Nicht ohne meine Tochter

Lesezeit: 3 Minuten

Nicht ohne meine Tochter (1991)
Originaltitel: Not Without My Daughter

Regie: Brian Gilbert
Drehbuch: Pat Riddle
Produktion: Harry J. Ufland, Mary Jane Ufland, Anthony Waye
Musik: Jerry Goldsmith
Kamera: Peter Hannan
Darsteller: Sally Field, Alfred Molina, Roshan Seth, Mony Rey, Sarah Badel, Sheila Rosenthal, u.v.a.
Dauer: 116 Minuten
Romanvorlage: „Nicht ohne meine Tochter“ von Betty Mahmoody

Inhaltsangabe:

Betty Mahmoody (Sally Field) hat alles, einen wunderbaren Ehemann namens Moody (Alfred Molina), ihre zauberhafte Tochter Mahtob (Sheila Rosenthal), ein schönes großes Haus und ein sorgenfreies Leben. Aber es gibt doch einen dunklen Fleck: Moody ist Iraner und sehnt sich nach seiner Heimat.

Nach zehn Jahren möchte Moody wieder einmal seine Heimat besuchen und schwört auf den Koran, das seiner Familie dort nichts passiert und sie nach 14 Tagen wieder abreisen. Betty willigt ein und sie reisen. Kaum im Iran angekommen, muss sie sich mit den Gepflogenheiten auseinander setzen. Sie muss ihre Haare in der Öffentlichkeit verbergen und sich entsprechend der Kleiderordnung anpassen. Seine Familie ist groß und doch fühlt sie sich dort nicht wohl, denn die Frauen begegnen ihr mit Mißtrauen und Feindseligkeit.

Eines Tages eröffnet Moody ihr, das sie im Iran bleiben und Mahtob eine iranische Schule besuchen wird. Gegen ihren Willen wird Betty festgehalten und im Haus eingesperrt. Jede Chance, zu fliehen oder auch nur Kontakt in die Staaten aufzunehmen, wird unterbunden oder sie wird bestraft.

Doch Betty gibt nicht auf und bekommt Hilfe von ungewöhnlicher Seite…

Mein Fazit:

Ein Film, der bewegt!

Sally Field spielt die vertrauensseelige Betty Mahmoody, die ihrem Mann glaubt, als er auf den Koran schwört. Wer würde da nicht vertrauen? Aber Moody ist Iraner und er hat ihr vieles verschwiegen oder es hat sich vieles verändert. So wußte Betty z. B. auch nicht, das sie durch die Heirat automatisch auch die iranische Staatsbürgerschaft bekam. Im Iran war sie also keine Amerikanerin, sondern Landsfrau, die sich an die Gesetze anpassen musste.

Moody verwandelt sich vom liebenden und treusorgenden Vater in einen Tyrann und Despoten. Alfred Molina war eine hervoragende Wahl für diese Rolle. Wo er doch die liebevolle, aber auch verzweifelte und kalte Seite zeigen konnte. Verzweifelt deshalb, weil er sich nirgends mehr zugehörig fühte. In Amerika schaute man auf ihn herab, weil er Iraner war und im Iran wollte ihn niemand einstellen, weil er in Amerika praktiziert hatte. Und die Einstellung der Iraner gegenüber den Staaten ist ja hinlänglich bekannt.

Ich habe das Buch vor Jahren schon gelesen und es liegt wieder auf meinem SUB. Ich kann versichern, das das Buch um einiges härter ist. Im Buch wird deutlich, wie sehr die Familie Betty Mahmoddy unterdrückt und sie zwingt, sich deren Gepflogenheit anzupassen. Dabei will sie ja nur eines: Mit ihrer Tochter nach Hause!

Ein Film, der bewegt und zugleich die Zustände zeigt, wie sie damals herrschten. Ich vermag zu glauben, das es sich sehr viel geändert hat in der Zwischenzeit.

Die Geschichte ist mir 85% wert, sehenswert und regt zum Nachdenken.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 22.02.2009.

Veröffentlicht 14.05.18!

image_pdf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld.

*

Ich bin damit einverstanden.