John Green: Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Lesezeit: 2 Minuten

John Green: Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Originaltitel: The fault in our stars (2012)
Übersetzt von Sophie Zeitz, vorgelesen von Jodie Ahlborn
Verlag: HörbucHHamburg HHV GmbH
Länge: 7 Stunden und 1 Minute (ungekürzte Ausgabe)
ASIN: B00KH7VL72
Hier ist der Film dazu rezensiert.

Inhaltsangabe:

Bei Hazel Grace, 16 Jahre, fand man vor drei Jahren Schilddrüsenkrebs – Stadium vier. Dieser wurde trotz der schlechten Prognosen erfolgreich behandelt, aber nun hat sie Metastasen in der Lunge, weshalb sie ständig eine Sauerstoffflasche mit sich rumschleppt und ihr über einen Schlauch unter ihrer Nase stets reinen Sauerstoff zugeführt wird.

Ihre Mutter überredet sie, zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen, um unter die Menschen zu kommen. Bald lernt sie Augustus Walters kennen, der sie mit seiner charmanten und recht direkten Art ziemlich beeindruckt. Ihm wurde nach der Diagnose Knochenkrebs das Bein amputiert, aber ansonsten sieht er ziemlich gesund aus.

Trotz aller Vorbehalte und Ängste kann Hazel es nicht verhindern, dass sie sich in ihn verliebt, aber das Schicksal hat andere Pläne mit ihnen.

Mein Fazit:

Der mir der Film zu diesem Buch noch recht präsent ist, gibt es nur eine kurze und knackige Meinung zu diesem Hörbuch.

Der Autor lässt Hazel die ungewöhnliche Liebesgeschichte aus ihrer Sicht erzählen, wie sie Augustus, kurz „Gus“ genannt, kennen lernt. Sie entwickeln eine gemeinsame Leidenschaft für das Buch „Ein herrschaftliches Leiden“ von Peter van Houten, der in diesem Buch seine eigene Erfahrung mit der Krankheit Krebs verarbeitet hat. Hazel liebt dieses Buch schon lange und Gus kann sich ebenfalls dafür erwärmen.

Hazel hat jedoch ein paar Fragen an den Autoren und so kann Gus sie davon überzeugen, mit ihm nach Amsterdam zu reisen, um van Houten persönlich die Fragen zu stellen. Doch dieser, in einer eindringlichen Charakterstudie ziemlich präzise und beschämend beschrieben, ist ein Säufer ohne Anstand und Manieren. Überhaupt die Zeit in Amsterdam wird sehr lebhaft und intensiv erzählt und man fühlt mit den Protagonisten, die sich selbst als tickende Zeitbombe sehen. Für Hazel und Gus stehen die Gefühle und der Umgang mit dieser Krankheit im Vordergrund und nicht die ganzen medizinischen Details. Der Autor hat sehr viele witzige Dialoge und Momente eingebaut, die einen fast vergessen lassen, worum sich die Geschichte im eigentlichen dreht. Die Geschichte ist in einer einfachen und schnörkellosen Sprache geschrieben, ich finde, das macht das Buch für alle Altersgruppen ansprechend.

Das Buch ist wunderbar und berührend vorgelesen, Jodie Ahlborn ist mir schon durchaus bekannt. Sie hat dem Hörbuch die gewisse Würze gegeben, dass mir der Film an einigen Stellen wirklich noch mal bildhaft vor Augen geführt wurde.

Berührend, witzig und traurig, aber in jedem Falle fesselnd. Fünf Sterne von mir und eine klar Hör-Empfehlung!

Veröffentlicht am 21.09.17!

4 Gedanken zu „John Green: Das Schicksal ist ein mieser Verräter“

  1. Hallo Kerstin,

    vielen Dank für Deinen Besuch und Kommentar!

    Also ich habe mich bei der Geschichte sehr wohl gefühlt und die Tränen dürften nicht allzu sehr stören, die Geschichte hat auch etwas Hoffnungsvolles!

    Vielen Dank auch für das Lob für das neue Outfit des Blogs. Ich war schon eine Weile nicht mehr zufrieden 🙂

    Liebe Grüße, Elke!

  2. Liebe Elke,

    wieder eine schöne Rezi von dir, aber dir hat ja schon der Film richtig gut gefallen. Den habe ich auch gesehen, das Buch aber noch nicht gelesen. Auf das Thema Krankheit habe ich nicht immer Lust, auch wenn es hier auf witzige Weise verpackt ist.
    Da musst du dir jetzt eigentlich auch noch die weiteren Romane von John Green vornehmen! (Margos Spuren z.B.)

    Liebe Grüße von Conny ♥

    1. Hallo Conny,

      vielen Dank für Dein Besuch und Kommentar! Ja gut, das ist halt jetzt kein gute Laune Buch, wo alles okay ist. Ich finde ihn jedoch sehr lesenswert und der Roman ist auch nicht dick, soviel ich weiß!

      „Margos Spuren“ habe ich jetzt mal blind in meinen Bibo-Ordner vermerkt, den gibt es da natürlich 🙂 Neugierig wäre ich schon!

      Liebe Grüße und einen schönen Abend, Elke!

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