Hannas Entscheidung

Lesezeit: 2 Minuten

Hannas Entscheidung (2012)

 

Regie: Friedemann Fromm
Drehbuch: Benedikt Roeskau
Produktion: Regina Ziegler, Veit Heiduschka, Hans-Wolfgang Jurgan
Musik: Edward J. Harris
Kamera: Hanno Lentz
Darsteller: Christine Neubauer, Edgar Selge, Karl Fischer, August Schmölzer, Branko Samarovski, Elisabeth Orth, u.v.a.
Dauer: 90 Minuten

Inhaltsangabe:

Bayern 1952: Hanna (Christine Neubauer) ist mit den zwei Kindern Michael und Vera allein. Ihr Mann Karl (Edgar Selge) kam nach dem Krieg in Gefangenschaft und obwohl sie keinerlei Ausbildung hat, schafft Hanna es, ihre Familie mit der Tischlerei ihres Mann es zu ernähren.

Ihr großer Traum ist es, eine Gesellenprüfung abzulegen. Doch niemand möchte eine Frau, trotz Erfahrung und Talent, ausbilden, geschweige denn zur Prüfung zuzulassen. Als ihr Mann aus der Gefangenschaft heimkehrt, verweigert auch er ihr diesen Traum, obwohl er nur noch mit einem Arm richtig arbeiten kann.

Gepeinigt von seinen Alpträumen und verletzt in seinem männlichen Stolz beginnt die Fassade der Familie zu brökeln und Hanna sieht sich gezwungen, eine schwerwiegende Entscheidung zu treffen.

Mein Fazit:

Selten genug schaue ich mir deutsche Filme an. Den meisten mangelt es meiner Ansicht nach an Schwung und richtig guten Geschichten.

Dieser Film bildet nur bedingt eine Ausnahme. Das positive zuerst: Die Atmosphäre vom Nachkriegs-Deutschland wurde sehr gut eingefangen. Unsere Republik begann sich gerade erst vom Krieg zu erholen, Rathäuser und andere öffentliche Gebäude wurden neu aufgebaut. Essen und Kleidung waren Mangelware – das Geld sowieso! Und in diesem Bild ist die Hanna, toll gespielt von einer glaubwürdigen und überzeugenden Christine Neubauer, die sich die letzten zehn Jahre um alles kümmerte. Nur heimlich traut sie sich, von einer Gesellenprüfung zu träumen. Und obwohl ihr Vater die Tischlerei aufbaute und ihr das Erbe vermachte, weigert sich ihr Mann nach seiner Heimkehr, ihr den Traum zu erfüllen.

Kürzlich sah ich im Fernsehen eine Dokumentation über die Frauen in den 50er Jahren und welche Rechte und Pflichten sie gegenüber ihren Familien hatten und das deckt sich ungefähr mit dem, was auch in diesem Film gezeigt wurde.

Die Geschichte ist insich schlüssig – doch das Ende plump und ich fühlte mich fast wie vor den Kopf geschlagen. Zu viele Fragen blieben offen und der Titel des Films ist irgendwie unpassend.

Daher – weil das Ende so plötzlich kam – gibt es von mir 65%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 12.03.2012!

Veröffentlicht am 23.08.18!

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