Lucinda Riley: Die Perlenschwester

Lesezeit: 3 Minuten

Lucinda Riley: Die Perlenschwester

Originaltitel: The Pearl Sister (2017)
übersetzt von Sonja Hauser
Verlag: Goldmann Verlag
Seitenanzahl: 608 Seiten
ISBN-10: 3442314453
ISBN-13: 978-3442314454
Dies ist der 4. Teil der Die Sieben Schwestern-Reihe.

Inhaltsangabe:

Nach dem Star (aus „Die Schattenschwester“) sich nun ihrem eigenen Leben widmet, fühlt sich CeCe ziemlich verloren. Sie haben ihr gesamtes Leben als Adoptivschwestern gemeinsam erlebt, so muss sich CeCe ihrem eigenen Leben und ihren Wurzeln stellen. Und ihre Wurzeln sollen in Australien sein.

Sie reist nach Thailand, wo sie mit Star schon einmal war. Zwar mit dem Ziel Australien vor Augen, hält sie ihrem eigenen kleinen Paradies inne. CeCe lernt einen geheimnisvollen Mann kennen und er gewährt ihr in seinem Paradies Unterschlupf. Und er bring ihr die Person Kitty Mercer näher, die 100 Jahre zuvor von Schottland nach Australien reiste und sich einer von Männern dominierten Perlenfischerei durchbeißen musste.

In Australien schließlich angekommen muss CeCe erkennen, das ihr Wesen und ihr Charakter sehr viel tiefer mit dem roten Kontinent verbunden ist als ursprünglich gedacht.

Mein Fazit:

Nun hat die vierte der sieben Schwestern ihre ganz persönliche Reise angetreten. Zugegeben, durch die vielen teils negativen Rezensionen war ich schon etwas voreingenommen. Dennch habe ich die 600 Seiten um CeCe und ihrer Herkunftsgeschichte durchaus in den Bann gezogen.

CeCe hat ihren größen Halt im Leben verloren, erst den Adoptivvater Pa Salt und dann noch Star, die ihren eigenen Weg gehen musste. Mit der Kunstakademie kam CeCe auch über Kreuz und so ist es nur verständlich, dass sie sich völlig verwirrt zu Orten begibt, wo sie sich immer wohlgefühlt hat. Die Rastlosigkeit und die Gefühle um die Verluste sind deutlich spürbar, das hat die Autorin mir sehr gut nahebringen können.

CeCe erlebt zwei Liebesgeschichten, die ich hier nicht näher erläutern möchte. Doch soviel sei dazu angemerkt: Das finde ich nicht so gelungen und das kam auch nicht so richtig bei mir an. Mir fehlte dazu einfach das Gefühl.

Der Vergangenheitsstrang um Kitty Mercer hingegen ist spannend und mitreissend erzählt. Wie sie aus dem kalten Schottland in die sengende Hitze Australiens kam und sich mit den vielen verschiedenen Kulturen auseinandersetzen musste. Sie zeigte dabei mehr Christlichkeit und Menschenliebe als viele andere. Das Schicksal spielte ihr mehrere Streiche und dennoch stand sie immer wieder auf und machte weiter.

Nebenbei wurde mir die Kultur der Aborigene näher gebracht, die mir naturgemäß als Europäerin kaum bekannt ist (ausgenommen bis auf ein paar Filme). Auch die Greueltaten wurden zum Thema und ich kann niemals ermessen, welche Qualen das Volk erlitt. Und im Verlauf beider Geschichten wird klar, warum CeCe so ist, wie sie ist. Bemerkenswert finde ich, dass nun auch näher auf die fehlende Schwester Merope eingegangen wird. Die sieben Schwestern als Sternenbild sind durchaus Teil der Kultur der australischen Ureinwohner.

Ein kurzes Wiedersehen mit Star gibt es auch und ich denke, am Ende gibt es kaum offene Fragen. Einen Stern Abzug gibt es von mir, weil ich die Liebesgeschichten bei einen zuviel und bei der anderen Geschichte zu wenig beleuchtet wurde. Ansonsten war es spannend und mitreissend und ich freue michauf die fünfte Schwester: Tiggy!

Vier Sterne und eine klare Lese-Empfehlung!

Veröffentlicht am 29.08.18!

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2 Gedanken zu „Lucinda Riley: Die Perlenschwester“

  1. Hallo Elke,
    ich fand den Gegenwartsstrang von Perlentochter richtig schlecht. Deswegen hat das Buch auch keine so gute Bewertung bekommen, wie die anderen der Reihe, obwohl ich den Vergangenheitsstrang wirklich interessant fand. Nun bin ich gespannt auf ihr nächstes Buch der Reihe, das im November erscheint.
    Liebe Grüße
    Martina

    1. Hallo Martina,

      vielen lieben Dank für Deinen Besuch und Kommentar!

      Es stimmt schon, der Gegenwartsstrang war dieses Mal nicht ganz so spektakulär wie in den vorherigen Bänden. Aber das ist vielleicht auch CeCe geschuldet. Die Liebesgeschichten konnte ich CeCe nicht so richtig abnehmen, aber die Verbindung zu ihren Wurzeln fand ich gut umgesetzt.

      Ich freue mich schon auf die Mondschwester 🙂

      Liebe Grüße, Elke!

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