Lucy Clarke: Das Haus, das in den Wellen verschwand

Lucy Clarke: Das Haus, das in den Wellen verschwand

Originaltitel: The Blue (2015)
übersetzt von Claudia Franz
Verlag: Piper Taschenbuch
Seitenanzahl: 384 Seiten
ISBN-10: 3492311040
ISBN-13: 978-3492311045

Inhaltsangabe:

Seit sie elf Jahre alt waren, sind Lana und Kitty beste Freundinnen – fürs Leben. Als Lana ein traumatisches Erlebnis hat, beschliessen sie, England den Rücken zu kehren.

Auf den Philippinen lernen sie zufällig die Crew der „The Blue“ kennen; eine Art schwimmende Kommune. Begeistert von der Lebensart der fünf jungen Menschen schließen sie sich ihnen an. Aaron, Denny, Heinrich, Joseph und Shell nehmen sie auf und gemeinsam erleben sie berauschende Tage voller Sonne, Rum und Geselligkeit.

Doch die Idylle bekommt Risse, bevor sie ihre Überfahrt nach Neuseeland starten. Sogar Kitty hat sich verändert. Lana schnappt Gesprächsfetzen auf, die mysteriös anmuten. Als dann eine Person von Bord verschwindet, ist für Lana klar, dass ausnahmslos alle Beteiligten etwas verbergen.

Mein Fazit:

Dies ist mein dritter Lucy Clarke-Roman, den ich auch noch zufällig am Strand von Dahme in einer mobilen Buchhandlung fand. Super, ein Sommerbuch im Sommerurlaub.

Lucy Clarke bleibt auch hier ihrem Erzählstil treu. Im Mittelpunkt steht Lana, die zwischen der Gegenwart und Vergangenheit pendelt. Die Yacht ist gesunken, die Crew hat ein Notrufsignal gesendet und die örtlichen Medien in Neuseeland, wo Lana inzwischen lebt, berichten davon. Sie kann nicht anders, sie fährt zur Seenotrettungsstation, um evtl. behilflich sein zu können. Und während sie auf die Rettung ihrer Freunde wartet, erinnert sie sich zurück. Um die Spannung aufrecht zu halten, gibt es vor jedem Zeitsprung einen kleinen Cliffhanger. Ohne Frage, ich wollte unbedingt wissen, was auf der Yacht passiert ist.

Eines vorweg: Es gibt das Paradies einfach nicht. Jede Sonnenseite hat auch ihren Schatten. Diese Tatsache wird Lana so nach und nach erst bewusst. Als sich Lana und Kitty der Crew anschließen, wird nur oberfläcjlich Freundschaft geschlossen. Was die Menschen wirklich ausmacht, kommt erst zu Tage, als eine Tragödie auf dem Schiff passiert. Lana, stets ehrlich und aufrichtig, kann damit sehr schlecht umgehen.

Die Psychologie dieser Geschichte ist tiefsinnig, zugleich wirkt sie authentisch und menschlich. Aber auch schockierend. Geschickt offenbahrt die Autorin die einzelnen Schicksale und legt doch die eine oder andere falsche Spur. Buchstäblich auf der letzten Seite löst sie das Rätsel und doch weiß man noch immer nicht so genau, wer die Fäden gezogen hat!

Für mich war es pures Lesevergnügen, nicht nur wegen der Kulisse. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite folgte ich der Yacht und empfehle das Buch mit fünf begeisterten Sternen.

Veröffentlicht am 20.08.18!

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2 Gedanken zu „Lucy Clarke: Das Haus, das in den Wellen verschwand“

  1. Liebe Elke,

    Schöne Rezi. Freut mich, dass dich das Buch auch so begeistern konnte wie mich. Für mich das bislang beste der Autorin. Ihr neuestes Werk (You let me in) ist gerade im englischen Original erschienen. Ich hoffe, wir müssen nicht allzu lange auf die Übersetzung warten. Bin schon sehr gespannt!

    Liebe Grüße von Conny

    1. Hallo liebe Conny,

      vielen Dank für Dein Besuch und Kommentar!

      Ein Buch steht noch aus, welches ich von der Autorin lesen möchte: „Der Sommer, in dem es zu schneiden“ begann. Vielleicht kann ich es in der Bibo ergattern. Da müsste ich auch mal wieder vorbei schauen 🙂

      Und auf das neue bin ich sowieso gespannt, es haben mir ja alle Titel gut gefallen.

      Liebe Grüße, Elke!

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