A Star Is Born (2018)

Lesezeit: 3 Minuten

A Star Is Born (2018)

 

Regie: Bradley Cooper
Drehbuch: Eric Roth, Bradley Cooper, Will Fetters
Produktion: Jon Peters, Todd Phillips, Bradley Cooper
Kamera: Matthew Libatique
Darsteller: Lady Gaga, Bradley Cooper, Sam Elliott, Andrew Dice Clay, Rafi Gavron, Anthony Ramos, u.v.a.
Dauer: 136 Minuten

Inhaltsangabe:

Jackson Maine (Bradley Cooper) ist ein gefeierter Country- und Rocksänger. Dass er ein Alkohol- und Drogenproblem hat, weiß nur der innerste Kreis. Auch sein gestörtes Hörvermögen macht ihm immer größere Probleme.

Nach einem Gig landet er in einer Bar und wird staunender Zeuge, wie die junge Ally (Lady Gaga) französische Chanson singt. Er erkennt sofort ihr Talent und Potential und lädt sie ein, ihn auf seiner Tour zu begleiten. Auch die Tatsache, dass sie ihre Songs selbst schreibt, fasziniert ihn sofort.

Als er sie spontan auf die Bühne holt und sie ihren eigenen Song präsentieren kann, wird das Publikum auf sie aufmerksam. Fortan geht es mit ihrer Karriere steil bergauf. Seine Karriere hingegen scheint immer mehr einem sinkenden Stern zu gleichen.

Aber ihre Liebe ist ursprünglich und echt. Die Streitereien häufen sich, seine Alkoholexzesse bringen seine hässliche Seite zu Tage und da hilft es auch nichts, dass sie heiraten. Die Ehe kann die Katastrophe, die sich anbahnt, nicht aufhalten.

Mein Fazit:

So oft habe ich den Trailer zu diesem Film gesehen, so oft schaute ich in meinen Terminkalender, wann ich denn endlich ins Kino gehen kann. Meine Geduld hat sich gelohnt und ich erlebte einen Kino-Nachmittag, der mich von der ersten Minute an fesselte.

Bradley Cooper, der mit diesem Film auch sein Regie-Debüt gibt, spielt grandios und zu 100% überzeugend den Rockstar. Ich habe nicht Bradley gesehen, sondern Jackson Maine, ein gebrochener Mann mit einer bewegten Agenda und der um Ruhm und Ehre kämpft, obwohl er weiß, dass er nicht mehr viel Zeit hat, den Erfolg zu genießen. Es werden zwar viele Klischees bedient, aber dennoch ist es für mich sehr glaubhaft dargestellt: das anstrengende Show-Biz, ständig im Rampenlicht sein und immer gefordert werden. Es strengt an, erzeugt einen ungeheuren Druck und kann eine empfindliche Seele kaputt machen.

Die zweite Hauptrolle spielt Lady Gaga und sie ist für mich eine große Überraschung. Kennt man sie doch nur schillernd und extrem schrill, so wirkt sie in dem Film sehr authentisch und echt. Zusammen mit ihrer grandiosen Stimme ergibt es ein Musikspektakel sondergleichen. Viele Momente mit ihren Auftritten haben mir Gänsehaut verursacht, der erste zusammen mit Jackson Maine sogar Tränen der tiefsten Rührung in die Augen getrieben. Die Atmosphäre, das Zusammenspiel der Hauptfiguren und die Musik ließen mich fasziniert und tief berührt zusehen.

Es gibt sehr viele, auch dramatische, Momente, die mir unter die Haut gingen und die mich geschockt zurück ließen. Auch da zeigte sich die zerbrechliche Seele, die vieles nicht gewollt hat und es doch nicht verhindern konnte. Die Motive sind in der Liebe zu Ally begründet und trotzdem tut es einem so unsagbar Leid.

Die Geschichte ist atmosphärisch erzählt, lässt den Figuren freien Raum und wird mit ausgewählten Stücken perfekt musikalisch untermalt. Der Film lebt auch von der Mimik und den Dialogen zwischen den Hauptfiguren und beweisen ganz klar, dass zwischen Bradley Cooper und Lady Gaga nicht nur die Chemie stimmte, sondern beide auch überzeugend gespielt haben.

Bradley Cooper hat für mich die Leistung seines Lebens abgeliefert. Aufgrund des kritischen Hintergrunds (Kommerz des Showbusiness) ist er auch ein Film, der einen nachdenklich zurücklässt. 100% von mir mit einer unbedingten Empfehlung!

Veröffentlicht am 01.11.18!

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4 Gedanken zu „A Star Is Born (2018)“

  1. Hach…hier ist sie…deine Rezension zum Film und am liebsten würde ich jetzt gleich ins Kino fahren. Leider bin ich hier am land etwas arm dran und muss 30km zum nächsten Kino fahren. Das stört mich normaler Weise weniger, aber meine Tochter, die mit mir zu solchen Filmen immer mitgeht ist für ein halbes Jahr in Andalusien. Mal sehen, ob ich jemanden überreden kann mit mir mitzugehen…..
    Liebe Grüße
    Martina

    1. Hallo Martina,

      vielen lieben Dank für Deinen Besuch und Kommentar!

      Dieser Film lohnt sich meiner Meinung nach … auch die 30 Kilometer 🙂 Ich drücke Dir die Daumen, dass Du noch jemanden findest. Oder aber, wenn Du einen großen Fernseher mit Internet-Anschluss hast, wartest Du bis in ein paar Monaten. Auf UHD kann man sich den Film sicher auch anschauen 🙂

      Liebe Grüße, Elke!

  2. Hallo Elke,

    ich konnte mich nicht so recht aufraffen mir diesen Film anzuschauen, aber nach Deiner Rezension bereue ich es doch glatt ein wenig.
    Da werde ich wohl auf die DVD zurück greifen müssen 😉

    Liebe Grüße
    Kerstin

    1. Hallo liebe Kerstin,

      vielen Dank für Dein Besuch und Kommentar!

      Ich finde ihn wirklich sehenswert, nicht nur wegen Lady Gaga oder Bradley Cooper. Sondern auch, weil sehr gut gezeigt wird, was das Showbiz aus einem machen kann und wie schwer es ist in dem Geschäft ist, authentisch zu bleiben.

      Liebe Grüße, Elke!

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