La Vie en Rose

Lesezeit: 3 Minuten

La Vie en Rose (2007)

 

Regie: Olivier Dahan
Drehbuch: Olivier Dahan
Produktion: Alain Goldman, Timothy Burrill, Marc Jenny
Musik: Christopher Gunning
Kamera: Tetsuo Nagata
Darsteller: Marion Cotillard, Sylvie Testud, Pascal Greggory, Emmanuelle Seigner, Jean-Paul Rouve, Gérard Depardieu, u.v.a.
Dauer: 140 Minuten

Inhaltsangabe:

Edith Piaf (Marion Cotillard), geboren als Édith Gassion im Dezember 1915 in Paris, wuchs in sehr armen Verhältnissen auf. Die Mutter, selbst eine Sängerin, die sich selbst kaum über Wasser halten konnte, brachte das kleine Mädchen zu ihrer Mutter, die sie selbst kaum versorgen konnte. So verhungerte das Mädchen fast, bis ihr Vater, ein Zirkusartist, sie zu seiner eigenen Mutter brachte. Sie besaß ein Bordell und konnte ein kleines Mädchen gerade nicht gebrauchen.

Doch die Huren gaben ihr ein Zuhause, liebevolle Zuwendung und schenkten ihr eine kurze Zeit Liebe und Familie. Als der Vater sie wieder zu sich nahm, lernt sie das harte Leben auf der Straße kennen. Erst, als sie mit 10 Jahren begann, auf der Straße zu singen, erkannte ihr Vater, welchen Wert sie hatte. Edith Piaf verließ ihren Vater bald wieder und sang in den Pariser Straßen für ein paar Münzen. Eines Tages kommt Louis Leplée (Gérard Depardieu) vorbei und nimmt sie in sein Abendprogramm mit auf. Edith erkennt nur zaghaft das Potential, was sie mit dieser Möglichkeit machen kann.

Doch durch Leplée lernt sie weitere bedeutende Musiker kennen, unter anderem den Komponisten Raymond Asso (Marc Barbé). Er macht aus ihr einen Bühnenstar. Doch nicht nur der Erfolg steigt stetig, auch ihr exzessives Leben, ihre Launenhaftigkeit und ihr schlechter Gesundheitsheitszustand! Im Grunde ist sie immer noch ein kleines Kind, das sich nach Liebe und Zuwendung sehnt, welches aber auch nicht in der Lage ist, diese anzunehmen, bis sie den Boxer Marcel Cerdan (Jean-Pierre Martins) kennen lernt. Doch auch diese Liebe ist nicht von Ewigkeit.

Ihr Gesundheitszustand verbietet es ihr zum Schluß, auf der Bühne zu stehen, doch noch einmal 1960 muss sie singen, ihr größter Hit „Non, je ne regrette rien“. Und danach muss die Welt von einem außergewöhnlichen Menschen Abschied nehmen!

Mein Fazit: Ein bewegender Film, der mehr Fragen hinterläßt als antwortet!

Wer war diese Person? Das habe ich mich schon im Vorfeld gefragt, bevor ich mir diesen Film ansah. Und ich muss sagen, das ich gut daran getan habe, mir bei Wikipedia wenigstens eine Kurzbiografie dieser Sängerin durchzulesen. Ohne diese Informationen hätte ich den Film nicht so gut verstehen können. Obwohl Marion Cotillard zurecht den Oscar bekommen hat für diese grandiose schauspielerische Leistung, kommt nicht alles wirklich gut rüber, was im Leben dieser Sängerin passiert ist. Die Zeitsprünge sind dafür zur häufig und zu verwirrend!

So wird auf ihre Liebschaften oder auf ihre Krankheit nicht wirklich eingegangen. Man weiß zwar, das sie krank ist, aber was sie genau hat, erfährt man einfach nicht. Ebenso kommt erst am Schluß heraus, das sie bereits 1933 ein Kind zur Welt gebracht hat und dieses kurze Zeit später an Hirnhautentzündung starb.

Auch wird im Film stets ein Tross an Menschen um Èdith Piaf gezeigt, aber es wird nie deutlich, welche Rolle oder überhaupt welchen Namen diese Personen in ihrem Leben hatten. Der Film dreht sich voll und ganz um die Sängerin, die mit ihrer Gossensprache und ihrem teils kindischen Benehmen nie wirklich gelernt hat, ihre harte Kindheit zu vergessen und den Ruhm zu genießen. Sie ist im Grunde nie erwachsen geworden.

Der Film lebt von der Musik. Die Atmophäre des Paris‘ im 20.ten Jahrhunderts mit dem Chanson kommt voll und ganz rüber, die derbe Lebensart und die rauhen Sitten auf der Straße kann man fast mit den Händen greifen. Ob Marion Cotillard selbst gesungen hat, weiß ich nicht so genau. Wenn ja, hat sie es bravourös gemeistert. Auch der Wandel vom Straßenmädchen zum Bühnenstar ist ihr absolut gelungen.

Der Film ist, wie der Chanson selbst ist: Voller Traurigkeit im Herzen und als dessen sollte man ihn auch sehen!

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 25.03.2008.

Veröffentlicht am 03.09.18!

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