Friedrich Dürrenmatt: Der Richter und sein Henker

Friedrich Dürrenmatt: Der Richter und sein Henker

erschienen 1952
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Seitenanzahl: 128 Seiten
ISBN-10: 3499101505
ISBN-13: 978-3499101502
Dies ist der 1. Teil der Kommissär Bärlach-Reihe.

Inhaltsangabe:

Im November 1948 wird Ulrich Schmied, Polizeileutnant von Bern, tod in einem Wagen aufgefunden. Kommiär Bärlach, alt und magenkrank, soll sich den Ermittlungen annehmen. Hilfe holt er sich von Tschanz, einem jungen aufstrebenden Kriminalisten. Erste Verdachts-Momente hält Bärlach für sich.

Wie sich herausstellt, hat Schmied in seiner privaten Zeit inkognito ermittelt, und zwar beim mysteriösen Industriellen Gastmann, der regelmäßig in seinem Haus illustre Gesellschaften gibt. Doch Gastmann ist ein alter Bekannter von Bärlach und sie haben einander ebenso eine Rechnung offen.

Geschickt lenkt Kommissär Bärlich den wahren Mörder Schmieds in eine Falle …

Mein Fazit:

Ich habe dieses Buch seit 2009 im Regal stehen, weil mein Großer es damals in der Schule lesen musste und ich das Buch danach auch mal lesen wollte. Ich war einfach neugierig, was der große Literatur-Kritiker Marcel Reich-Ranicki so toll fand und hoch lobte.

Nun, sprachlich fällt der kurze Roman gleich auf. Friedrich Dürrenmatt war Schweizer und dieser Roman entstand in der Nachkriegszeit. Und so ist die Ausdrucksweise deutlich gehobener und geschliffener. Die verschachtelten Sätze machten mir zuweilen Probleme und die vielen Dorfnamen, die auftauchten, perlten ohne Regung an mir ab. Auch bei den vielen Personen, die immer wieder mal kurz auftauchten, verlor ich schon mal kurz den Überblick.

Der Verlauf der Geschichte ist jedoch durchaus bemerkenswert. Bärlach, ein alter Hase, der eher nach eigenen Instinkten ermittelt als Protokolle zu lesen oder gar die Leiche im Leichenschauhaus zu besuchen, zeigt hier eine grandiose Auffassungsgabe und Kombinationsfähigkeit. Auf den Mörder wäre ich wahrlich nicht gekommen, dafür fehlten mir von Anfang an einige Informationen, die erst am Ende zu Tage kommen.

Sehr unterhaltsam entwickelt sich die Geschichte und man bekommt fast das diebische Vergnügen selbst zu spüren, welches Bärlach letztendlich empfindet, als er den wahren Mörder stellt und konfrontiert. Sehr geschickt sind hier die Fäden zusammen gezogen.

Wie jedoch schon erwähnt, waren für mich die verschachtelten Sätze gelegentlich schwierig zu lesen, daher gibt es auch nur vier Sterne. Ansonsten ist der Kurz-Krimi wirklich ein Klassiker und den zweiten Fall werde ich demnächst auch noch lesen.

Veröffentlicht am 26.03.17!

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