Alle lieben Oscar

Lesezeit: 2 Minuten

Alle lieben Oscar (2002)
Originaltitel: Tadpole

Regie: Gary Winick
Drehbuch: Heather McGowan, Niels Mueller
Produktion: Alexis Alexanian, Dolly Hall, Gary Winick
Musik: Renaud Pion
Kamera: Hubert Taczanowski
Darsteller: Peter Appel, John Ritter, Aaron Stanford, Sigourney Weaver, Robert Iler, Kate Mara, u.v.a.
Dauer: 78 Minuten

Inhaltsangabe:

Oscar Grubman (Aaron Stanford) ist vom Elite-Internet unterwegs nach Hause während der Feiertage zu Thanksgiving. Gerade mal 15 Jahre ist er alt und verschmäht die schmachtenden Blicke der Mädchen, weil er eine andere liebt: Seine Stiefmutter Eve (Sigourney Weaver). Und er hat sich vorgenommen, es an diesem Wochenende seiner Angebeteten zu sagen.

Doch es geht schon am Anfang einiges schief: Sie kommt viel später aus dem Labor als geplant (sie erforscht die Anatomie des Herzens) und dann verdonnert sein Vater Stanley Grubman (John Ritter) ihn dazu, ein Mädchen nach Hause zu bringen. Frustriert über den bisherigen schiefen Fahrplan betrinkt er sich in einer Bar und trifft zufällig auf Eve’s beste Freundin Diane (Bebe Neuwirth). Und nicht nur das: Er landet mit Diane im Bett!

Damit hat er den Vogel endgültig abgeschossen und es beginnt ein turbulentes Thanksgiving.

Mein Fazit:

Schräg und doch liebenswert.

Als ich mir diesen Film angesehen habe, wußte ich erst nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Selten löst ein Film so widersprüchliche Gefühle in mir aus. Bei diesem bin ich mir nach wie vor nicht schlüssig, ob ich ihn loben und tadeln soll. Als erstes wollte ich sagen, das der Film mit einem Budget von 150.000 Dollar ausgekommen ist. Und das sieht man dem Film auch an. Nicht so sehr an den Darstellern, sie haben wohl offensichtlich ohne Gage gearbeitet. Nein, an der richtigen Ausrüstung haben sie gespart. Aber vielleicht war es auch Absicht, das dem Film teilweise der Charakter eines Dokumentarfilmes verliehen wurde.

Die Geschichte selbst wird von Einblendungen von Zitaten unterstützt, die dem ganzen eine gewaltige Portion Ironie verleihen. Ich habe Voltaire leider noch nicht gelesen, aber einige Zitate stammen wohl von ihm. Die Darsteller wirken erstaunlich echt und natürlich und man hat zeitweilig das Gefühl, in der Szene ganz nah bei zu sitzen, um still zu lauschen. Es ist schon bemerkenswert.

Dennoch ist es eher ein Geheimtipp. Ich empfehle ihn, gesehen haben muss man es in jedem Falle. Für die widersprüchlichen Gefühle gibt es von mir 80%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 29.09.2008.

Veröffentlicht am 30.10.17!

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