Another Me – Mein zweites Ich

Lesezeit: 3 Minuten

Another Me – Mein zweites Ich (2013)
Originaltitel: Another Me

Regie: Isabel Coixet
Drehbuch: Isabel Coixet
Produktion: Cathy MacPhail, Steve Milne, Keith Potter, u.v.a.
Musik: Michael Price
Kamera: Jean-Claude Larrieu
Darsteller: Sophie Turner, Gregg Sulkin, Jonathan Rhys Meyers, Claire Forlani, Rhys Ifans, Ivana Baquero, u.v.a.
Dauer: 86 Minuten

Inhaltsangabe:

Fay (Sophie Turner) hat es gerade nicht leicht im Leben. Ihr Vater Don (Rhys Ifans) ist schwer an MS erkrankt und die Mutter Ann (Claire Forlani) vertreibt sich ihre Sorgen in einer Affäre mit Fays Englisch-Lehrer John (Jonathan Rhys Meyers).

Und dann passieren seltsame Dinge: Sie wird immer wieder darauf angesprochen, irgendwo gewesen zu sein, wo sie nicht wirklich war. Auch fühlt Fay sich verfolgt und glaubt, eine missgünstige Mitschülerin würde ihr nachstellen. Kaum jemand glaubt ihr.

Aber dann erzählt Ann ihr eine unfassbare Geschichte und da kommt Fay ein ziemlich schräger Verdacht …

Mein Fazit:

Als wir beratschlagten, was wir uns im TV ansehen wollten, kam uns dieser Film ganz gelegen. Zwar gehört es nicht unbedingt zu meinem bevorzugten Genre, aber hin und wieder lasse ich mich auf einen gewissen Nervenkitzel ein.

Da ist also Fay (toll gespielt von Sophie Turner/ Game of Thrones), mitten in der Pubertät und eigentlich auch ohne äußere Einflüsse schon ziemlich durcheinander. Doch dann erkrankt ihr Vater plötzlich an MS und die Mutter, fortan in der Rolle des Ernährers, flüchtet sich in eine Affäre. Für Fay ist dies schon ziemlich unerträglich und sie zieht sich oft zurück, um in irgendeiner Weise damit klar zu kommen. Ihr liebstes Hobby ist Fotografieren.

Und dann geht der ganze Spuk noch weiter: Plötzlich hat sie das Gefühl, auf dem Weg von der Schule nach Hause verfolgt zu werden. Offenbar gibt es auch noch eine Doppelgängerin, denn sie wird angesprochen, an Orten gewesen zu sein, wo sie tatsächlich nicht wahr. Nur zögerlich vertraut sie sich ihren Eltern an. Und ihrem ersten Freund kann sie ebenfalls kaum davon berichten. Sie glaubt, es ist eine missgünstige Mitschülerin, weil sie in der Theater AG die Hauptrolle in einem Stück bekommen hat. Und sie erntet nur Verständnislosigkeit von allen Seiten …

Ja, die Story hat was. Die Geschichte spielt irgendwo an der englischen Küste in einem sogenannten Plattenbau. Die Familie ist nicht reich und die Mutter ist durch die Erkrankung des Mannes doppelt gestresst. Zum Vater hat Fay eine gute Beziehung, zur Mutter eher weniger, zumal Ann ihre Affäre nicht wirklich diskret behandelt (die Schäferstündchen finden im Auto auf dem Parkplatz vor dem Plattenbau statt). Sophie Turner wirkt in der Tat sehr jugendlich und kommt glaubhaft als Teenager gut rüber. An ihren schauspielerischen Fähigkeiten gibt es keinen Zweifel: Die Rolle der Fay hat sie komplett ausgefüllt und authentisch gespielt. Schon ziemlich bald habe ich nicht mehr Sansa Stark in ihr gesehen.

Die Grundstory finde ich interessant, das Ende jedoch konnte mich kaum überzeugen. Es wirkte platt und unglaubwürdig. Die inkonsequente Durchführung der Geschehnisse machen den Film fast kaputt. Schade, dabei überzeugt das Werk durch eine dichte Atmosphäre und tollen Schauspielern. Was zu 90% des Film authentisch war, wurde dann am Ende durch eine mystische Komponente zerstört.

Insgesamt gesehen war schon ein gewisser Nervenkitzel da, aber durch das enttäuschende Ende bekommt der Film nur 70%.

Veröffentlicht am 03.04.17!

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