Alexander

Alexander (2004)

 

Regie: Oliver Stone
Drehbuch: Christopher Kyle, Oliver Stone
Produktion: Moritz Borman, Oliver Stone, Iain Smith
Musik: Vangelis
Kamera: Rodrigo Prieto
Darsteller: Colin Farrell, Jared Leto, Anthony Hopkins, Val Kilmer, Angelina Jolie, Jonathan Rhys Meyers, u.v.a.
Dauer: 175 Minuten

Inhaltsangabe:

Alexander (Colin Farrell) lernt schon früh Demütigungen kennen. So sieht er, wie sein Vater Philipp II. (Val Kilmer) seine Mutter Olympias (Angelina Jolie) zu vergewaltigen versucht. Sein Vater jedoch, Feldherr und König Mazedoniens, stirbt nach einem Attentat und somit ist Alexanders Führungsgeschick und Persönlichkeit gefragt.

Bereits in jungen Jahren führt er sein Heer nach Persien und besiegt das arabische Reich. Doch es ist ihm nicht genug. Er geht weiter in Richtung Osten und muss sich während dessen gegen Intrigen und Mord-Anschläge wehren. Auch die Frage nach einem Erben kommt immer wieder auf, denn was nützt ein großes Reich ohne einen Erben?

Aber Alexander liebt keine bestimmte Frau. Einzig seinen Freund Hephaestion (Jared Leto) liebt er, der ihn auf all seinen Kriegszügen begleitet. Nach der Eheschließung mit Roxana (Rosario Dawson) jedoch erwartet er immer noch keinen Erben und seine Gier nach Land und Ruhm führt ihn weiter Richtung Osten bis an die chinesische Grenze.

Wann wird seine Gier nach Ruhm gestillt sein? Wann wird er zur Ruhe kommen und ein Land regieren, das er kaum beherrschen kann?

Mein Fazit:

Oliver Stone hat diesen Film gedreht und ist auch mit verantwortlich für Drehbuch und Produktion. So ist es nicht verwunderlich, das man fast schon ein gewisse Handschrift des Regisseurs erkennt.

Oliver Stone’s Filme bieten immer eine Grundlage für eine hitzige Debatte. Bei diesem Film wurde stark über die sexuellen Neigungen Alexanders gesprochen. Angeblich sei er schwul gewesen. Welch‘ banale Angelegenheit, wenn man seine Taten mal genauer betrachtet. Er lebte im 330 Jahre vor Christus, regiert ein Heer aus mehreren tausend Mann und führt sie über viele tausend Kilometer bis hin zur chinesischen Grenze. Das kriegt ja heutzutage kaum einer hin.

Der Film ist schlecht zu bewerten. Im Grunde kann keine Beurteilung dem Film wirklich gerecht werden. Soll man Oliver Stone dafür verurteilen, da er glaubhaft und authentisch die Schamützel im Film gezeigt hat? Wohl kaum, wo wir doch davon ausgehen müssen, das es tatsächlich so war.

Mir persönlich war zuviel Blut und zuviel Krieg in dem Film, aber zwischendurch wurde ein Alexander gezeigt, der sich durchaus sensibel und verständlich zeigte, ja nahezu großzügig war. Zwei Persönlichkeiten in einer Brust, das hat Colin Farrell wunderbar dargestellt. Ebenso seine offenkundige Liebe zu Hephaestion, der ihn stets begleitete und versuchte zu beschützen.

Ein weiterer Negativ-Punkt ist die Länge des Films. Am Ende ist man erleichtert, das der Film seinen Schluß gefunden hat. Ich bin mir sicher, die eine oder andere Szene hätte man getrost rausschneiden können, ohne das der Zuschauer wirklich was verpaßt.

Insgesamt gesehen bekommt der Film 80% von mir.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 03.01.2009.

Veröffentlicht am 25.04.18!

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