American Sniper

American Sniper (2014)

 

Regie: Clint Eastwood
Drehbuch: Jason Hall
Produktion: Clint Eastwood, Jason Hall, Bradley Cooper, u.v.a.
Kamera: Tom Stern
Darsteller: Bradley Cooper, Sienna Miller, Luke Grimes, Jake McDorman, Kyle Gallner, Reynaldo Gallegos, u.v.a.
Dauer: 133 Minuten
Romanvorlage: „American Sniper: Die Geschichte des Scharfschützen Chris Kyle“ von von Chris Kyle, Jim DeFelic, Scott McEwen

Inhaltsangabe:

Chris Kyle (Bradley Cooper) wächst mit seinem jüngeren Bruder in Texas im strengen Elternhaus auf. Sein Vater bringt ihm schon früh bei, dass man Schwächere beschützen und verteidigen muss. So ist es nicht verwunderlich, dass sich Chris durchaus prügelnd durchs Leben schlägt. Es ist auch der Väter, der ihm schon früh den Umgang mit der Waffe lehrt.

Als Erwachsener verdient er sein Geld mit Rodeo-Reiten, bis er im Fernsehen von Anschlägen auf US-Botschaften sieht. Er meldet sich zur Armee und lässt sich zum Scharfschützen ausbilden. Während der Ausbildung lernt der Taya (Sienna Miller) kennen und schon bald folgt die Hochzeit.

Er wird im Irak-Krieg eingesetzt und in Falludscha ist seine erste Tötung ein kleiner Junge, der eine Bombe auf seine Kameraden werfen will. Die weiteren Ereignisse setzen ihm psychisch zu und seine Frau zu Hause kommt nur noch schwer mit dem Mann zurecht, der er nun ist. Der Krieg hinterlässt tiefe Spuren!

Mein Fazit:

Diesen Film zu bewerten ist wahrlich nicht einfach. Er beruht auf wahre Tatsachen, wenngleich einige Fakten nicht mit der Wahrheit stimmig sind, zumindest laut Wikipedia.

Auch wenn ich Clint Eastwood als Regisseur durchaus schätze, so bin ich mir nicht sicher, was er mit diesem Film aussagen möchte. In der Tat fällt die richtige Zuordnung dieses Films schwer. Meine Erwartung ging eher in der Darstellung der psychologischen Folgen des Kriegseinsatzes, der wird hier von Bradley Cooper zwar gut gespielt, für mich aber nicht aussagekräftig und vollumfänglich dargestellt. Andererseits hat der Film einige beeindruckende und bewegende Bilder, die einen gedanklich auch nicht so schnell loslassen. Da kommt kaum Kriegs-Romantik auf, soviel ist klar!

Es wird auch nicht immer deutlich, weshalb Chris Kyle sich immer wieder dazu verpflichtete, weiter in den Krieg gezogen ist. Seine Motive wurden meiner Einschätzung nach nicht gut genug heraus gearbeitet, was aber eher am Drehbuch als an der Figur liegt. Andererseits konnte ich Bradley Cooper die Rolle gut abnehmen. Auch Sienna Miller spielte überzeugend und ich konnte ihre Not durchaus nachvollziehen, hat sie die ersten Jahre die Kinder doch allein großgezogen!

Der Film regt zum Nachdenken an und besticht durch starke Bilder und einem überzeugenden Bradley Cooper, aber was das Werk genau dem Zuschauer vermitteln will, bleibt mir ein wenig verborgen. Da hätte ich mir mehr Zeit mit Chris Kyle in seinem privaten Leben gewünscht, um die Folgen der Kriegseinsätze genauer verfolgen zu können. Diese Sequenzen kamen mir einfach ein bisschen zu kurz vor.

Insgesamt gesehen bekommt der Film 80%!

Veröffentlicht am 20.12.17!

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