Gegen jede Regel

Gegen jede Regel (2009)
Originaltitel: Remember the Titans

Regie: Boaz Yakin
Drehbuch: Gregory Allen Howard
Produktion: Jerry Bruckheimer, Chad Oman, Michael Flynn
Musik: Trevor Rabin
Kamera: Philippe Rousselot
Darsteller: Denzel Washington, Will Patton, Wood Harris, Donald Faison, Ryan Hurst, Craig Kirkwood, u.v.a.
Dauer: 113 Minuten

Inhaltsangabe:

Virginia 1971: Die Behörden heben die Rassentrennung in den Schulen auf. Und so kommt es, das Trainer Boone (Denzel Washington) die Highschool-Football-Mannschaft trainieren soll. Unter ihm der bisherige Trainer Yoast (Will Patton), der von dieser Veränderung gar nicht erbaut ist.

Im Trainingscamp will Boone die weißen und schwarzen Jungs trainieren und so erkennen, wer am Besten zum Team paßt. Doch diese begegnen sich anfangs noch voller Hass und Mißtrauen. Nur ein falsches Wort und schon gehen sie aufeinander los. Am Ende der 14 Tage jedoch haben sie sich zu einem Team zusammen gerauft und freuen sich auf die neue Football-Saison.

Doch der Schulbeginn gestaltet sich schwierig, weiße Menschen protestieren gegen die Aufhebung der Rassentrennung und Freunde und die eigene Familie begegnen der ganzen Sache skeptisch. Obendrein wird Boone auch noch mitgeteilt, das man ihn als Trainer abservieren will und man nur darauf wartet, das er auch nur ein Spiel verliert …

Für das Team und den Trainer beginnt eine harte Zeit, in der nicht nur ein Umdenken erforderlich ist …

Mein Fazit:

Schon lange nicht mehr einen so mitreißenden und emotionsgeladenen Film gesehen. Denzel Washington ist eigentlich schon ein Garant für einen guten Film, jedenfalls habe ich es bisher nicht anders erlebt.

Er verkörpert den Football-Coach Boone, der aus der zweiten Liga in die erste aufsteigt. Man hat ihn nicht gefragt, ob er den Job machen will, aber er sieht es als Chance für sich und seine Familie. Er stammt aus ärmlichen Verhältnissen und ist dennoch knochenhart zu seinen Spielern. Er schenkt ihnen nichts und dennoch ist er auf seine Art fürsorglich und gerecht. Einem Spieler hilft er sogar einmal die Woche bei den Hausaufgaben, damit dieser eine Chance aufs College bekommt.

Einige junge Gesichter sind heute Größen in Hollywood, so sieht man z. B. einen sehr jungen Ryan Gosling in einer Nebenrolle. Aber auch Ryan Hurst und Wood Harris als Vorzeige-Paar der rassenübergreifenden Freundschaft, die alle Herzen erweichen lässt. Der Film bietet von der ersten bis zur letzten Minute Hochspannung und ist an Dramatik kaum zu überbieten. Würde er nicht auf einer wahren Tatsache beruhen, könnte man ihn als überzogen amerikanisch beschreiben, so ist es einfach eine ergreifende Geschichte um Toleranz, Verständnis, Leidenschaft für den Sport und Begeisterung.

Das einzige, was mich an diesem Film stört, ist der deutsche Titel. Wenn man die sinnbildliche Übersetzung des Original-Titels genommen hätte, wäre es eben einfach treffender gewesen.

Der Film bekommt von mir 95% und ich würde ihn jederzeit wieder sehen!

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 13.12.2010!

Veröffentlicht am 04.06.18!

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