Der seltsame Fall des Benjamin Button

Lesezeit: 3 Minuten

Der seltsame Fall des Benjamin Button (2008)
Originaltitel: The Curious Case of Benjamin Button

Regie: David Fincher
Drehbuch: Eric Roth
Produktion: Frank Marshall, Kathleen Kennedy, Ceán Chaffin
Musik: Alexandre Desplat
Kamera: Claudio Miranda
Darsteller: Cate Blanchett, Brad Pitt, Tilda Swinton, Julia Ormond, Jason Flemyng, Taraji P. Henson, u.v.a.
Dauer: 146 Minuten
Romanvorlage: „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ von F. Scott Fitzgerald

Inhaltsangabe:

New Orleans: In der Nacht, als der Erste Weltkrieg beendet wird, erblickt Benjamin Button das Licht der Welt. Seine Mutter stirbt kurz darauf und sein Vater Thomas Button (Jason Flemyng), Besitzer ein Knopf-Fabrik, ist so geschockt vom Aussehen seines Sohnes, das er ihn kurzerhand auf den Treppen von Queenies (Taraji P. Henson) Altenheim ablegt – mit ganzen achtzehn Dollar dabei.

Ein Arzt stellt fest, das Benjamin eigentlich ungefähr 80 Jahre alt sein müsste. Athritis, Grauer Star und Altersdemenz beherrschen den kleinen Körper. Obwohl er angeblich kaum Überlebens-Chancen hat, zieht Queenie ihn auf wie ihr eigenes Kind.

Anstatt das es Benjamin schlechter geht, geht es ihm im Laufe der Jahre immer besser. Er wird immer jünger und agiler, kann sogar irgendwann laufen und vergißt nicht mehr soviele Dinge. Seine große Liebe Daisy lernt er kennen, als er gerade laufen gelernt hat und sie sechs Jahre alt ist. Sofort verliebt er sich in das Mädchen.

Benjamin Button spürt sehr schnell, das er anders ist als andere und nimmt dieses Schicksal mit einer stoischen Gelassenheit und Ruhe hin. Er begibt sich im Alter von 17 Jahren auf eine lange Reise über das Meer, wo er Menschen und Orte kennen lernt, Kriegs-Erfahrungen macht und sich in eine reife Frau verliebt und mit ihr die Freuden der körperlichen Liebe erfährt.

Als sein Vater sich ihm als solcher offenbahrt, hat Benjamin Button alle Freiheit der Welt und genießt die Einfachheit des Lebens. Daisy, inzwischen zu einer jungen Frau herangewachsen, läuft ihm immer wieder mal über den Weg, aber ihre gemeinsame Zeit beginnt erst später.

Doch auch Benjamin weiß, das er die Zeit nicht aufhalten kann und zahlt einen hohen Preis dafür.

Mein Fazit:

Es ist für mich schwierig, eine Rezension zu diesem Film zu schreiben, ohne gleich das Ende zu verraten. Ich habe selten einen so gefühlvollen und sensibel gedrehten Film gesehen, der die Stimmung der Zeit nicht nur auffängt, sondern auch widerspiegelt, mit all den Facetten, die das Leben zu bieten hat.

Der wahre Held des Films ist ohne Zweifel Brad Pitt. Die Rolle ist ihm wie auf den Leib geschrieben und gelegentlich überkam mich eine Gänsehaut bei der Ausdrucksstärke seiner Persönlichkeit, die trotz allem mit in der Rolle drin ist. Hin und wieder musste ich auch immer wieder erkennen, wie sehr er Robert Redford als Jung ähnelt, wie sehr die Augen-Partie gleich ist und das Charisma. Brad Pitt hat die Leinwand dominiert, in jeder Hinsicht!
Kate Blanchet und Tilda Swinton sind Nebenfiguren, die jedoch an Stärke gleich sind. Tilda Swinton mag ich überhaupt nicht, aber Kate Blanchet fand ich sehr überzeugend in ihrer Rolle.

Ein Film, der durch die tolle Maske des Benjamin Button und die Landschaftsaufnahmen glänzt. Die Geschichte ist so einfach erzählt und dennoch so tiefgründig. Gelegentlich hatte der Film kleine Längen. Aber das wurde dann durch die starken Auftritte des Brat Pitt wieder wett gemacht. Ein Film, der tief beeindruckt und Spuren hinterlässt, für diese tolle Leistung bekommt der Film 95%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 08.04.2009.

Veröffentlicht 17.05.17!

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