Shutter Island

Lesezeit: 2 Minuten

Shutter Island (2010)

 

Regie: Martin Scorsese
Drehbuch: Laeta Kalogridis
Produktion: Chris Brigham, Brad Fischer, Martin Scorsese
Musik: Keine Angabe
Kamera: Robert Richardson
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Ben Kingsley, Mark Ruffalo, Emily Mortimer, Max von Sydow, Michelle Williams, u.v.a.
Dauer: 138 Minuten
Romanvorlage: „Shutter Island“ von Dennis Lehane

Inhaltsangabe:

Amerika 1954: Der U.S. Marshal Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) wird zusammen mit seinem Kollegen Chuck Aule (Mark Ruffalo) nach Shutter Island geschickt. Auf dieser Insel werden verurteilte psychisch-kranke Schwerverbrecher behandelt bzw. inhaftiert. Und eine Patientin ist spurlos verschwunden.

Daniels merkt sehr schnell, das es dort nicht mit rechten Dingen zugeht. Zudem hat er noch mit seinen eigenen Traumata, schreckliche Kriegserlebnisse und der Verlust seiner Frau durch ein Feuer, zu kämpfen und die Atmosphäre verstärkt seine Probleme noch.

Einige Patienten und auch seine Frau in seinen Träumen geben ihm den Hinweis, so schnell wie möglich zu fliehen, doch je länger er sich dort aufhält, desto mehr wird er vom Sog aus Spekulationen, Geheimnissen und vagen Andeutungen angezogen. Und bald erkennt auch er nicht mehr seine eigene Realität.

Mein Fazit:

Martin Scorsese’s Werk um Realitätsverlust, Tramatas und Kampf um Wahrheit ist ein wahres Feuerwerk an Spannung und Nervenkitzel.

Daniels, wieder mal grandios gespielt von Leonardo DiCaprio, erklärt schon gleich zu Anfang seinem Kollegen, das seine Frau verstorben ist. Ebenso erkennt der Zuschauer an kurzen Rückblicken, das er bei der Befreiung der Juden in Dachau dabei war und ihm den Anblick der vielen Toten und ausgemergelten Menschen mehr als nur erschreckt hat. Im weiteren Verlauf des Films wird klar, das er aufgrund seiner Kriegs-Erfahrungen zu trinken begonnen hat.
Leonardo hat wieder einmal unter Beweis gestellt, wieviel in ihm steckt. Nicht eine Sekunde hatten wir das Gefühl, er würde von der Figur abweichen. Vom Scheitel bis zur Sohle war er Teddy Daniels, als ob er es höchstpersönlich wäre. Intensiv und überzeugend und ohne irgendwelche Patzer.

Die Atmosphäre auf Shutter Island ist von Anfang an düster und mysteriös. Man spürt zum Greifen nah die Geheimnisse um diese Insel, von der es kein Entkommen gibt. Die Ärzte und Pfleger, allen voran Dr. Cawley (Ben Kingsley) sind betont liebenswürdig, doch genau darin liegt die Gefahr: Er klingt glaubhaft, aber hat er nicht doch etwas zu verbergen?

Der Film bietet dem Zuschauer zwei Versionen der Geschichte und somit auch viel Stoff für Diskussionen. Insgesamt gesehen haben wir zwei Stunden vor dem Fernseher gesessen und teilweise konnten wir vor Spannung nicht atmen. Selten hat uns ein Film so gefesselt und die musikalische Untermalung und die grandiose Darstellung runden das Bild von einem spannenden Thriller ab, von mir gibt es dafür 100%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 21.12.2010.

Veröffentlicht am 10.03.17!

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