Das Haus der Schwestern

Lesezeit: 3 Minuten

Das Haus der Schwestern (2002)

 

Regie: Rolf von Sydow
Drehbuch: Jürgen Werner
Produktion: Klaus-Rüdiger Mai, Regina Ziegler, Hartmut Köhler
Musik: Hans Günter Wagener
Kamera: Lothar E. Stickelbrucks
Darsteller: Christine Reinhart, Harald Krassnitzer, Günther Maria Halmer, Gudrun Landgrebe, Anne Brendler, Max Tidof, u.v.a.
Dauer: 84 Minuten
Romanvorlage: „Das Haus der Schwestern“ von Charlotte Link

Inhaltsangabe:

Barbara (Christine Reinhart) und Ralph (Harald Krassnitzer) fahren über die Weihnachtsfeiertage nach Yorkshire, um einem Geheimnis auf die Spur zu kommen und ihre Ehe zu retten. Sie sind beide Anwälte, aber nur sie ist erfolgreich. Kurz vor Westhill-House geraten sie in einen heftigen Schneesturm und können sich gerade noch zum Ziel retten.

Während draußen der Sturm tobt, findet Barbara zufällig ein Manuskript, aufgeschrieben von Francis Gray (erst Anne Brendler, dann Gudrun Landgrebe), die seit Anfang des 20.ten Jahrhunderts auf dem Gut gelebt hat und gesamten Besitz durch alle schwierigen Zeiten zusammen gehalten hat.

Das Manuskript von Francis ist geprägt von der Liebe zu John (Max Tidof). Durch eine falsche Beschuldigung beim Aufstand der Suffrageten in London wurde Francis zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. In der Zeit wendet sich John Victoria, eine der zwei Schwestern von Francis, zu (erst Claudia Mehnert, dann Charlotte Schwab) und heiratet sie an dem Tag, als Francis entlassen wird. Doch die Ehe ist geprägt von Kinderlosigkeit, Alkoholsucht und der heimlichen Affäre zwischen John und Francis. Victoria hasst ihre Schwester abgrundtief.

Als im zweiten Weltkrieg ein deutscher Soldat, Peter (Hardy Krüger Jr.) in das Haus kommt und Zuflucht sucht, kommt es zwischen den Schwestern zu Eklat, der weitreichende Folgen bis in die gegenwärtige Zeit hat.

Mein Fazit:

Charlotte Link schreibt interessante Romane. Einige von ihr habe ich schon gelesen, leider aber nicht dieses Buch. Ich werde es wohl schnell nachholen müssen, denn die Geschichte ist auf dem Papier sicher interessanter als auf Zelluloid gebannt.

Am Anfang dieses Films sieht man eine Szene, wo drei Menschen eine offensichtlich weibliche Leiche im Kartoffelsack im Moor verschwinden lassen. Und danach, das der deutsche Soldat den Hof verlässt. Dann beginnt die heutige Zeit. Allein diese Szene macht einen neugierig. Leider ahnt man zu schnell schon, wer die weibliche Leiche gewesen sein könnte.

Was einem noch am Anfang auffällt, ist die offensichtliche Spannung zwischen Barbara und Ralph. Es ist eine spürbare Distanz zwischen ihnen. Körperlicher Kontakt wird vermieden und als sie im Haus sind, verweist sie ihn gleich aus dem Schlafzimmer. Auch das macht neugierig, weshalb das Paar so eiskalt miteinander umgeht. Was ist passiert?

Das positive an dem Film ist noch anzumerken, das sie eine schöne einsame Landschaft gezeigt haben, ein uraltes Haus, was jeden Nostalgiker zum Schwärmen bringt. Es ist alles sehr ursprünglich, ohne perfekten Vorgarten oder Zaun und dennoch unheimlich gemütlich und einladend.

Das negative ist, das die Geschichte ohne echte Spannung ist. Sie plätschert so dahin, es gibt keine wirklichen Höhepunkte und alles ist leicht vorhersehbar. Allerdings wäre der Film noch schlechter geworden, wenn er nicht so grandiose Darsteller wie Gudrun Landgrebe hätte. Sie ist der Mittelpunkt des Films und ohne sie wäre er sicher nur halb so gut.

80% von mir, für Fans von Charlotte Link-Romanen in jedem Fall ein Muss.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 01.04.2010.

Veröffentlicht am 03.11.17!

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