Meg Mitchell Moore: Hummersommer

Lesezeit: 2 Minuten

Meg Mitchell Moore: Hummersommer

Originaltitel: The Captain’s Daughter (2017)
übersetzt von Jutta Zniva
Verlag: HarperCollins
Seitenanzahl: 464 Seiten
ISBN-10: 3959671814
ISBN-13: 978-3959671811

Inhaltsangabe:

Eliza Barnes führt in Barton/ Massachusetts ein sorgenfreies Leben. Ihre Töchter genießen den Beginn der Sommerferien und ihr Mann Rob arbeitet an seinem ersten Auftrag als selbstständiger Architekt. Nichts deutet darauf hin, das dunkle Wolken am Sommerhimmel auftauchen.

Doch ein Anruf aus Maine genügt: Ihr unverwüstlicher Vater Charlie ist auf seinem Hummerboot ausgeglitten. Sofort setzt Eliza sich ins Auto und besucht den Ort ihrer Kindheit. Kaum hat sie die Füße auf den Boden im Hafen gesetzt, ist sie wieder jung und lebenshungrig. Die plötzliche Begegnung mit Russel, ihrer Jugendliebe, verstärkt dieses Gefühl.

Doch Charlie ist nicht nur gestürzt. Er ist auch an Krebs erkrankt. Eliza musste den Krebstod ihrer Mutter schon verkraften und nun auch noch ihr Vater, den sie zu verlieren droht. Trotzdem hat sie Zeit, der jungen Mary in einer Notlage zu helfen, denn sie war einst selbst genau in der gleichen Situation.

Elizas Lebens wird sich unwiderruflich verändern und auch ihre Familie muss sich neu sortieren.

Mein Fazit:

Mein großer Dank für dieses Lese-Abenteuer geht an HarperCollins. Das Cover und der Plot haben mich angezogen. Geschichten mit dem Meer finde ich zwischendurch ganz spannend.

Leider wurden meine Erwartungen jedoch nicht ganz erfüllt. Nein, wirklich schlecht ist die Geschichte nicht. Aber manchmal fragte ich mich, was die Autorin ihren Lesern eigentlich mitteilen möchte. Denn nicht nur Eliza wird ausführlich beleuchtet, sondern auch Rob, Mary und Deirdre, eine Freundin Elizas. Bei Eliza und Mary konnte ich es durchaus nachvollziehen und das hat mich auch sehr unterhalten, aber die Abschnitte mit Rob und Deirdre verwirrten mich. Ihre Fast-Affäre hat keine Folgen, also warum hat die Autorin das unbedingt erwähnt? Um Spannung reinzubringen? Die Geschichte um Mary fand ich da deutlich bewegender, wie sie mit einer Entscheidung ringt.

Man kann es nicht leugnen, alle Figuren haben Tiefgang. Sie haben Ecken und Kanten. Jedoch blieb ich als Leserin bei der Gefühlswelt ein wenig außen vor. Die Beschreibungen waren soweit okay, ich hätte nur gerne mehr Emotionalität erfahren, wie sie sich fühlten. Es gab auch zwischendurch immer mal kurze Sprünge in die Vergangenheit. Die tauchten unvermittelt im Text auf und endeten genauso. Da musste man schon etwas aufpassen, ich finde es ungünstig, sie nicht entsprechend anders zu gestalten (kursiv oder extra Absatz).

Die Erzählungen von der Mentalität der Fischer, ihrer Liebe zum Meer und dem einfachen Leben hingegen haben mich schon beeindruckt. Das waren wirklich faszinierende Abschnitte und ich hätte gern dort meinen Urlaub gemacht.

Das Positive und Negative hält sich so einigermaßen die Waage, daher gibt es drei Sterne von mir mit einer bedingten Empfehlung.

Veröffentlicht am 13.05.18!

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