Danielle Steel: Jenseits des Horizonts

Lesezeit: 3 Minuten

Danielle Steel: Jenseits des Horizonts

Originaltitel: Wanderlust (1985)
übersetzt von Ingrid Rothmann
Verlag: Goldmann Verlag
Seitenanzahl: 415 Seiten
ISBN-10: 3442099056
ISBN-13: 978-3442099054

Inhaltsangabe:

Audrey Driscoll geht ganz und gar in ihrer Rolle der fürsorglichen Schwester und Enkelin auf. Bereits mit 11 Jahren wurde sie Vollwaise, als ihre Eltern auf einer ihrer Reisen ums Leben kamen. Seither sorgt sie für den Haushalt in San Franzisco und kümmert sich um ihre jüngere Schwester Annabelle, als sei sie ihre eigene Tochter. Ihr Großvater Edward Driscoll kam über den Verlust seines Sohnes nie hinweg.

Als Annabelle heiratet, wird Audrey klar, daß sie nun ihren eigenen Weg gehen muß. Sehr zum Mißfallen ihres Großvaters entschließt sie sich dazu, auf eine lange Reise zu gehen. Schon als Kind spürte sie eine Sehnsucht für die Ferne und hatte immer träumerisch die Fotoalben ihres Vaters durchstöbert, wo Bilder aus alle Herren Länder zu finden waren.

Ihre Reise geht über den großen Teich nach Europa und sie lernt das Ehepaar Violet und James Hawthorne kennen, die ihre besten Freunde werden. Sie sind Engländer und genießen ihr Leben mit ihren zwei Kindern in vollen Zügen. Ihnen folgt Audrey nach Frankreich. Das englische Ehepaar hat im französischen Antibes ein schönes Haus und ständig Gäste. Unter ihnen befindet sich auch der englische Reise-Schriftsteller Charles Parker-Scott. Charles scheint Audreys Vater sehr ähnlich zu sein, denn auch ihn treibt das ständige Fernweh und daher hatte er nie geheiratet. Ein solches Leben will er einer Ehefrau nicht zumuten.

Doch in Audrey sieht er eine sehr angenehme und überaus mutige Weggefährtin und sie verlieben sich ineinander. Schließlich reisen sie gemeinsam von Frankreich über Italien nach Istanbul und dann weiter in den Osten ins entfernte und von Kriegen geschüttelte China. Sie verleben ein wunderbare Zeit voller Abenteuer und Liebe und nie ist Audrey glücklicher gewesen als mit Charles zusammen die Welt erkunden.

Doch Audrey hat nie vergessen, wer zu Hause in San Franzisco auf sie wartet. Ihr Großvater glaubt nicht mehr an die Rückkehr seiner Enkelin und Annabelle ist sehr frustriert über ihre Ehe und darüber, das Audrey ihr nicht mehr im Bewältigen des alltäglichen Lebens hilft.

Gerade wollten Audrey und Charles ihre Heimreise antreten, da entdecken sie ein Waisenhaus mit 21 verlorenen Kindern. Die Nonnen wurden von Banditen geköpft. Weder Behörden noch Kirche fühlen sich für die Kinder zuständig. Audreys gesunder Menschenverstand und ihrer Herzensgüte ist es zu verdanken, das sie bei den Kindern bleibt. Doch Charles muß wegen seiner Arbeit nach London zurückkehren. Sie trennen sich schweren Herzens und ein weiteres Wiedersehen ist ungewiß. Wann wird die Hilfe für die Kinder eintreffen? Was wird aus ihrer Liebe zu Charles? Werden sie jemals glücklich vereint sein?

Mein Fazit:

Dies ist ein unbeschreibliches Buch. Man hat den Eindruck, daß die Autorin die Reise selbst unternommen hat. Detailgetreue Beschreibungen der Reiseumstände zeugen von guter Recherche und Vorstellungskraft. Aber dafür ist Danielle Steel ja bekannt. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und ich kann es nur wärmstes empfehlen. Es ist anders als die älteren Bücher – es zeigt nicht nur die vornehme Seite des reichen Lebens, sondern auch die Einfachheit, die einem beim Reisen eben unterkommen muß.

Anmerkung: Die Rezension stammt aus März 2002.

Veröffentlicht am 08.05.18!

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