a.
Dauer: 1:56 Stunden
Romanvorlage: Vorlage nicht bekannt

Inhaltsangabe:

Sweeney Todd (Johnny Depp) kommt nach 15 Jahren Gefangenschaft ins trübe und vernebelte London zurück. Sein Weg führt direkt zur Fleet Street, wo er einst als Benjamin Barker in einem kleinen Dachzimmer mit seiner Frau Lucy (Laura Michelle Kelly) und Töchterchen Johanna lebte und als Barbier arbeitete. Doch Richter Turpin (Alan Rickman) hatte einst ein Auge auf Lucy und Johanna geworfen und somit wurde Benjamin Barker für 15 Jahre unschuldig in die Gefangenschaft geschickt.

Sweeney Todd ist verbittert und sinnt nach Rache. Mrs. Lovett (Helena Bonham Carter), Witwe und erfolglose Fleischpasteten-Bäckerin, gibt ihm das Dachzimmer zurück und unterstützt ihn bei der Rache. Als Sweeney von einem früheren Konkurrenten erkannt wird und daraufhin erpresst werden soll, schneidet er ihm im Affekt die Kehle durch. Als er Richter Turpin von seinem Barbierstuhl auch noch entwischen läßt, beginnt eine ungewöhnliche Mordserie und für Mrs. Lovett einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung. Das neue Rezept ihrer Fleischpasteten kommt bei den Kunden sehr gut an und das Geschäft brummt.

Aber es steigt ein ungewöhnlicher Geruch aus dem Kamin auf und die Leute beginnen zu reden. Schließlich werden die Behörden aufmerksam und eine Verkettung unglücklicher Zufälle löst eine Katastrophe aus.

Mein Fazit: Ein Tim Burton-Film der besonderen Art!

Dieser Film ist ungewöhnlich schwierig einzuordnen. Ist ein Horror-Musical? Oder doch eher eine Horror-Komödie? Soviel steht für mich schon mal fest: Da wird eindeutig zuviel gesungen. Ich hätte mir gewünscht, das mehr Sprach-Dialoge vorhanden gewesen wären. Es war zudem auch anstengend, da die Gesangs-Texte nicht ins Deutsche übersetzt wurden und somit der deutsche Untertitel das Film-Vergnügen ein wenig geschmälert hat.
Ebenso ist uns aufgefallen, das die Musik ziemlich gleichförmig war. Es gab keine Unterschiede in den Stücken, wenn überhaupt dann sehr minimale! Auch das empfinden wir als sehr schade, denn die Texte und die Handlung hätte durchaus anders präsentiert werden können!

Johnny Depp und Helena Bonham Carter spielen ein tolles Duo. Vor allen Dingen Helena Bonham Carter, die in Sweeney Todd den idealen Gatten für sich sieht und ihn immer wieder umgarnt. Aber er ist stumpf gegenüber ihren Werbungs-Versuchen, so sehr ist er mit seiner Rache beschäftigt.
Johnny Depp selbst überzeugt auch mit seiner Stimme, aber er sollte besser in Zukunft wieder auf seine herkömmliche Art und Weise schauspielern, im normalen Dialog. Es ist eine interessante Erfahrung, ihn singen zu sehen, aber man muss es nicht vertiefen.

Insgesamt gesehen hat Tim Burton dem Film einen schrägen Touch verpaßt, wie er es immer tut. Aber es war nicht sein bestes Werk, das möchte ich betonen. Und wer es nicht so blutig mag, sollte auf diesen Film eher verzichten. Auch wenn es zeitweilig wie eine Parodie wirkt, so ist er letztendlich nichts für schwache Nerven.

70% von mir!

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 09.03.2008.

Veröffentlicht am 20.01.17!

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