Ines Thorn: Die Walfängerin

Lesezeit: 2 Minuten

Ines Thorn: Die Walfängerin

erschienen 2016
Verlag: Aufbau Taschenbuch
Seitenanzahl: 336 Seiten
ISBN-10: 3746633273
ISBN-13: 978-3746633275

Inhaltsangabe:

Rantum auf Sylt, 1764: Die junge Maren Lürsen ist die Tochter eines Fischers. Schon von Kindesbeinen an will sie nur Thies Heinen heiraten, auch wenn er ihr kaum was bieten kann außer seine Arbeitskraft und die Heuer, wenn er die Sommermonate auf See ist!

Der mächtigste Mann auf der Insel, Kapitän Rune Boys, sieht seine Zeit für eine Ehe gekommen und bittet Maren, ihn zu heiraten. Doch zum Entsetzen aller schlägt sie aus. Sie glaubt an das Fundament der Liebe und bedenkt nicht, dass sie auch Verantwortung für ihre recht betagten Eltern trägt.

Nach einem verheerenden Sturm sieht Maren sich gezwungen, bei Rune Boys um Kredit zu bitten. Sie bekommt auch das Geld, aber durch weitere Schicksalsschläge ist sie nicht in der Lage, das Geld vollständig zurückzuzahlen. Rune zwingt sie, mit ihm auf Walfang zu gehen!

Mit bangem Herzen tritt Maren die Reise an und wird ihr Leben unwiederbringlich verändern.

Mein Fazit:

Dies ist mein erster Roman von Ines Thorn, obwohl ich schon seit Ewigkeiten einen anderen Roman von ihr auf meinem SuB habe. Nach dem ich nun „Die Walfängerin“ gelesen habe, ist meine Neugier geweckt.

Kurzum: „Die Walfängerin“ hat mich gefangen – auf wunderbare Weise. Mit einer bildhaften Sprache ohne überflüssige Abschweifungen tauchte ich in die raue Atmosphäre der Insel Sylt ein, mitten im 18.ten Jahrhundert. Das Leben für die einfachen Menschen ist schwer. Landwirtschaft ist kaum möglich und der Fischfang war auch schon mal ergiebiger. Selbst das Brennholz ist rar und wer es sich leisten kann, lässt es sich vom Festland kommen. Die Männer gehen jedes Frühjahr aufs Meer, um mit der Heuer über den Winter zu kommen. Aber die See ist unbarmherzig und manche Männer kommen nicht wieder zurück. In dieser rauen Umgebung kämpft Maren um das Überleben ihrer Familie und muss dabei erkennen, wer wahrhaft liebt!

Die Autorin hat es geschafft, mich in dieser Welt verweilen zu lassen, die Geschehnisse um Maren gedanklich aus nächster Nähe erleben zu lassen. Ich hatte stets das Gefühl, als Voyeurin dabei zu sein und konnte es regelrecht spüren, wie es der jungen Frau erging. Ich erspürte ihre Gefühle und doch musste ich manchmal den Kopf schütteln über so viel Starrsinn. Der Starrsinn kostete sie sehr viel Kraft, aber sie wuchs auch über sich hinaus und lehrte sie Demut vor dem Leben.

Es ist eine Geschichte, die mich mitgerissen und gefesselt hat. Und auch jetzt noch, ein paar Tage später, denke ich gelegentlich an die Geschichte zurück. Ich freue mich auf weitere Romane dieser Autorin und spreche für diesen eine klare Lese-Empfehlung mit fünf Sternen aus.

Veröffentlicht am 15.01.18!

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2 Gedanken zu „Ines Thorn: Die Walfängerin“

  1. Liebe Elke,

    und wieder ein Tipp von mir, der dir gefallen hat. Freut mich! Ich fand ja „Die Strandräuberin“ noch etwas besser, da ich dieses Buch auch zuerst gelesen habe. Aber ansonsten eine schöne Geschichte. Das Ende fand ich aber auch recht abrupt – siehe meine Rezi dazu.
    Betreffs deines Hörbuch-Neuzugangs – da bin ich echt gespannt, ob dir die Geschichte gefällt. Das ist schon sehr fantasie-zombielastig und auch etwas gewöhnungsbedürftig. 😉 Band 1 fand ich ja noch recht originell (siehe hierzu auch meine Rezi), Band 2 habe ich tatsächlich abgebrochen, da kam ich überhaupt nicht mehr in die Geschichte rein. Damit habe ich die Reihe auch nicht mehr weiterverfolgt.

    Liebe Grüße von Conny und eine nette Woche

    1. Hallo Conny,

      vielen Dank für Dein Besuch und Kommentar!

      Das stimmt schon, das Ende kommt ein bisschen abrupt! Aber ich finde es trotzdem okay. Ich bin regelrecht weggewesen, war auf Sylt im 18.ten Jahrhundert 🙂 Da kann man ein abruptes Ende durchaus verzeihen!

      Auf das Hörbuch bin ich ziemlich gespannt, es hat ja doch gute Kritiken bekommen!

      Liebe Grüße und auch Dir eine entspannte Woche, Elke!

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