Eine zauberhafte Nanny

Lesezeit: 3 Minuten

Eine zauberhafte Nanny (2005)
Originaltitel: Nanny McPhee

Regie: Kirk Jones
Drehbuch: Emma Thompson
Produktion: Lindsay Doran, Eric Fellner, Tim Bevan
Musik: Patrick Doyle
Kamera: Henry Braham
Darsteller: Emma Thompson, Colin Firth, Angela Lansbury, Kelly Macdonald, Thomas Brodie-Sangster, Imelda Staunton, u.v.a.
Dauer: 97 Minuten
Romanvorlage: nach der Reihe „Nanny Matilda“ von Christianna Brand
Dies ist der 1. Teil der Nanny McPhee-Reihe.

Inhaltsangabe:

Mr. Brown (Colin Firth) ist mit seinen sieben Kindern völlig überfordert. Sie verjagen ein Kindermädchen nach dem anderen, das selbst die Vermittlungsagentur ihm schon ihre Dienste versagt. Und Tante Adelaide (Angela Lansbury) kann sich das Erbe ihrer verstorbenen Nichte auch nicht mehr wirklich mit ansehen und setzt Mr. Brown unter Druck. Er müsse bis zum Ende des Monats heiraten, ansonsten würde sie der Familie die finanzielle Unterstützung entziehen, die sie seit Jahren tätigt.

Die sieben Kinder, allen voran der älteste -Simon- (Thomas Sangster), glauben, das eine Stiefmutter nur böse ist und stellen daher nur jeden erdenklichen Unsinn an, um alle potentiellen Stiefmütter zu vergraulen. Da kommt die mysteriöse Nanny McPhee (Emma Thompson) gerade recht. Nanny McPhee ist dick, hat zwei haarige Warzen im Gesicht und einen hervorstehenden Zahn. Sie macht nicht gerade den liebreizenden Eindruck, aber Mr. Brown ist dankbar, das sie da ist. Die Kinder wollen auch sie vergraulen und wollen sie mit ihren derben Scherzen schockieren. Doch irgendwie gelingt es ihnen nicht. Sie kann jedem Streich professionell widerstehen. Und nicht nur das … je mehr die Kinder ihre Lektionen lernen, desto hübscher wird Nanny McPhee. Die Kinder sind verwirrt.

Eines Tages verkündet Mr. Brown, das er heiraten möchte und stellt ihnen die schrullige Witwe Mrs. Quickly (Celia Imrie) vor. Noch einmal stellen die sieben Kinder ihre Scherze an, aber dieses Mal hat es ganz andere Konsequenzen, als ihnen lieb ist.

Mein Fazit:

Eine herrliche Familien-Komödie hat Emma Thompson auf Grundlage der Kinderbücher von Christianna Brand geschrieben. Knallig bunt ist das Haus der Browns, die Charaktere verschroben und liebenswürdig und die Kinder in ihrer Eigenschaft als rachsüchtige Erzengel wahre Quälgeister.

Ich habe den Film und die Streiche genossen und ich muss zugeben, das mir der eine oder andere Streich noch nicht bekannt war. Und ich habe genauso erstaunt geguckt, als plötzlich eine Warze in Nanny McPhee’s Gesicht verschwand. Ein weiteres Highlight ist Tante Adelaide bzw. Angela Landsbury. Man sucht vergeblich nach der Schriftstellerin, die nebenbei Mordfälle klärt. Tante Adelaide ist fast blind (gibt es jedoch nicht zu), kaltherzig und keinen Funken von Herzenswärme oder Toleranz und Verständnis. Als sie eines der Kinder zusich nehmen will, gibt es herrliche Szenen, in denen sie ihre Schwächen ausnutzt. Das allein macht den Film schon sehenswert.

Colin Firth als überforderter Vater konnte mich nicht immer so überzeugen. Und ziemlich schnell weiß man schon, worauf der Film tatsächlich hinaus läuft. Trotz der Vorhersehbarkeit ist es jedoch ein wunderschönes farbenfrohes Ende.

Für die tollen Kinder und der herrlichen Nanny McPhee gibt es 90% von mir.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 30.01.2009.

Veröffentlicht am 11.05.18!

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