Rick Yancey: Der letzte Stern

Lesezeit: 3 Minuten

Rick Yancey: Der letzte Stern

Originaltitel: The Last Star (2015)
übersetzt von Thomas Bauer
Verlag: Goldmann Verlag
Seitenanzahl: 384 Seiten
ISBN-10: 3442313368
ISBN-13: 978-3442313365
Dies ist der 3. Teil der Die 5. Welle-Reihe.

Inhaltsangabe:

Sie haben sich über den restlichen Winter in einem sicheren Haus verschanzt mit genug Essens- und Waffenvorräten, Cassie und ihre kleine Gruppe von Überlebenden, die die Anderen bislang nicht wirklich erwischen konnten. Evan Walker, der sowohl Mensch als auch Anderer ist, weiß, dass die Zeit abläuft. Im Frühling bei der Tag-Nacht-Gleiche werden Bomben fallen, auf alle Städte der Welt, um auch ja dem Rest der Menschheit den Garaus zu machen.

Ringer wurde von den Anderen in die Freiheit gelassen, gefolgt von einem treuen Soldaten, um Evan zu töten, denn sein System ist aus irgendeinem Grund kaputt gegangen. Und tatsächlich findet Ringer ihre übrig gebliebene Einheit 53 in dem sicheren Haus. Doch dann müssen Entscheidungen getroffen werden und es beginnt ein ungleicher Kampf – David gegen Goliath.

Mein Fazit:

Nun habe ich auch den dritten Band dieser Serie gelesen. Die beiden ersten Bände waren geprägt von den häufigen Perspektiv-Wechsel. Dieser bildet da keine Ausnahme.

Und wieder beginnt die Geschichte mit einem Silencer, der auf perfide Art und Weise sein Werk vollführt. Perfide deshalb, weil er sich als Priester getarnt. Ein Amt, dem man in der Regel vertraut, der einem Hoffnung geben soll. Doch genau dies macht ihn gefährlich.

Die Jugendlichen sind ein bisschen zur Ruhe gekommen, haben ihre Verletzungen ausheilen und dem Körper neue Energie zuführen können. Doch die Spannung steigt mit jeder Minute. Misstrauen greift um sich, niemand glaubt dem anderen und doch sind sie aufeinander angewiesen. Die Fragen nach den vermissten Kameraden lassen sich nicht abschließend klären und die drohende Gefahr der Bomben macht sie auch nicht glücklicher. Und so werden Diskussionen geführt, Entscheidungen getroffen und diese in die Tat umgesetzt – mit ungeahnten Folgen!

Ringer ist inzwischen mit dem zwölften System hochgerüstet, doch sie birgt noch ein anderes Geheimnis. Sie bekommt eine Aufpasserin an ihre Seite, damit sie auch wirklich ihren Befehl ausführt. Trotz des zwölften Systems traut Colonel Vosch ihr nicht. Ist sein Misstrauen berechtigt? Und Evan Walker weiß inzwischen selbst nicht mehr so wirklich, wer er ist. Auch Cassies Liebe kann ihn nicht wirklich leiten.

Am Anfang halten sich die Perspektiv-Wechsel noch einigermaßen in Grenzen, aber die vielen Protagonisten haben mich zuweilen schon verwirrt. Und die Wechsel häufen sich, je mehr die Geschichte dem Ende entgegen kommt. Das Ende ansich ist grandios, hat mich aber auch etwas ratlos zurück gelassen. Einige Fragen konnten nicht abschließend geklärt werden, aber die Jugendlichen haben ja selbst auch keine Antworten bekommen, wurden nur noch mit mehr Verwirrung bombadiert. Somit hat der Autor konsequent eine Linie verfolgt.

Die Sprache, die Gedankengänge der Protagonisten und die logische Konsequenz daraus ist allerdings schon wirklich sehr bemerkenswert. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen. Nichts wird dem Zufall überlassen, alles ist schlüssig. Nur eben: Wer sind die Anderen? Und warum taten sie das? Die angebotene Antwort konnte mich nicht wirklich zufrieden stellen.

Der finale Band war etwas schwächer als die Vorgänger-Bände, dennoch ist es ein runder Abschluss. Wegen der vielen Perspektiv-Wechsel bekommt das Buch aber nur vier Sterne. Das hat mein Lesevergnügen wirklich etwas eingetrübt.

Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen!

Veröffentlicht am 18.04.17!

 

2 Gedanken zu „Rick Yancey: Der letzte Stern“

  1. Liebe Elke,

    das mit den Perspektivwechseln ist mir so überhaupt nicht (negativ) aufgefallen. Dass die Fragen nicht abschließend geklärt werden, hatte ich dir ja schon angekündigt. Bei Lust und Laune kannst du ja auch meine Rezi zu dem Buch nochmal nachlesen, ist ja schon eine Weil her (einfach in meinem Blog suchen)

    Liebe Grüße von Conny 🙂

    1. Hallo Conny,

      ja, am Ende fühlte ich mich irgendwie ratlos – konnte das schlecht einordnen, obwohl das Ende ja eigentlich klar ist. Eigentlich!!!

      Ich muss noch mal schauen, wo sie steckt 🙂

      Liebe Grüße, Elke!

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