Die Farbe des Horizonts

Lesezeit: 3 Minuten

Die Farben des Horizonts (2018)
Originaltitel: Adrift

Regie: Baltasar Kormákur
Drehbuch: Aaron Kandell, Jordan Kandell, David Branson Smith
Produktion: Shailene Woodley, Aaron Kandell, Jordan Kandell
Musik: Volker Bertelmann
Kamera: Robert Richardson
Darsteller: Shailene Woodley, Sam Claflin, Jeffrey Thomas, Elizabeth Hawthorne, Grace Palmer, u.v.a.
Dauer: 96 Minuten
Romanvorlage: „Red Sky in Mourning“ von Tami Oldham Ashcraft

Inhaltsangabe:

Tahiti 1983: Tami Oldham (Shailene Woodley) ist eine Weltenbummlerin und vorzugsweise auf dem Wasser unterwegs. Sie flieht vor dem biederen Leben ihrer Großeltern, denn die Mutter war zu jung, um sie großzuziehen.

Durch Zufall lernt sie Richard Sharp (Sam Claflin) kennen. Er flieht ebenfalls vor seinem Leben und leistet sich eine Segeltour nach der anderen. Sie verlieben sich und verbringen eine aufregende Zeit miteinander.

Eines Tages bekommen sie das Angebot, für 10.000 Dollar ein luxuriöses Segelboot von Tahiti nach Kalifornien zu überführen. Sie treten die Reise an und geraten in den Hurrikan Raymond.

Tami erwacht Stunden später verletzt in einem kaputten Boot und von Richard ist weit und breit nichts zu sehen. Und das Boot befindet sich tausende von Meilen von jeglicher Küste entfernt.

Mein Fazit:

Shailene Woodley ist eine tolle Schauspielerin, obwohl ich sie hin und wieder mal etwas skeptisch betrachte. Ich kann ihr nicht immer die Rolle zu 100% abnehmen.

Mit diesem Film hat es sich jedoch grundlegend geändert. Denn eigentlich ist der Film eine One-Woman-Show. Die Kulisse ist das unendliche Meer, darauf dümpelt ein Boot, das irgendwie noch schwimmt. Der Hauptmast ist abgebrochen und mit einem kleinen Hilfsmast- und segel schafft Tami das Boot irgendwie voran zu treiben, wenn auch langsam. Sie findet Richard verletzt auf dem Rettungsboot mitten auf dem Meer, aber er kann ihr kaum helfen. Seine Rippen sind gebrochen und sein rechtes Bein verfault. Sämtliche Navigationsgeräte sind kaputt und Tami muss sich irgendwie helfen, um zu erfahren, wo sie sich befindet. Alles wird von ihr gefordert und so vergeht Tag für Tag die unendliche Zeit auf dem unendlichen Meer.

Es gibt sehr viele Gänsehaut-Momente in dem Film, wenngleich ich die Liebesgeschichte zwischen Tami und Richard nicht so ganz überzeugend finde. Die Chemie zwischen Woodley und Claflin passte für mich nicht so ganz, auch wenn sie sehr attraktive Menschen sind. Am Ende des Films erscheinen ein paar Fotos vom echten Paar, man kann die Auswahl der Darsteller nachvollziehen, eine große Ähnlichkeit besteht durchaus.

Woodley hat mich mit diesem Film vollends von ihren schauspielerischen Fähigkeiten überzeugt. Grandios, tragisch, dramatisch und bewegend hat sie ihren Kampf ums Überleben geführt und ohne zu wissen, ob sie es schafft und wenn ja, wann endlich Hilfe eintrifft. Das dies tatsächlich passiert ist, macht es für mich umso eindringlicher.

Der Film geht unter die Haut und lässt einen nicht so schnell los. Schade, dass das Buch noch nicht auf deutsch erschienen ist. Ich bin sicher, im Buch bekommt man noch tiefere Einblicke in den dramatischen Überlebenskampf. Untermalt mit grandiosen Bildern und eindringlicher Musik ist der Film absolut sehenswert.

Unbedingt zu empfehlen und ich vergebe gerne 90%.

Veröffentlicht am 09.09.18!

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