Babel

Babel (2006)

 

Regie: Alejandro González Iñárritu
Drehbuch: Alejandro González Iñárritu, Guillermo Arriaga
Produktion: Alejandro González Iñárritu, Jon Kilik, Steve Golin
Musik: Gustavo Santaolalla
Kamera: Rodrigo Prieto
Darsteller: Brad Pitt, Cate Blanchett, Gael García Bernal, Jamie McBride, Kôji Yakusho, Lynsey Beauchamp, u.v.a.
Dauer: 143 Minuten

Inhaltsangabe:

Richard (Brad Pitt) und Susan (Cate Blanchett) machen gerade in Marokko Urlaub, um über einen schweren Verlust hinweg zu kommen. Zuhause passt die mexikanische Haushälterin Amelia (Adriana Barraza) auf die Kinder Mike (Nathan Gamble) und Debbie (Elle Fanning) auf.

Aus einem Hinterhalt wird Susan plötzlich angeschossen. Richard versucht Hilfe für seine Frau zu bekommen, doch mitten in der marokkanischen Wüste ist es sehr schwer, überhaupt einen Krankenwagen zu rufen. Während er verzweifelt um das Leben seiner Frau kämpft, werden Ereignisse in Gang gesetzt, die auf drei Kontinenten Auswirkungen haben und nicht mehr rückgängig gemacht werden können.

Mein Fazit:

Die Inhaltsangabe ist im Vergleich zur Länge des Films (ca. 143 Minuten) recht kurz. Das liegt daran, weil in vier Episoden Geschichten erzählt werden, die alle in irgendeiner Form mit diesem Schuss zu tun haben. Der Schuss, den zwei Jungen beim Ziegen-Hüten abgeben und nicht an die Folgen oder Konsequenzen ihres Handelns denken.

Ich habe mir von diesem Film sehr viel versprochen. Hoch gelobt und sehr gut in der TV-Zeitschrift bewertet, so dachte ich mir, schaue ich mir das mal an. Allerdings bin ich ziemlich enttäuscht worden.

Die vier Episoden in diesem Film spielen auf drei verschiedenen Kontinenten. Afrika: Die Geschichte der zwei Jungen, die durch den Schuß diese ganze Kette auslösen. Das Paar Susan und Richard macht Urlaub, während einer Busfahrt wird sie völlig aus heiterem Himmel angeschossen. USA: Die Haushälterin Amelia will unbedingt zur Hochzeit ihres Sohnes nach Mexiko. Allerdings findet sie keine Betreuung für ihre Schützlinge und muss sie mitnehmen. Japan: Ein junges taubstummes Mädchen trauert um die Mutter und der Vater bemüht sich mehr schlecht als recht um sie. Sie fühlt sich völlig allein gelassen und missdeutet verschiedene Gesten als Zuneigung. Ihre Frustration wächst und wächst!

Alle vier Episoden sind durch diesen einen Schuss miteinander verbunden und dadurch verändert sich das Leben der Protagonisten, allerding nicht unmittelbar. Dem Zuschauer wird es erst zum Ende hin deutlich, da die Geschichten nicht parallel, sondern zeitlich versetzt erzählt werden. Zwischen den Geschichten liegen also mitunter ein paar Tage, trotzdem ist die Verbindung vorhanden.

Der Regisseur hat sich bei dem Titel natürlich was dabei gedacht und wollte die verschiedenen Sprachen hervor heben (Bezug zur Geschichte zum Turmbau zu Babel). Das ist dem Regisseur durchaus gelungen – aber bei mir löst es eher Ärgernis aus. Die Geschichten sind ja eh schon verwirrend, so dass man dem Film konzentriert folgen muss, um alles zu verstehen. Und dann wurden die vielen Dialoge eben auch noch in Originalsprache gesprochen und mit deutschen Untertiteln versehen. Es mag Menschen geben, die das nichts ausmacht. Aber bei mir ist es leider nicht so. Mir macht es sehr wohl was aus, denn beim Lesen der Texte werde ich vom Film ziemlich abgelenkt und kann das visuelle mit dem akkustischen nicht immer gut verknüpfen. Wenn ich ehrlich bin, hat mir gerade das den Film so ziemlich verhagelt.

Die Geschichten selbst sind voller Tragik und Dramatik und die Akteure haben in ihren Szenen durchaus überzeugend agiert. Wäre alles in einer Sprache (vielleicht noch mit Akzent) gewesen, hätte ich dem Werk 90% gegeben, aber so vergebe ich nur 60%.

Veröffentlicht am 10.04.17!

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2 Gedanken zu „Babel

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