Deana Zinßmeister: Das Pestzeichen

Lesezeit: 3 Minuten

Deana Zinßmeister: Das Pestzeichen

erschienen 2012
Verlag: Goldmann Verlag
Seitenanzahl: 416 Seiten
ISBN-10: 3442476399
ISBN-13: 978-3442476398
Dies ist der 1. Teil der Pest-Trilogie.

Inhaltsangabe:

Saarland 1652: Das Land ist vom 30jährigen Krieg und Seuchen erschüttert, ganze Landstriche sind verwaist. Doch die 17jährige Susanna Arnold und ihre Familie haben alles überstanden.

Als Susanna eines Tages vom Besuch bei der Tante im Nachbarsdorf zurückkehrt, findet sie ihre Familie zum Teil bestialisch ermordet vor. Ihr Vater lebt noch und bevor auch ihn der Tod holt, erzählt er ihr von magischen Schriften in einem Versteck, die sie zu einem gewissen Jeremias bringen soll.

Susanna flüchtet auf den Hof ihrer Tante, doch auch dort wird sie nicht glücklich. Außerdem ist ihr dieser Jeremias auf den Fersen. Er ist ein zwielichtiger Mann und sucht diese magische Schriften, die den Weg zu einem Schatz zeigen. Wegen diesem Schatz musste ihre Familie sterben.

Susanna, allein und verzweifelt, versucht diesen Schatz nun auch zu finden, denn er verspricht Reichtum. Aber Jeremias und seine Schergen sind ihr dicht auf den Fersen und sie muss einige Male um ihr Leben bangen …

Mein Fazit:

Ich habe schon einige Romane von Deana Zinßmeister gelesen. Sie versteht es sehr gut, die damalige Atmosphäre gut aufzunehmen und sie in einer dichten Erzählung wieder zu geben. Erfreut stellte ich beim Lesen fest, dass es ihr noch besser gelingt als früher und ich recht schnell in der Geschichte drin war.

Erzählt wird die tragische Geschichte von Susanna, die mit ihrer Familie auf einem Hof lebte. Sie waren nicht reich, aber sie kamen durchaus zurecht und konnten es sich sogar leisten, eine Ziege zu verleihen, um dem Baby der Tante Milch geben zu können. Als Susanna von der Tante zurückkehrt, ist ihre ganze Familie ermordet. Ihre Welt bricht von einem auf den anderen Moment zusammen. Sie kann sich nicht erklären, wer zu so einer Tat fähig ist. Schon sehr bald verdächtigt sie den zwielichtigen Mann mit dem langen schwarzen Mantel. Jeremias, der schon vor einiger Zeit auf dem Hof war und einen Handel mit ihrem Vater abgeschlossen hatte, taucht immer wieder auf und sucht die magischen Schriften, die den Weg zu einem unsagbaren Schatz weisen sollen. Obwohl ihr Vater im Angesicht des Todes sagte, sie solle die Schriften zu Jeremias bringen, traut sie dem Mann nicht und flieht.

Ein weiterer Erzählstrang handelt von Urs Blatter. Er lebt mit seiner Familie in der Schweiz und träumt davon, wie sein Onkel ein Heiler zu werden. Die Familie Blatter will nach Trier übersiedeln, wo der Vater in einem Regiment eine Anstellung findet. Unterwegs zum neuen Domizil treffen sie auf Susanna, die schwer verletzt ist. Urs mit seinen Kenntnissen kann ihr helfen. Doch aus noch anderen Gründen bittet Susanna ihn, bei ihr zu bleiben und mit ihr den Schatz zu finden.

Es geht schon bald ziemlich hoch her. Susanna bleibt kaum eine ruhige Minute. Ihr Misstrauen hält sie am Leben, nur wenigen Menschen erzählt sie von dem Schatz. Die Morde an ihrer Familie bleiben ungesühnt, denn es findet sich kaum jemand, der der Sache nachgehen kann. Die Autorin hat es geschafft, historische Begebenheiten mit Fiction gekonnt zu vermischen. Im Nachwort gibt es noch einige Erklärungen zur damaligen Zeit und wenn ich ehrlich bin, es schaudert einen, wie hart die Zeiten damals waren. Der 30jährige Krieg war nur eine Gefahr von vielen. Auch spielt Aberglaube eine große Rolle in dieser Geschichte, was auf mich als morderner Mensch schon befremdlich wirkt. Aber die Zeiten waren damals so.

Die Figuren sind lebendig, die Landschaft entstand vor meinem inneren Auge und ich habe mit Susanna mitgefiebert, wollte ihr nur das Beste gönnen. Die Handlung ist spannend geschrieben und ich habe mich in den Lese-Pausen oft gedanklich mit der Geschichte beschäftigt, das eine oder andere nachgelesen. Soweit ich das beurteilen kann mit meinen mickrigen Geschichts-Kentnissen, hat die Autorin gut recherchiert.

Ich bin schon gespannt auf den zweiten Teil der Trilogie und vergebe für diesen begeisterte fünf Sterne.

Veröffentlicht am 27.04.17!

image_pdf

2 Gedanken zu „Deana Zinßmeister: Das Pestzeichen“

  1. Liebe Elke,

    Schöne Rezi von dir. Wär bestimmt auch was für mich, denn für Historie und Spannung bin ich auch zu begeistern 🙂 Gibt auch alle 3 Teile bei uns in der Bibo, die am Sa wiedereröffnet wird. 🙂

    Liebe Grüße von Conny und einen netten und nicht zu stressigen Kindergeburtstag und guten Start in das lange Wochenende 🙂

    1. Vielen Dank, liebe Conny, für Deinen Kommentar.

      Dann bin ich ja gespannt, wie es Dir gefallen wird 🙂

      PST, so ganz unter uns: Ich bin froh wenn die Feierei am Sonntag vorbei ist 😉 Heute geht es richtig rund – nur Jungs! *haha*

      Liebe Grüße und bis bald, Elke.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld.

*

Ich bin damit einverstanden.