Das Haus am Eaton Place

Lesezeit: 2 Minuten

Das Haus am Eaton Place (1971)
Originaltitel: Upstairs, Downstairs

Regie: Bill Bain, Christopher Hodson, Raymond Menmuir
Drehbuch: Alfred Shaughnessy, Jeremy Paul
Produktion: John Hawkesworth, Rex Firkin
Musik: Alexander Faris
Kamera: Trevor Saunders
Darsteller: Gordon Jackson, David Langton, Jean Marsh, Angela Baddeley, Christopher Beeny, Simon Williams, u.v.a.
Dauer: 45 Minuten pro Folge

Inhaltsangabe und Fazit:

Die Serie wird gezeigt über einen Zeitraum von 27 Jahren, beginnend mit 1903. Richard Bellamy (Simon Williams) ist der Herr des Haus am Eaton Place in London. Sein Beruf ist Parlamentarier im englischen Unterhaus und seine Ansichten sind zwar konservativ, aber durchaus auch liberal.

Seine entzückende Frau Marjorie Bellamy (Rachel Gurney) hat ihren Mann aus Liebe geheiratet, denn eigentlich entstammt sie aus dem reichen Land-Adel. Sie hat auch das Vermögen mit in die Ehe gebracht, womit sie sich überhaupt das Haus am Eaton Place und die Bediensteten leisten können.

Butler Hudson (Gordon Jackson) ist die personifizierte Korrektheit und Untergebenheit. Was sein Dienstherr sagt, ist Gesetz und es wird nicht in Frage gestellt. Diesen treuen Dienst verrichtet er schon seit Jahren und mit seiner strengen, aber auch zuweilen gütigen wie nachsichtigen Hand, führt er das Dienstpersonal und das Haus durch alle Stürme des Lebens, die über das Haus kommen. Moralisch begleitet wird er von der Köchin Mrs. Bridges, die seit jeher schon in den Diensten von Mrs. Bellamy stand. Mrs. Bridges war noch nie verheiratet, sie ist aber über jeden Zweifel erhaben und genießt größten Respekt von den Bellamys und den Dienstboten.

Die Kinder der Bellamys, James und Elizabeth, gehen beide unterschiedliche Wege. Sie sind die Sorgenkinder ihrer Eltern, aber sie werden stets mit Liebe und Großherzigkeit behandelt.

All diese Personen bestimmen in der Serie das Geschehen, begleitet von authentischen Ereignissen wie z. B. der Untergang der Titanic (Lady Marjorie kommt dabei um) oder der Zweite Weltkrieg (James wird schwer verletzt). Auch der berühmt berüchtigte schwarze Freitag Ende der 20er-Jahre bestimmt das Leben der Bellamys. Gleichzeitig wird jedoch auch gezeigt, welch‘ verheerende Klassenunterschiede es gibt, was die Dienstboten tun durften und welch‘ schwere Arbeiten sie für wenig Geld verrichten mussten. Wie schwer es ist, Veränderungen herbei zu führen, hat stets Butler Hudson bewiesen, denn er hat sich immer für die Klassenunterschiede ausgesprochen. Doch auch er mußte letztendlich einsehen, das sich die Welt veränderte und somit auch die Werte und Moralvorstellungen der Menschen.

Alles in allem eine sehr spannende und unterhaltsame Serie, die in manchen Situationen den Zuschauer zum Nachdenken anregt, wie gut wir es heute beispielsweise haben, welche gesellschaftlichen Schranken niedergerissen wurden und wie frei wir heute doch sind.

Immer wieder empfehlenswert!

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 09.05.2008!

Veröffentlicht am 21.09.18!

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